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Fortsetzung von Seite 9

männischen Abteilungen seiner

Firma, be( Einkauf, Verkauf,

Rechnungswesen, Fertigungs–

planung, Marktforschung und

Personalverwaltung. Innerbe–

triebliche Seminare sowie ein

Berufsschultag pro Woche sor–

gen für das theoretische Kauf–

mannswissen .

Im dritten Jahr schließlich

spezialisiert sich der angehen–

de Wirtschaftsassistent auf ein

bestimmtes Arbeitsgebiet. Die

Palette reicht von Aufgaben in

der Personalabteilung bis zu

Kosten-Nutzen-Analysen

im

Rechnungswesen.

Daneben

bereiten ihn wirtschaftswissen–

schaftliche Seminare auf die

große Schlußprüfung vor. ln

den ersten beiden Jahren erhal–

ten die Abiturienten rund 700

DM mc:matlich. Im letzten Jahr

steigt die Vergütung bis zu

1800 DM.

Schon in jungen Jahren ar–

beiten Wirtschaftsassistenten

als qualifizierte Sachbearbeiter.

Sie verhandeln mit Vertretern,

führen Preis- und Qualitätsver–

gleiche durch, schreiben Ge–

schäftsbriefe und legen Liefer–

termine mit Speditionsfirmen

fest. Auch im internationalen

Warenverkehr finden sie inter–

essante Aufgaben . Hierfür müs–

sen sie in den Zollbestimmun–

gen ebenso zu Hause sein wie

im Scheck- und Wechselrecht,

im Devisengeschäft oder Versi–

cherungswesen.

Betriebe, die Abiturienten

zum Wirtschaftsassistenten aus–

bilden, sind in der Adressenli–

ste auf Seite 8 aufgeführt.

Eine weitere Speziallaufbahn

für Inhaber des Reifezeugnisses

bietet das Bildungszentrum des

Bayerischen Handels an, näm–

lich die Ausbildung zum

Han–

delsfachwirt.

Sie dauert zwei–

einhalb Jahre.

Zun~khst

muß

der Abiturient mit einem Han–

delsbetrieb seiner Wahl einen

besonderen Ausbildungsvertrag

abschließen . Ihm liegt das

" Modell des berufsintegrierten

Bildungsweges für Abiturienten

im Handel" zugrunde. An ihm

sind heute schon rund 120 Be–

triebe in Bayern beteiligt.

Der erste Ausbildungsab–

schnitt endet nach 18 Monaten

mit der Prüfung zum Kauf–

mannsgehilfen. Neben der Aus–

bildung im Betrieb sorgen Kur–

se in den zwei Bildungszentren

des Bayerischen Handels für

das theoretische Wissen . Der

Unterricht dort umfaßt Fächer

wie Betriebslehre, Verkaufs–

kunde, Buchführung und Wirt–

schaftsrechnen sowie Rechts-

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fragen aus dem Personal- und

Sozialbereich .

Wer die Kaufmannsgehilfen–

prüfung erfolgreich abgelegt

hat, kann den zweiten Ausbil–

dungsabschnitt beginnen . Drei

Seminare von je vierwöchiger

Dauer vermitteln die notwendi–

gen Kenntnisse in Betriebswirt–

schaftslehre und Rechnungswe–

sen.

Sie machen vertraut mit Fra–

gen der Menschenführung so–

wie mit Rechts- und Volkswirt–

schaftslehre. Auch rhetorische

Schulung fehlt nicht. Eine zu–

sätzliche Seminarwoche berei–

tet auf die Prüfung zum Han–

delsfachwirt vor. Wer sie be–

steht, ist sogar berechtigt, Lehr–

linge auszubilden .

Einblick in das Arbeitsfeld

einer Handelsfachwirtin gab

S & W Frau Ott, die heute eine

Filiale von Radio Schütze leitet:

"Ein wichtiger Teil meiner

Arbeit ist das Personalwesen .

Hier muß ich die Urlaubspla–

nung erstellen und Aushilfen

für den Schlußverkauf anfor–

dern . Ich muß ferner dafür sor–

gen, daß möglichst jeder Mitar–

beiter optimal eingesetzt ist. Zu

meinen Aufgaben gehört auch

das Abrechnen der Kasse, die

Mahnung säum iger Zahler, der

Abschluß von Kreditverträgen

sowie die Beratung der Käufer.

Verantwortlich bin ich ferner

für die Angebotspalette bei

Haushaltsgeräten. Ab und zu

besuche ich Fachmessen und

kümmere mich auch um die

Gestaltung der Auslagen . Nicht

zuletzt muß ich die Buchhal–

tung meiner Filiale mit der

Hauptgeschäftsstelle

abstim–

men ."

Abiturienten, die dieser Beruf

interessiert, wenden sich an das

Bildungszentrum des Bayeri–

schen Handels. Die Anschrift

steht auf Seite 7 unten .

Schon seit langem bilden die

großen Kaufhäuser mit ihren

weitverzweigten

Filialnetzen

junge Leute mit Abitur zu

Han–

delsassistenten

aus. Sie stellen

den Nachwuchs für Abteilungs–

leiter. Unter der Bezeichnung

Geschäftsleiter-Assistent, Ver–

kaufsgruppenleiter oder Ge–

schäftsleiter bieten andere Be–

triebe ähnliche Berufswege an.

Bei der Hertie-Waren- und

Kaufhaus GmbH dauert die

Ausbildung zum Handelsassi–

stenten zwei Jahre. Beginn ist

jeweils am 1. September. Gro–

ßes Gewicht legt man auf die

praktische Schulung der Ab–

iturienten. Wei I das Kaufver–

halten der · Kunden in einer

Kleinstadt anders ist als in einer

Fräulein Mechlem (Im Bild

oben rechts) vertritt als

frischgebackene Handels–

asstatentin bereits eine Ab–

tellungslelterln Im Kauf–

haus Hertle. Sie berichtet:

))

Langewei–

le kenne ich

nicht. Meine

Verantwor–

tung reicht

von der Prä–

sentation der

Waren über

den Schluß–

verkauf bis

zur Inven–

tur.

((

Herr Schmidt, Personallei–

ter bei der Hertie Waren–

und Kaufhaus GmbH:

"ln insgesamt zehn Ausbil–

dungsfillalen, verstreut

über das gesamte Bundes–

gebiet, schulen wir Ab–

iturienten für den Beruf

Handelsassistent"