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~-RATGEBER

• bringen mehr Erfolg als

totale Lerntage.

Richten Sie sich auch nach

dem Wetter. Es ist unsinnig,

zum Lernen zwingen zu wol–

len, wenn das Thermometer

30 Grad zeigt. Kinder sind

dann je nach Alter am Spiel–

platz, im Garten oder im

Schwimmbad besser aufgeho–

ben.

Denn das brauchen sie zu–

allererst, um im neuen Schul–

jahr wieder leistungsfähig zu

sein: frische Luft und viel Be–

wegung.

Manche Eltern wollen mit

Hilfe von Paukstudios oder'

Nachhilfelehrern im Haus ein

ganzes Schuljahr in den Ferien

aufarbeiten lassen. Diese Me–

thode ist fast immer erfolglos,

vor allem dann, wenn im Sep–

tember eine Nachholprüfung

ansteht.

Beim Kandidaten frißt sich

der Gedanke fest: "Ich muß

so viel arbeiten, damit ich' s

ja schaffe." ln der Stunde der

Wahrheit, bei der Prüfung, ist

dann alles weg. Der Prüfling

versagt: Prüfungspsychose.

Für Schüler, die das Klas–

senziel nicht geschafft haben,

ein besonderer Tip : War es

beispielsweise die achte Klas–

se, so ist es falsch, in den Fe–

rien den Stoff dieses Schul–

jahres zu wiederholen. Er wird

ab 13. September sowieso er–

neut in der Schule angeboten.

Das Mangelhaft oder Un–

genügend im Zeugnis rührt

meist daher, daß Lücken aus

den Vorklassen bestehen.

Wiederholschüler sollten sich

daher die Bücher dieser Vor–

klasse besorgen. ln dem hier

gewählten Beispiel ist es rich–

tig, den Stoff der 7. Klasse zu

wiederholen.

Kommt auch Ihr Sohn, Ihre

Tochter auf Sie zu: "Ich wi II

einen Ferien-Job"?

Sagen Sie nicht grundsätz–

lich nein. Es schadet nicht,

wenn Jugendliche, die noch

10

jahrelang die Schulbank drük–

ken müssen, einen Blick in die

Arbeitswelt tun.

Achten Sie aber darauf: Un–

ter vollendetem 15. Lebens–

jahr geht gar nichts. Das

Jugend-Arbeitsschutz-Gesetz

verlangt das. Die meisten Fir–

men nehmen Ferien-Aushe.l–

fer erst an, wenn sie 18 Jahre

alt sind.

Erkundigen Sie sich selbst,

ob Ihr Junghilfsarbeiter ord–

nungsgemäß versichert ist.

Die Steuerkarte, die verlangt

wird, braucht Sie nicht zu

· schrecken. Steuern für Ferien–

arbeit werden vom Finanzamt

voll zurückerstattet.

Auch das sollten Sie beden–

ken: Jobs in stickigen Büros,

in muffigen Lagerkellern oder

Packräumen taugen nichts für

Schüler.

Ferien-Jobber gehören an

die Luft: in eine Gärtnerei,

auf einen Bauernhof. Selbst

eine Kleinbaustelle ist besser

als eine Fabrikhalle. Auch

dann, wenn das weniger Lohn

bringt. Wenn Sie es sich lei–

sten können, ist es besser,

eine Prämie für Erfolge in der

Schule draufzulegen.

Noch ein Wort zum Tram–

pen. Auch das ist zuallererst

ein Sicherheitsrisiko. Auto–

stop, Unfälle, Überfälle- auch

Ihr Globetrotter setzt sich Ge–

fahren aus.

Ringen Sie sich dennoch ein

Ja für Ihre fast schon erwach–

senen Buben oder Mädchen

ab, vergessen Sie zweierlei

nicht: Bietet lhfe Kranken–

kasse ausreichend Auslands–

schutz? Notfalls eine Zusatz–

versicherung

abschließen!

Und geben Sie Ihrem Tramp

Geld mit oder einen eigenen

Reisescheck.

Die Rückfahrt mit dem Zug

kann unvermeidlich werden.

Manche haben es wirklich ge–

schafft, Kap Hoorn oder ln–

dien zu erreichen . Solche

Weltreisen geraten immer zu

unsinnigen Torturen, es sei

denn, Sie können einen Flug

spendieren .

Sprechen Sie mit Ihrem

Tramp ein vernünftiges Ziel

in Europa ab. Verlangen Sie,

daß er dort Badeurlaub macht.

Ein letzter Tip : Lernen, Ar–

beiten und Trampen, von al–

lem ein bißchen in sechs Wo–

chen? Das geht nicht. Ent–

scheiden Sie sich für eines. Es

ist in jedem Fall genug.

e

Alle reden vom neuen Bayeri–

schen Hochschulgesetz. Dafür

oder dagegen. Worum geht es?

SCHULE

&

WIR beleuchtet

strittige Punkte des Regie–

rungsentwurfes, den der Land–

tag in diesen Tagen berät.

D

en Reformvorstellungen

der bayerischen Staatsre–

gierung steht im Landtag

ein Entwurf der SPD gegen–

über. Obwohl die Parteien in

einzelnen Punkten unter–

schiedliche Auffassungen ver–

treten, ·sind sie sich über das

Ziel einig: Die umfassende

Hochschulreform ist dringend

notwendig.

Aber: "Eine Reform, die

nicht weh tut, ist keine Re–

form ." Das sagte Kultusmini–

ster Professor Hans Maier.

Sein Wort ist gegen die Ra–

bauken und Bummel-Studen–

ten gerichtet, die denjenigen

Studenten die Plätze wegneh–

men, die gerne lernen und ar–

beiten wollen. Es ist im Inter–

esse der vielen Studenten ge–

sprochen, die wirklich Verbes–

serungen des Studienbetrie–

bes wünschen .

Im Zeichen

derroten

Fahnen:

Protest–

märsche,

Aktions–

wochen,

Türen ein–

schlagen,

Einrichtun–

genbe–

schädigen,

Wände

be–

schmieren