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Ringbuch Inklusion zum Nachschlagen, Teil B, Stand Juli 2015

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nutzen. Dies sind Mikrofonanlagen, die aus einem oder mehreren drahtlosen

Mikrofonen, der dazu gehörenden Empfangsanlage sowie einem

Antennensystem bestehen. Von der Lehrkraft oder Mitschülern in ein Mikrofon

gesprochene Beiträge werden dabei in der Regel über einen integrierten

Empfänger unmittelbar auf das Hörgerät des Schülers mit Hörbeeinträchtigung

übertragen. Siehe dazu Ziff. 1.4.2

1.3.4 Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Zur Barrierefreiheit s.o. Ziff. 1.2.1

Neben einer behindertengerechten Toilette können ggf. ein Pflegeraum und eine

Dusche notwendig sein.

Die Ausstattung des Schülers mit behindertengerechten Hilfsmitteln im Bereich

Mobilität und Kommunikation (vgl. technische Hilfsmittel) ist – je nach Einzelfall -

Aufgabe der Krankenkassen bzw. der Träger der Eingliederungshilfe.

Die ELECOK-Beratungsstellen

http://www.elecok.de/index.php?option=com_wrapper&view=wrapper&Itemid=27

bieten Informationen zur sog. Unterstützten Kommunikation, d.h. der

Unterstützung oder Ermöglichung von Kommunikation mit (technischen)

Hilfsmitteln für nichtsprechende oder schwer verständliche Schüler mit den

Förderschwerpunkten geistige und/oder körperliche und motorische Entwicklung.

1.3.5 Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Ähnlich dem Förderschwerpunkt Lernen profitieren Schüler mit

Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besonders von handlungsorientierten

Unterrichtsangeboten und Lernmaterialien. Ein hoher Grad an Anschaulichkeit

über Bildkarten und Symbole ermöglicht ihnen eine lernwirksame Teilnahme am

Unterricht sowie eine Orientierung im Schulalltag und Schulgelände. Für den

nicht kommerziellen Gebrauch steht eine Fülle von kostenfreien Materialien zur

Veranschaulichung zur Verfügung. Lebenspraktische Förderung und

Selbständigkeitserziehung als wesentliche Zielsetzungen bei der Förderung von

Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf geistige Entwicklung können in die

allgemeinen Abläufe des Schulalltages integriert werden und erfordern in der

Regel keine gesonderte Ausstattung.

1.4

Leistungen der Rehabilitationsträger

1.4.1 Leistungspflicht der Krankenversicherung

Nach § 33 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch – SGB V (Gesetzliche

Krankenversicherung) haben Versicherte Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen,

Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall

erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern (1. Variante),

einer drohenden Behinderung vorzubeugen (2. Variante) oder eine Behinderung