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7.2.3Partnerklassen

Eine Klasse der Förderschule oder der allgemeinen Schule kooperiert mit einer Klasse der

jeweils anderen Schulart. Darin sind Formen des gemeinsamen, regelmäßig lernzieldifferen-

ten Unterrichts enthalten.

Partnerklassen bedürfen der engen Abstimmung zwischen der Förderschule und der jeweili-

gen Grundschule bzw. Mittelschule. Sie können

im Rahmen der vorhandenen Ressourcen

eingerichtet werden.

7.2.4Schulen mit dem Schulprofil Inklusion

An Schulen mit mindestens 10 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, denen das

Schulprofil Inklusion zuerkannt wurde, wird als ganzjährige personelle Unterstützung eine

Lehrkraft für Sonderpädagogik im Umfang von mindestens 13 Lehrerstunden abgeordnet.

Bis zu 10 zusätzliche Lehrerstunden werden zudem aus dem Budget der Grund- und Mittel-

schulen zugewiesen.

Erfolgte an der Schule bereits zuvor eine Unterstützung durch den Mobilen Sonderpädagogi-

schen Dienst (MSD), insbesondere im Rahmen von Kooperationsklassen und des sog. „Al-

ternativen schulischen Angebotes“, so bleibt diese Unterstützung grundsätzlich auch bei der

Vergabe des Schulprofils „Inklusion“ erhalten. Die Unterstützung durch eine Lehrkraft der

Förderschule erfolgt dann in organisatorischer Hinsicht allerdings nicht mehr als MSD, son-

dern im Wege der Abordnung, die eine tatsächliche Einbindung dieser Lehrkraft in das Kol-

legium der allgemeinen Schule ermöglicht.

Werden einzelne Förderschwerpunkte durch die vor Ort in der Profilschule tätige Lehrkraft

für Sonderpädagogik fachlich nicht abgedeckt, kann der MSD mit der entsprechenden Fach-

richtung hinzugezogen werden.

7.2.5Klassen mit festem Lehrertandem

In Klassen mit ca. 7 Schülern mit sehr hohem sonderpädagogischem Förderbedarf und

Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf kann in Schulen mit dem Schulprofil „In-

klusion“ im gemeinsamen Unterricht durch eine Lehrkraft der allgemeinen Schule und eine

Lehrkraft für Sonderpädagogik unterrichtet werden (Art. 30b Abs. 5 Satz 1 BayEUG).

Für eine Klasse mit festem Lehrertandem gilt eine Höchstschülerzahl von 25 Schülern.

Für Klassen mit festem Lehrertandem können Pflegekräfte gruppenbezogen als schulisches

Personal gestellt werden. Eine solche Gruppe an pflegebedürftigen Schülern setzt als Min-

destmaß drei Schülerinnen oder Schüler mit Pflegebedarf voraus. Dafür ist der Beschäfti-