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Feldbergstraße in München. Hier gab

es im Schuljahr 2015/16 zum ersten

Mal eine bilinguale Klasse Englisch.

Das Angebot hat sich seitdem weiter-

entwickelt: „Bei uns lernen mittlerweile

insgesamt 75 Kinder von der ersten bis

zur dritten Klasse in zwei Sprachen.

Bemerkenswert sind vor allem die

große Lernfreude und Motivation der

Kinder im Schulversuch“,

erzählt Schulleiterin

Claudia Lorenz.

Sabine Briggl

, deren

Tochter die dritte

Klasse besucht, kann

diesen Eindruck nur

bestätigen: „Wir Eltern

durften vor kurzem bei einer

‚offenen Stunde’ im Fach Mathematik

– gehalten in englischer Sprache – im

Unterricht zusehen. Dabei haben wir

festgestellt, dass die Kinder wirklich

schon viel verstehen und ganz begeis-

tert dabei sind.“

Die Schüler werden behutsam an das

Unterrichtskonzept herangeführt. „Die

kommunikativen Kompetenzen wie

das Hörverstehen und das Hörsehver-

stehen haben sich seit Beginn der ers-

ten Klasse sehr schnell verbessert,

dann folgte mit etwas Ab-

stand das Sprechen“, er-

zählt Lehrerin

Gabriele

Heunecke

, die im

zweiten Jahr eine

bilinguale Klasse un-

terrichtet. „Die Schüle-

rinnen und Schüler haben

von mir in verschiedenen Fächern im-

mer wieder die englische Sprache ge-

hört, so dass sie nun nach eineinhalb

Jahren wirklich schon viel verstehen

können, zum Beispiel Fachbegriffe aus

dem Unterricht, Lieder und Reime, klei-

ne Geschichten aus Bilderbüchern so-

wie kurze Filme. Die Schüler sind au-

ßerdem zunehmend in der Lage, sich

auf Englisch zu äußern und Fragen auf

WEITERE INFORMATIONEN Stiftung Bildungspakt Bayern: http://bildungspakt-bayern.de/

Englisch zu beantworten, hauptsächlich

zu ihrem Lebensbereich, aber auch mehr

und mehr zu Unterrichtsinhalten.“

Deutsch und Fremdsprache

„Der Modellversuch möchte erproben,

wie man bereits in der Grundschule

Englisch oder Französisch mit dem

Fachunterricht sinnvoll verbinden kann“,

erläutert Staatssekretär Georg Eisen-

reich. „Klar ist: Auch an der ‚Bilingua-

len Grundschule‘ müssen die Kinder

Deutsch lernen.“

Die Erfahrungen an der Grundschule

an der Feldbergstraße zeigen: Die Kin-

der sind in Deutsch genauso gut wie

die Schüler in den anderen Klassen.

„Wir schreiben Jahrgangsstufentests,

an denen alle teilnehmen, und die

Schüler aus der Bilingualen Klasse

haben hier Ergebnisse, die vergleichbar

sind mit denen aus

den anderen Klas-

sen“, bestätigt

Schulleiterin

Claudia Lorenz

.

Zudem besteht für

die Eltern Wahlfrei-

heit: An allen Modell-

schulen gibt es weiterhin reguläre

Klassen.

Positives Fazit

Nach mittlerweile zwei Jahren

kann die Schulleiterin der Grundschule an der Feldberg- straße ein positives Fazit ziehen: „Ins Schulleben bringen sich alle ein – nicht nur die Schüler aus der

bilingualen Klasse. Aber sie berei-

chern natürlich unser Angebot. Wir

haben zum Beispiel einmal eine Schü-

lerzeitung in englischer Sprache ge-

macht, beim Vorlesetag kann man

auch englische Bücher wählen und

wir haben Partnerklassen in North

Carolina, mit denen die Schüler in

Briefkontakt stehen.“

Thank

you!

VIDEO-TIPP Bilinguale Grundschule Video ansehen unter: www.km.bayern.de/gs-bilingual-video

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