Table of Contents Table of Contents
Previous Page  11 / 24 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 24 Next Page
Page Background

bis

" Giotzo-

phon", von " Hausaltar" bis

,,Matschauge"

(von engl.

magic eye) - aber mi ssen

möchten die Erwachsenen

ihr Pantoffelkino unter ga r

keinen Umstä nden.

Versuchsfamilien, die sich

gegen Honorar ve rpflichte–

ten, ei ne zeitlangohne Fern–

sehen zu leben, kapitulierten

vor dem Entzugsstreß. Sie

pfiffen aufs Ge ld und sahen

li eber wieder fern. Kann

man's den Kindern ve rargen ,

wenn sie der Verlockung

noch weniger w iderstehen?

ML.Issen Eltern ei n schlech–

tes Gewissen haben, wenn

ihre Kinder gebannt vor der

Mattscheibe sitzen? Stimmt

es etwa ni cht, daß das Fern–

sehen bildet, informiert und

belehrt? Die Kinder kennen

sich heute vi el besser in der

Welt aus - dank Fernsehen.

Das Wunderding bringt alle

Länder der Erde und soga r

den Mond live in das Haus.

Die Kinder sehen vi eles,

was fü r die Schule nützlich

ist. ln der Politik sind sie

weitaus beschlagener als frü–

here Generationen. Wo stark

M undart gesprochen wird,

liefert das Fernsehen stan–

darddeutsche Sprechmodelle,

die in den Aufsatznoten zu

Buche schlagen. Kein Zwei–

fe l: Fernsehen bringt man–

ches Brau chbare in Kinder–

köpfe. Fernsehen erweitert

den Horizont.

Im Fernsehen läuftaberauch

viel M inderwerti ges: Gewalt–

taten, Bruta lität, detailgenaue

Anleitungen zum Bankein–

bruch und zum Raubüberfall ,

die Herstellung der Gerech–

tigkeit durch das Faustrecht.

Wer glaubt im Ernst, daß

Kinder beim Anschauen so l–

cher Sendungen Aggressio–

nen abreagieren? Der Lehrer

jedenfall s, der sich täglich

Weiter auf Seite 12

Drei von vier

Kindern sehen

täglich fern.

TV erzieht mit

-

ob es Ettern

paßt oder nicht.

Ist Fernsehen

eine Schule des

Wissens?

Oder der Gewalt?

Macht es Kinder

schul-müde?

Eines ist sicher:

Unkontrollierter

Konsum schadet.

11