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Klären Sie die sprachlichen Hintergründe für

jede Sprache, die das Kind spricht:

– Seit wann hat das Kind Kontakt mit der

deutschen Sprache?

– Welchen und wie viel Input bekommt das

Kind im familiären Umfeld in welcher

Sprache?

– Wie gut sprechen die Eltern die Sprachen,

die sie mit ihrem Kind sprechen?

– Welche Einstellung zum Gebrauch einer

jeden Sprache haben die Eltern?

– Welche Sprache wird mit Verwandten/

Bekannten vorwiegend gesprochen?

Informieren Sie die Eltern umfassend über die

Regelungen, die hinsichtlich der Organisation

des Vorkurses vor Ort getroffen worden sind.

Und händigen Sie ihnen folgende Materialien

aus:

Elternbroschüre zum Vorkurs

Broschüre „Wortschätze heben – Leselust

beflügeln“, die Sie kostenlos beziehen können

(siehe Modul C, Toolbox)

2

.

Für Eltern mit Migrationshintergrund: die

Elternbriefe

„Wie lernt mein Kind zwei

Sprachen – Deutsch und die Familiensprache“

,

die Sie kostenlos von der Homepage des IFP

herunterladen können

3

. Dieser Elternbrief

wurde in 18 Sprachen übersetzt.

Wenn aufgrund der Ergebnisse der Befragung

der Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstö-

rung erhärtet wird, geben Sie den Eltern die

Empfehlung, eine genaue logopädische/sprach­

therapeutische Diagnostik durchführen zu lassen.

Für Beratung, Diagnostik und Therapie stehen

für die Einrichtungen, die keine eigenen Fach-

dienste haben,

neben den niedergelassenen

logopädischen Praxen auch die über ganz

Bayern verteilten Frühförderstellen zur Verfü-

gung, die zum Teil auch mobil arbeiten. Ein

Verzeichnis finden Sie unter:

http://www.

fruehfoerderung-bayern.de/fruehfoerderstellen/ .

Für mehrsprachige Kinder gibt es an der LMU

München

4

und an der Universität Regensburg

5

auch die „Beratungsstelle Mehrsprachigkeit“.

Filter 3: Beobachtung des Verlaufs

Nach einem halben Jahr Teilnahme am Vorkurs

erfolgt eine erneute Bewertung der Zielerrei-

chung anhand einer Beobachtung mit

Sismik

und Seldak:

Wenn ein Kind nach einem halben

Jahr noch keine Fortschritte gemacht hat,

erfolgt ein Elterngespräch mit der Empfehlung,

eine genaue logopädische/sprachtherapeutische

Diagnostik durchführen zu lassen. Eine Teilnahme

am Vorkurs Deutsch sollte auch dann nur in

Absprache mit der Therapeutin bzw. dem

Therapeuten erfolgen.

Die Verlaufsdiagnose dient Ihnen auch als

Überprüfung des pädagogischen Angebots, das

Sie im Vorkurs bereitstellen. Leitfragen hierzu:

Stimmt das Angebot für das einzelne Kind?

Ist es zu einfach oder zu schwer?

Spricht es die Interessen des Kindes an?

Wie könnte ich erreichen, dass das Kind sich

aktiv beteiligt?

Wie könnte ich eventuell fehlende sprach-

liche Kompetenzen in kleinen Schritten unter-

stützen?

2

Abruf unter

http://www.bestellen.bayern.de

3

Abruf unter

http://www.ifp.bayern.de/veroeffentlichungen/elternbriefe/index.php

4

München:

http://www.edu.lmu.de/shp/ueber_uns/einrichtungen/mehrsprachigkeit/

5

Regensburg:

http://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/germanistik-daz/forschungsstelle/

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Was Menschen berührt

//

www.zukunftsministerium.bayern.de