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Seit Jahren lauscht die

besorgte Nation auf die

Herztöne der Jugend.

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von Meinungsforschern

fu_hren Buch über jeden Pulsschlag.

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Die jungen Leute haben

keine Furcht. laut zu sagen,

was ihnen am Staat und an

der Gesellschaft nicht gefällt.

Die Sorge um ihre Zukunft

macht sie nicht feige. Das In–

stitut für Demoskopie in

Allensbach stellte 1976 die

Frage: ,.Manche Leute sagen,

die jugendlichen trauen sich

heute nicht mehr so, wie noch

vor einigen Jahren, zu kriti–

sieref1 und die eigene Mei–

nung zu sagen, weil sie Angst

haben , sich dadurch die Zu–

kunft zu verderben . Wenn

Sie nach Ihrer eigenen Be–

obachtung gehen: Finden Sie

das auch, oder haben Sie

nicht diesen Eindruck?" Von

den 14- bis 19jährigen ant–

worteten 73 Prozent auf die–

se Frage mit Nein . Sieben

von Hundert hatten keine

Meinung, nur 20 v. H. stimm–

ten zu.

...

und in Bayern erst

recht nicht

Die Angst, sich durch ei–

gene Meinung die Zukunft

zu vermasseln, ist gering. Das

haben die Meinungsforscher

aus Allensbach klar zu Tage

gebracht. Aber der Mut zur

eigenen Meinung i'St in den

deutschen

Landen

unter–

schiedlich entwickelt. Es

ein interessantes Gefälle. ln

Norddeutschland mit Berlin

fühlen sich 25 Prozent der

Befragten nicht frei genug.

ln Nordrhein-Westfalen im

Rhein-Main-Gebiet und in

Südwestdeutschland liegt der

Wert zwischen 18 und -....

Prozent.

Den

geringst.....,

Zwang zur Anpassung emp–

findet die Jugend jedoch in

Bayern. Hier sind nur 15 Pro–

zent der Meinung, daß sich

die Jugendlichen nicht trauen

offen Kritik zu üben.

'

Ja zum Staat

Die Jugend ist mit unse–

rem politischen System ein–

verstanden. Das bestätigen

alle Umfragen. Zwei Drittel bis

drei Viertel halten die west–

deutsche Form der Demo–

kratie für die relativ beste

Staatsform. Sie sind auch be–

reit, diesen Staat zu vertei–

digen. Die Zustimmung ist

in der Altersgruppe der 16-

bis

21 jährigen

besonders

stark. Je höher die Schulbil–

dung, desto lebhafter ist die

Zustimmung. Nur 10 bis 15

Prozent möchten lieber in

emem anderen Land leben.