International Junior Science Olympiade: Deutsche Schüler holen sechs Medaillen in Durban

Die Deutsche Schülerdelegation der IJSO (von links nach rechts): Michael Sonner, Marcel Horning, Georg Berger (hinten), Paul Fadler, Anne Omlor, Vincent Grande (vorne)
Die Deutsche Schülerdelegation der IJSO (von links nach rechts): Michael Sonner, Marcel Horning, Georg Berger (hinten), Paul Fadler, Anne Omlor, Vincent Grande (vorne)

Diese Woche kehrte das IJSO-Nationalteam mit sechs Medaillen im Gepäck aus Durban, Südafrika zurück. Mit einer Gold-, einer Silber- und vier Bronzemedaillen belegte das deutsche Team - mit einem Schüler aus Bayern - im Medaillen- spiegel einen beachtlichen 9. Platz. Denn: Die Konkurrenz vor allem aus den asiatischen Ländern ist sehr stark. 

In der Einzelwertung belegte Michael Sonner mit Rang 8 unter 230 teilnehmenden Jugendlichen aus 40 Nationen einen herausragenden Platz auf internationalem Parkett. „Wir sind beeindruckt von der warmen Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der wir in Durban von unseren Gastgebern aufgenommen wurden und freuen uns über die Erfolge unseres Teams. Für Georg Berger, Paul Fadler, Vincent Grande, Marcel Horning, Anne Omlor und Michael Sonner war es ein einmaliges Erlebnis, von dem sie bestimmt noch lange schwärmen werden“, sagt Dr. Heide Peters, Leiterin des bundesweiten Schülerwettbewerbs vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel.

Die sechs erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler, die im Oktober beim Bundesfinale in Göttingen ein Ticket für die „8th International Junior Science Olympiade“ ergattert hatten, starteten am 30. November begleitet von vier Betreuern vom Münchener Flughafen Richtung Süden. Nach einer langen Anreise trafen sie in Durban auf etwa 230 Jugendliche unter 15 Jahren aus 40 verschiedenen Nationen.

In der Abschlusszeremonie brachte die Bildungsministerin von Südafrika ihre starke Hoffnung und Zuversicht zum Ausdruck, dass diese nachwachsende Generation von hellen Köpfen im Feld der Naturwissenschaften einen wesentlichen Beitrag leisten könnten, die globalen Probleme zu lösen, die gegenwärtig auf dem Weltklimagipfel diskutiert werden. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von dem internationalen Flair. Während der gemeinsamen 12 Tage in Durban wurden zahlreiche freundschaftliche Bande über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg geknüpft.

Logo der IJSO: Der internationale Wettbewerb fördert junge Spitzentalente
Logo der IJSO: Der internationale Wettbewerb fördert junge Spitzentalente

Die 14- und 15-Jährigen waren daneben aber auch stark gefordert: In drei umfangreichen Tests zeigten sie ihre ausgezeichneten Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Biologie, Chemie und Physik. In zwei Prüfungen mussten sie komplexe theoretische Aufgaben lösen. Die dritte Prüfung fand im Labor des Westville Campus der Universität KwaZulu Natal statt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Können im Experimentieren zeigen. Die Experimente drehten sich rund um das Thema „Erneuerbare Energien“.

Zur Entspannung wurden für die Schülerinnen und Schüler Ausflüge in das Tala Game Reserve und zur uShaka Marine World organisiert. Alle waren begeistert, Tiere wie Zebras, Gnus, Nashörner und Flusspferde in ihrem natürlichen Lebensraum aus nächster Nähe beobachten zu können. Pflichtprogramm war selbstverständlich auch die Besichtigung des Moses Mabhida Stadiums, das für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika neu errichtet wurde. Alle staunten über die kühne Architektur, fuhren mit dem Cablecar auf den Scheitelpunkt des Bogens und genossen den fantastischen Blick über Durban bis zu den kleinen Drakensbergen am Horizont. Die Gastgeber scheuten keine Mühe, den jungen Menschen ihr Land Südafrika in seinen Besonderheiten nahe zu bringen. Alle waren beeindruckt von der herzlichen Offenheit, die uns vor Ort entgegengebracht wurde.

Die internationalen Preisträgerinnen und Preisträger 2011:

  • Michael Sonner, Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg (Goldmedaille, Rang 8)
  • Anne Omlor, Gymnasium am Krebsberg Neunkirchen, Saarland (Silbermedaille, Rang 25)
  • Paul Fadler, Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim, Bayern (Bronzemedaille)
  • Vincent Grande, Wilhelm-Ostwald-Schule Leipzig, Sachsen (Bronzemedaille)
  • Georg Berger, Werner-Heisenberg-Gymnasium Leverkusen, Nordrhein-Westfalen (Bronzemedaille)
  • Marcel Horning, Gymnasium Karlsbad, Baden-Württemberg (Bronzemedaille)

Weitere Informationen zur JuniorScienceOlympiade (IJSO)

Die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) fand zum ersten Mal 2004 in Jakarta statt. Damit ist die IJSO das jüngste Mitglied im Kreis der ScienceOlympiaden.
Die (IJSO) verfolgt insgesamt das Ziel, noch mehr junge Spitzentalente in den Naturwissenschaften zu entdecken und die Jugendlichen frühzeitig mit attraktiven Angeboten in ihrem weiteren Werdegang zu unterstützen. Der Weg ins deutsche IJSO-Nationalteam führt seit 2008 ähnlich wie bei den großen Schwestern Biologie-, Chemie- und Physikolympiade IBO, IChO und IPhO über einen vierstufigen nationalen Auswahlwettbewerb. Als Juniorolympiade wendet sie sich an Schülerinnen und Schüler, die höchstens fünfzehn Jahre alt sind. Für die IJSO werden 'Allrounder' gesucht, die sich fächerübergreifend für Fragestellungen aus Biologie, Chemie und Physik interessieren. Beim Wettstreit um die Olympischen Medaillen sind nicht ausschließlich Einzelleistungen bei der Lösung theoretischer Aufgabenstellungen gefragt. Teamarbeit und fächerübergreifendes Problemlösen sind beim Experimentieren im Labor ein wesentliches Element des Schülerwettbewerbs.

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