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Jobben? Trampen?

S

echs Wochen Ferien - der

große Freizeittraum unse–

rer Schüler w ird in weni–

gen Wochen wieder einmal

wahr. Für Kinder beginnt eine

kleine Ewigkeit : kein Ende in

Sicht.

Viele Kinder-Sätze begin–

nen j etzt so : " Da tu' ich

dann . .. " Besorgte Eitern, die

im Zeugnis Noten entdecken

müssen, die nicht mehr mit

" ausreichend " zu übersetzen

sind, ergänzen diese Ferien–

pläne häufig mit Sätzen, die

so beginnen: " Du wirst erst

mal ganz schön über deine

Bücher .. ."

Die Summe beider Ankün–

digungen ergibt ein zu großes

Programm : Büffeln, Jobben,

Trampen. Dazu viele Eintags–

wünsche : der Fernseh-Mitter–

nachts-Krimi, die Nachtvor–

stellung im Kino, Tanz im

Beatschuppen.

Abschalten,

ausspannen,

davon ist nur selten die Rede.

Genau das aber sollen die

großen Ferien bringen, allen

Schülern, von der Grundschu–

le bis zur Abiturklasse.

Seit langem ist es medizi–

nisch gesichert, daß sich der

Körper erst innerhalb von

14 Tagen au f Erholung um–

stellt. Danach sollte in jedem

Falle weitere Erholung von

8 bis 14 Tagen folgen.

Ausspannen zu Hause oder

auf einer Ferienreise: setzen

Sie dafür wenigstens drei Wo–

chen an, bei Kindern unter

zehn Jahren vier bis fünf.

Sollen Schüler in den Ferien

auch lernen? Wenn überhaupt,

dann nach einer genügend

langen Erholungspause. ln

Büffeln sollte es nie ausarten.

Eine Lerneinheit für ein

Fach soll pro Tag 20 Minuten

nicht übersteigen. Danach

wird nur Zeit " abgesessen".

Verlangen Sie von Ihrem Kind

nur in den Fächern, in denen

es wirklich hapert, Ferien–

arbeit.

Wichtig ist, daß Sie die klei–

nen Schritte am selben Tag

kurz überprüfen. Ein kleines,

lob kann nie schaden. Häu–

fige kurze Wiederholungen

BiHe umbläHern