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Politik ist

in"

Daf~

die Mitarbeit in einer

Partei oder einer Bürgerini–

tiative etwas bewirkt, davon

sind rund

80

Prozent aller

Jugend lichen überzeugt. Das

erbrachte eine Emnid-Um–

frage

1976.

Allerdings gilt ihr

politisches Interesse nicht

mehr weltfernen Theorien,

sondern konkreten Proble–

men : der Sorge für die Mit–

menschen, der Bildungsre–

form, der sozialen Gerechtig–

keit, der Gesundheitsvorsor–

ge und dem Umweltschutz.

Ju end mit Tugend

Fragt man junge Leute nach

den Eigenschaften, auf die es

im Leben besonders an–

kommt, dann dokumentieren

die Antworten gesunden

das

Verhältnis

zu

ihren

Eltern

als

gut oder

sehr

gut. Als

Grund nannten sie den Mei–

nungsforschern des

Banner

Fami11enministeriums: Die

El–

tern _

la~sen

ihnen

genügend

personflehe Freiheit. Die Er–

Ziehung

empfinden sie als

"mcht so streng" oder " gar

f11Cht streng". Aber

auch

die

altere Jugend

fühlt sich wohl

zu Hause

(Emnid

1975).

Nur

8

Prozent aller ledigen unter

25

Jahren

verlassen das El–

t~rnhaus

und gründen einen

eigenen Hausstand - bestä–

tigt die Bundesstatistik.

ID·IJiiftl'fti§Jfii,SIIU

Zwar entnimmt d ie Jugend

das Modell für das eigene

leben dem Vorbild der

El–

tern.

Dennoch

wollen nur et–

~a

35

Prozent der Jugend–

lichen

spater einmal genauso

leben Wie die Väter. Ein Wi-

derspruch? Nein. Denn un–

terscheiden möchten s1e s1ch

vorwiegend in Kleidung, Mö–

beln Freizeit, Reisen. Nicht

and~rs

wollen sie

also

sein,

sondern materiell noch bes–

ser leben als ihre Eltern.

Jugend heute ist schwer in

Ordnung.

Den

Vorwurf

Duckmäuser und Spießer"

hat sie nicht verdient. Wir

sollten froh sein, wenn un–

sere Kinder keine Professo–

ren prügeln, keine Institute

besetzen , keine Klassenzim–

mer demolieren, keine Barri–

kaden bauen.

Das ist nämlich ganz

mal.