Schule & Wir 4|14 - page 7

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fragen. Umgekehrt wird sich der Unterricht
bemühen, auch andere Sichtweisen zu würdi-
gen, denn das entspricht schon evangelischer
Offenheit und Freiheit. Und es gibt ja auch
nicht nur die eine evangelische Position", so
Görnitz-Rückert. In Bezug auf andere
Weltanschauungen ist dem Experten
wichtig, dass Schüler die-
sen angemessen begegnen.
„Das besondere am Religi-
onsunterricht ist, dass die Sinnfrage
schwerpunktmäßig als Frage nach
Gott reflektiert wird und die Schüler
immer wieder neu ermutigt werden, vom
Kern des christlichen Glaubens, vom Evangelium
her, Perspektiven für die eigene Orientierung zu
entwickeln“, erläutert der Lehrer.
Weihnachten: Brückenschlag zur
Spiritualität von Kirche und Familie
Stefan aus der 8. Klasse einer Coburger Real-
schule geht es in der Weihnachtszeit nicht um
Geschenke: Es naht die Zeit, in der sich seine ge-
trennt lebenden Eltern wieder treffen und in
der er mehrere Tage mit seiner Verwandt-
schaft verbringen wird. Seine Mitschü-
lerin Hannah denkt dagegen nur an Ge-
schenke. Grund genug, im Unterricht
zu fragen: Was hat das Weihnachtsfest
mit Jesus zu tun? Was bedeutet es für
dich und deine Familie? Hier bietet der
Religionsunterricht Möglichkeiten auf Kinder
wie Stefan und Hannah einzugehen.
Für Franz Hertle, Seminarlehrer für Katholi-
sche Religionslehre, ist dabei der Festkalender,
Wie finde ich den
richtigen Lebensweg?
Franz
Hertle
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Schule & Wir
Titel
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