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Wenn ein Schulbuch in die Schule kommt,

hat es seine Prüfungen schon alle hinter sich.

Nicht zu viel und nicht

zu wenig- der Lehrstoffmuß

mundgerecht serviert werden.

Fort~ungvonSeHe13

Fachleuten fällt da der Über–

blick schwer.

Zum Glück läuft die Sache

mit den Schulbüchern bei Fa–

milie Strobel problemlos. Ohne

väterliches Katalogwälzen, Be–

stellen, Schlangestehen in der

Buchhandlung bringen die

Sprößlinge nach den Sommer–

ferien Taschen und Plastikbeu–

tel voll Bücher nach Hause. Be–

zahlt haben die Eltern dafür kei–

nen pfennig; denn ein Gesetz,

erlassen schon im Jahr 1949,

gewährt in Bayern Lernmittel–

freiheit. Die kostenlosen Schul–

bücher sind eine große finan–

zielle Erleichterung, besonders

für einkommensschwache und

kinderreiche Familien.

Was schon so lange Zeit rei–

bungslos praktiziert wird und

noch dazu nichts kostet, das

nimnit man leicht als

selbstver~

ständlich hin. Dabei ist der Bü–

cherservice zum Nulltarif, so

wie ihn Bayern seinen Bürgern

bietet, nicht überall gang und

gäbe. Noch immer gibt es Bun–

desländer, wo Ehern für die

Schulbücher zur Kasse gebeten

werden. Jn Bayern dagegen

trägt der Staat zwei Drittel aller

Kosten, das restliche Drittel

übernehmen

Gemeinden,

Landkreise, Bezirksregierungen

oder private Schulträger.

Allein im vergangenen Jahr

flossen auf diese Weise rund 60

Millionen Mark aus Steuermit–

teln in den Ankauf von Schul–

büchern. Mit Fug und Recht

darf der Bürger erwarten, daß

der Staat sorgfältig prüft, wofür

das viele ·Geld ausgegeben

wird. Aber nicht nur weil Steu–

ergelder im Spiel sind. Es gibt

noch andere Gründe, warum

der Staat die pflicht hat, sich