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~-

Berufsschui·Report

E

ltern können aufatmen. Es

ist jetzt keine Tragödie

mehr, wenn der Sohn mit

sechzehn das Gymnasium

nicht mehr schafft, wenn die

Tochter, die Lehrerin hätte

werden sollen, nur die "Mitt–

lere Reife" erreicht hat. ln

Bayern wird es künftig immer

mehr Diplomingenieure, Phy–

siker, Chemiker, Ärzte geben,

die nie ein Gymnasium von

innen gesehen haben.

Das ist keine Zukunftsmu–

sik. Chancen, wie nie zuvor,

eröffnen sich unseren Volks–

schülern, besonders dann,

wenn sie nach der 9. Klasse

den qualifizierenden Abschluß

machen.

Auch Gymnasiasten und

Realschüler, die ihr Klassen–

ziel nicht oder nur sehr müh–

sam erreichen, müssen des–

wegen keine Familientragö–

dien mehr auslösen. Sie kön–

nen umsteigen und auf neuen,

erfolgversprechenden

Bil–

dungswegen trotzdem ihr Ziel

erreichen.

Lesen Sie diese Zeilen mit

ungläubigem Erstaunen? Reizt

Sie das gar zu einem " das

gibt' s doch gar nicht" ?

Dann wissen Sie noch nichts

von der Chancengleichheit

zwischen Gymnasiasten und

Berufsschülern, von den neu

geschaffenen Wegen im be–

ruflichen Schulwesen Bayerns,

auf denen man jetzt die glei–

chen akademischen Berufe er–

reicht, wie sie bisher nur

Gymnasiasten offenstanden.

Diese Schulnamen sollten

Sie sich merken als Sprossen

auf der Leiter zum Aufstieg

Ihrer Kinder:

Berufsschule (BSch)

Berufsaufbauschule (BAS)

Fachschule (FS)

Berufsoberschule (BOS)

Fachoberschule (FOS)

Fachakademie (FAK)

Fachhochschule (FH).

Bereits heute gibt es in Bay–

ern über 200 Fachschulen,

über 100 Berufsfachschulen,

15 Berufsoberschulen und

123 Berufsaufbauschulen. (Le–

sen Sie bitte dazu ab Seite

15 : die 5000 Schulbeispiele

Bayerns.)

Wer auf diesem Wege zur

Hochschule will, muß nicht

alle hier genannten Schulen

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