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JUNGE MENSCHEN FÜR

MINT-FÄCHER BEGEISTERN

MINT*-Förderung im Freistaat:

Mit einem neuen Programm wird

die Bildung regionaler Netzwerke

vorangetrieben. Ziel ist es, die In-

teressen und Fähigkeiten von Kin-

dern und Jugendlichen im MINT-

Bereich weiter zu unterstützen.

ihr Engagement nahmen sie an einem

dreitägigen Workshop „Schüler experi-

mentieren mit Fraunhofer“ teil. Die

Veranstaltung fand im Herbst bei den

Wissenschaftlern des Fraunhofer-

Instituts München statt. Die Inhalte

des Workshops wurden in Kooperation

Die Nachwuchsforscher mit ihren Betreuungslehrern und den Organisatoren (ganz rechts) Dr. Birgit Geiselbrechtin-

ger (Fraunhofer-Gesellschaft) und Michael Stefan (Landeswettbewerbsleiter „Schüler experimentieren“ Bayern)

Am letzten Tag der Veranstaltung wurde

zusammen mit einer professionellen

Trainerin an der Entwicklung neuer

„Jugend-forscht“-Projekte gearbeitet.

Anzahl der MINT-Regionen in Bayern

nimmt stetig zu

Die Veranstaltung des Fraunhofer-

Instituts, an der Carolina teilgenommen

hat, ist nur ein Beispiel für die immer

vielfältigeren MINT-Angebote. Die Bay-

erische Staatsregierung fördert die Bil-

dung regionaler MINT-Netzwerke, um

dem Fachkräftemangel in diesem Be-

reich zu begegnen. Zudem sollen damit

mehr Mädchen für den technischen

Bereich begeistert werden. Die Schüler

erhalten so noch mehr Bildungsange-

bote.

Es gibt in Bayern nun einzelne Regio-

nen, die den Schülerinnen und Schü-

lern zusätzliche naturwissenschaft-

liche Möglichkeiten anbieten. In den

MINT-Regionen arbeiten Schulen so-

wie Partner aus den Bereichen Bildung,

Politik, Wirtschaft, Industrie und For-

schung zusammen und unterbreiten

den Kindern und Jugendlichen Ange-

bote. Das kann ein Schülerlabor oder

ein Schülerforschungszentrum sein.

Die Bandbreite richtet sich sowohl an

Kindergartenkinder als auch an Schü-

lerinnen und Schüler aller Jahrgangs-

stufen und Schularten. Ziel ist es, die

MINT-Bildungskette vom Kindergarten

bis hin zum Übergang in eine berufli-

che Ausbildung oder ein Studium zu

optimieren.

| mk

Workshop des Fraunhofer-Instituts

Die 14-jährige Gymnasiastin Carolina

sitzt voller Spannung vor dem PC, um

ein Programm zur Steuerung eines

Roboters einzugeben. Damit erteilt sie

dem Roboter Befehle, die ihn dazu ver-

anlassen, bestimmte Aktionen durch-

zuführen. Nachdem sie ihre Daten an

die Maschine übertragen hat, ist sie

sehr froh, dass der Roboter in einem

Hindernisparcours den von ihr pro-

grammierten Weg fehlerfrei abläuft.

„Carolina ist eine von 16 Schülerinnen

und Schülern, die wegen ihrer hervor-

ragenden Leistungen beim Landeswett-

bewerb ‚Schüler experimentieren' aus-

gezeichnet wurden“, erläutert Michael

Stefan, der verantwortliche Landes-

wettbewerbsleiter. Als Belohnung für

zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft

und der bayerischen Landeswettbe-

werbsleitung „Jugend forscht / Schüler

experimentieren“ ausgearbeitet.

„Neben der theoretischen Diskussion

über Themen wie autonomes Fahren

oder Datensicherheit von Spielzeug

konnten die Jugendlichen ihre prakti-

schen Fähigkeiten unter Beweis stel-

len“, erklärt Experte Michael Stefan.

„Sie programmierten ein Steuerungs-

programm für einen Roboter und durf-

ten einen Algorithmus für eine Ampel-

schaltung entwickeln, der das

Verhalten der Ampel regelt, wenn sie

vom Zustand Normalbetrieb in den

Zustand Blaulichtdurchfahrt (z.B.

Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr)

wechselt“, so Stefan.

* MINT =

M

athematik,

I

nformatik,

N

aturwissenschaften und

T

echnik

Fotos: © Landeswettbewerb„Schüler experimentieren“

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