Modellversuch Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler wird ausgebaut

Kinder und Jugendiche mit Rechenschwäche haben besondere Probleme damit, mathematische Strukturen und Prinzipien zu erkennen oder ein Verständnis für Zahlen und Rechenoperationen aufzubauen
Kinder und Jugendiche mit Rechenschwäche haben besondere Probleme damit, mathematische Strukturen und Prinzipien zu erkennen oder ein Verständnis für Zahlen und Rechenoperationen aufzubauen

Weiterer Ausbau der Fördermöglichkeiten: Ein neuer Modellversuch zur nachhaltigen Förderung von rechenschwachen Schülerinnen und Schülern in der 5. und 6. Jahrgangsstufe an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien wurde nun gestartet.

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz
Kultusstaatssekretärin Anna Stolz

Von einfachen Rechenspielen bis zum großen Einmaleins: Im Mathematikunterricht der Grundschule machen sich die Schülerinnen und Schüler mit den wichtigsten Rechenarten vertraut und tauchen zum vielleicht ersten Mal ein in die spannende Welt der Zahlen. Trotz aller Begeisterung kann es dabei immer wieder vorkommen, dass einzelne Kinder besondere Probleme beim Rechnenlernen zeigen. Es fällt ihnen beispielsweise schwer, mathematische Strukturen und Prinzipien zu erkennen oder ein Verständnis für Zahlen, Rechenoperationen und -strategien aufzubauen. Bereits seit längerem bietet das Staatsministerium in solchen Fällen ein umfangreiches und differenziertes Beratungs- und Unterstützungsangebot, das sich an den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert. Mehr Informationen hierzu finden sich hier.

„Diese Bemühungen möchten wir nun noch weiter ausbauen und auch explizit die weiterführenden Schulen mit einbeziehen, denn die gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Rechenschwäche endet nicht mit der vierten Klasse“, erläutert Kultusstaatssekretärin Anna Stolz, die das Startsignal für den neuen Modellversuch zur nachhaltigen Förderung von rechenschwachen Schülerinnen und Schülern in der 5. und 6. Jahrgangsstufe an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien gab.

Die Staatssekretärin weiter: „Mir liegt dieses Thema sehr am Herzen, denn es ist unser Ziel, nicht nur betroffene Grundschülerinnen und Grundschüler optimal zu unterstützen, sondern sie dann auch auf ihrem Weg an den weiterführenden Schulen zu begleiten. Der Modellversuch ist hier der erste Schritt und die Botschaft ist klar: Wenn jemand Schwierigkeiten in der Schule hat, sind wir da und helfen – ganz gleich in welcher Jahrgangsstufe.“

Der neue Modellversuch bezieht sich auf die Jahrgangsstufen 5 und 6 und startet mit 20 teilnehmenden Schulen aus allen Teilen Frankens. Die wissenschaftliche Begleitung und Gestaltung des Modellversuchs erfolgt durch Herrn Prof. Dr. Volker Ulm (Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Bayreuth) und Projektkoordinatorin Frau Dr. Annalisa Steinecke (Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik der Universität Bayreuth). Der Modellversuch beginnt mit einer umfassenden Fortbildungsreihe für die teilnehmenden Lehrkräfte und mündet ab Februar 2022 in die konkrete Umsetzung an den Schulen.

Am Modellversuch teilnehmende Schulen:

  • E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg
  • Frankenwald-Gymnasium Kronach
  • Frieden-Mittelschule Schweinfurt
  • Georg-Hartmann-Realschule Forchheim
  • Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth
  • Gymnasium Ernestinum Coburg
  • Johannes-Kepler-Realschule Bayreuth II
  • Luitpoldschule Ansbach Mittelschule West
  • Mittelschule Baiersdorf
  • Mittelschule Fürth, Kiderlinstraße
  • Mittelschule Hilpoltstein
  • Mittelschule Hösbach
  • Mittelschule Kitzingen-Siedlung
  • Mittelschule Nürnberg, Hummelsteiner Weg
  • Pestalozzi-Mittelschule Würzburg
  • Schiller-Gymnasium Hof
  • Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel
  • Sinntalschule Wildflecken – Mittelschule
  • Staatliche Realschule Bad Staffelstein
  • Staatliche Realschule Marktredwitz

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