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Grenzen v

für die

Gratisfahrt

bin Deutscher,

wohne aber in

Österreich, untl

zwar hart an der

bayerischen Gren–

ze. Darum besuche

ich 'auch ein nahe–

gelegenes Gymnasi–

um in Bayern. Als

ich mir dort den

Antrag auf kosten–

losen Transport

zur Schule geben

lassen wollte,

hieß es, ich müsse

die Fahrtkosten

selbst tragen.

Nur Schüler, die

in Bayern wohnen,

werden zum Null–

tarif gefahren.

Stimmt das wirk–

lich?

M. Brandstetter

- Gg.

Die Auskunft war richtig.

Das Gesetz über die Ko–

stenfreiheit des Schulwegs

gewährt ausdrück! ich nur

solchen Schülern einen

Anspruch, die in Bayern

wohnen. Ihr Wohnort

liegt außerhalb, darum

müssen Sie, obwohl deut–

scher Staatsangehöriger,

die Fahrt zur Schule selbst

bezahlen.

••••••••••••••

Ein Bild

v

des

Jammers

Im Zeichenunter–

richt wurde uns

die Aufgabe ge–

stellt, ein Blu–

men-Stilleben mit

Wasserfarben zu

malen. Das Bild

gelang mir so

gut, daß ich die

Note 1 darauf be–

kam. Es wurde vom

Zeichenlehrer auch

res Gymnasiums

zusammen mit ande–

ren Arbeiten aus–

gestellt. Nach

ein paar Tagen

waren die Bilder

dort von unbekann–

ten Tätern ver–

schmiert und stark

beschädigt worden.

Ich möchte nun

wissen, ob der

Zeichenlehrer,

ohne uns zu fra–

gen, die Bilder

überhaupt hätte

ausstellen dür–

fen. Und steht

uns nun nicht ein

Schadenersatz zu

für die Wertmin–

derung durch

Barbarenhände?

E. Meyer - M.

Weil die Bilder auf Veran–

lassung der Schule und

zum Zweck der Leistungs–

kontrolle angefertigt wur–

den, ist die Schule verfü–

gungsberechtigt. Für eine

Ausstellung in der Aula

braucht sie weder die Ein–

willigung der Schüler

noch der Eitern, weil die

Bilder ja für Eitern und

Mitschüler

ausgehängt

werden. Für die Beschädi–

gung muß der Zeichen–

lehrer keinesfalls Ersatz

leisten, sondern nur der,

der den Schaden anrichte–

te. ln Ihrem Falle also der

unbekannte Täter.

Künstlerisch wertvolle Ar–

beiten darf die Schule al–

lerdings nicht beliebig

weiterverwenden.

Nur

mit Zustimmung der Ei–

tern ist es z. B. erlaubt, sie

in öffentlichen Ausstellun–

gen zu zeigen oder zu

Wettbewerben

einzu–

senden.

••••••••••••••

Pardon

wird nicht

gegebenv

Un~ere

Karin be–

sucht die

10.

Klasse eines

Gymnasiums . Am

Montag und Mitt–

woch hat sie Bio–

logie. Letzten

Mittwoch konnte

Karin wegen einer

Erkältung die

Schule nicht be–

suchen. Die Ent–

schuldigung

brachte sie am

folgenden Tag

ordnungsgemäß

mit. Der Schock

aber kam am

nächsten Montag,

als der Biologie–

lehrer eine Steg–

reifaufgabe über

den Stoff der

von ihr versäum–

ten Mittwoch–

Stunde hielt. Ob–

wohl Karin ihn

darauf aufmerk–

sam machte, daß

sie damals krank

war, mußte sie

die Arbeit mit–

schreiben. Be–

gründung: Vom

Donnerstag bis

Montag wäre ge–

nügend Zeit ge–

wesen, den ver–

säumten Stof'f

nachzuholen.

Was sagen Sie

dazu?

Versäumt ein Schüler Un–

terricht, dann müssen die

Erziehungsberechtigten

nach

§

80 Absatz 3 der

Allgemeinen

Schulord–

nung zusammen mit der

Schule dafür sorgen, daß

er den Lehrstoff möglichst

bald nachholt. Eine Steg–

reifaufgabe ist demnach

trotz Abwesenheit bei der

Durchnahme des Lehr–

stoffs stets dann mitzu–

schreiben, wenn zwi–

schen versäumter Schul–

stunde und Probearbeit

genügend Zeit war, den

Stoff zu Hause nachzuler–

nen. Voraussetzung ist

auch, daß er im Lehrbuch

lückenlos und verständ–

lich genug dargestellt ist.

Dieses

eigenständige

Nachholen von Lehrstoff

ist besonders von Schü–

lern höherer Jahrgangsstu–

fen und geistiger Reife zu

erwarten.

..............

Aus v

der Traum

Unser Michael

spielt begeistert

in der örtlichen

Knabenkapelle mit.

Die jungen Bläser

dort sind aus–

nahmslos Schüler,

teils vom Gymnasi–

um, teils von der

Realschule. Auch

einige Haupt–

schüler machen

mit. Kürzlich

sollten sie zur

Fußgängerzone

in Aktion treten.

Da das Fernsehen

angekündigt war,

freute

s~ch

unser

Michael riesig

auf seinen ersten

Bildschirm-Auf–

tritt. Leider

wurde ihm die

Freude gründlich

verpatzt. Sein

Schulleiter wei–

gerte sich näm–

lich strikt, ihn

für die Fernseh–

aufzeichnung ein

paar S tunden vom

Unterricht zu be–

freien. Ist das

nicht kleinlich?

0. Heiler - N.

Der Schulleiter hat sich

korrekt an die Bestimmun–

gen des

§

19 der Allge–

meinen Schulordnung ge–

halten. Dieser Paragraph

erlaubt im Absatz 1 die

Beurlaubung von Schü–

lern nur in dringenden

Ausnahmefällen.

Was

darunter zu verstehen ist,

erläutert die Bekanntma–

chung des Kultusministe–

riums vom 29. 6. 1977

(Amtsblatt 1977, I, S. 427

ff).

Danach gibt es zur Mit–

wirkung bei kulturellen

Veranstaltungen grund–

sätzlich keine Beurlau–

bung. Ausnahmen sind

höchstens bei Auftritten

von besonderer Bedeu–

tung möglich. Das ist hier

nicht der Fall.

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