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,,WARUM

SOLLICH

LERNEN!

z.B. Latein

Seit über 1000 Jah–

ren spricht kein

Volk der Erde mehr

Latein. Aber wer

heute die Zeitung

aufschlägt oder

den Fernseher ein–

schaltet, begegnet

der alten Sprache

auf Schritt und Tritt.

Teil II der neuen

S+W-Serie.

N

icht für die Schule, son–

dern für das Leben lernen

wir." Seit Generationen

versucht dieser pädagogi–

sche Leitsatz, die Schüler zum

Eifer anzuspornen. Er will sa–

gen: Lernen lohnt sich. Man er–

wirbt in der Schule ein Kapital

an Wissen, das später im Leben

reiche Zinsen trägt. Nichts wird

umsonst gelernt.

Dem alten Spruch Glauben

zu sche.nken, kostete schon im–

mer Überwindung. Besonders

schwer aber fällt der Glaube

heutzutage im Zusammenhang

mit dem Fach Latein. Ist diese

"tote" Sprache nicht garantiert

unverwertbar im .täglichen Le–

ben, geradezu ein Paradebei–

spiel für totes Wissen?

Seit über 1000 Jahren spricht

kein Volk der Erde mehr Latein,

die Sprache der alten Römer.

18

Als Mittel der mündlichen Ver–

ständigung scheidet Latein also

von vornherein aus. Praktischer

Nutzen, wie ihn moderne

Fremdsprachen haben, ist hier

nicht zu erkennen. Auch an der

Universität sind die Zeiten

längst vorbei, in denen Latein–

kenntnisse zur Standardausrü–

stung jedes Studenten gehör–

ten. Nur wenige Studiengänge

verlangen heute noch ein "La–

tinum".

Wozu also Schulzeit und

Mühe vergeuden für eine Spra–

che, deren Schwierigkeit den

praktischen Nutzen so offen–

kundig übersteigt? An Gegnern

des Lateinunterrichts ist kein

Mangel. Immer wieder fordern

sie: Weg mit diesem weltfrem–

den Bildungsballast! Macht

Kinder nicht zu Lateingeschä-

digten!

-- --- --- -

Wer in dieses Horn bläst,

sollte sich fragen, warum er da–

mit so wenig Anklang findet.

Mehr als 50 Prozent aller Schü–

ler, die in der Bundesrepublik

die zehnte Klasse eines Gymna–

siums besuchen, lernen näm–

lich auch heute noch unver–

drossen Latein. ln Bayern sind

es sogar fast 80 Prozent. Und

das noch dazu aus freien Stük–

ken! Denn im Gegensatz zu

früher, als es keine andere

Wahl gab, bedeutet heute das

Gymnasium

nicht

mehr

zwangsläufig die Begegnung

mit Latein. Mancher Sch leich-

Bitte umblättern

Pro & Contra et cetera quasi alias

versität Masse Mineral Montanun

Prädikat Adverb Kongruenz Navig

Senat Demission Inflation Relati

minimal maximal extrem partie

Salut Manifest Resultat Demonstr

Radikalismus Liberalismus lnfla1

existentiell Existenz Koexistenz

sation Nation Kontroverse lnterp

brachial total Kolonialismus lmJ

duellieren rasieren Kanal Areal

maritim intim Revolution Prot

t .P1

Kommunist Deputat Dekan ReKtc

Sozialpartner Moral Determinism

revolutionär konträr konform pole

Folie Format Formular Manipulati(

Material plausibel steril

animalisc~

Finale Torpedo Konflikt Defensive

Liquidität Bilanz Obligation Prok

Konsortium Gremium Kapitel Kapi

publik divers rezessiv expansiv ·t

Quart Sekunde Minute konzentr

Expansion Kamprarniß Konseque

Akzeleration Simulator Real '"'r

subtrahieren multiplizieren dividie

Null Prozent PromilleTransistor A

Uranus Saturn Radio Emission

medikamentös letal Ritus Altar

Crucifixus Tumba Saneta Konfess

Legende Advent Septuaginta Br

kontinuierlich Kontinuum Kontex

Medizin Jura Justiz corpus delicti

Präsidium oparationalisieren

Kommunismus Liberalismus Di

intransigent transitiv intransitiv al