Schulstart 2021/2022 Schulweghelfer und Schülerlotsen sichern Schulweg

Staatsminister Dr. Florian Herrmann betätigt sich bei einem Ortstermin zum Schuljahresbeginn 2021/22 an der Grundschule an der Münchner Flurstraße als Schulweghelfer
Staatsminister Dr. Florian Herrmann betätigt sich bei einem Ortstermin zum Schuljahresbeginn 2021/22 an der Grundschule an der Münchner Flurstraße als Schulweghelfer

Mehr als 1,6 Millionen Kinder und Jugendliche in Bayern starten in das neue Schuljahr 2021/2022. Über 27.000 Schulweghelfer und Schülerlotsen im Freistaat tragen dazu bei, den Weg zur Schule für die Mädchen und Jungen sicher zu gestalten.

Rund 121.000 Kinder besuchen in Bayern im Schuljahr 2021/2022 als ABC-Schützen die Jahrgangsstufe 1. Neu sind für sie nicht nur die Unterrichtsfächer, Hausaufgaben, Klassengemeinschaften und Tagesabläufe, sondern auch der tägliche Schulweg und die damit verbundenen Risiken. Wie bereits in den Vorjahren steht der Schuljahresanfang deshalb auch in diesem Jahr besonders im Zeichen der Schulwegsicherheit.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Welche wichtige Rolle dabei den rund 27.000 ehrenamtlichen Schulwegdiensten zukommt, machen Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann zum Schulstart deutlich.

Kultusminister Michael Piazolo hebt hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit zum Schutz der Schulkinder ist: „Als Gesellschaft müssen wir alles tun, um unsere Kinder zu schützen! Ich danke allen, die sich hier seit Jahren höchst engagiert und im Rahmen sehr vielfältiger Initiativen einsetzen und ihren Beitrag leisten! Wir haben die Verkehrserziehung an allen Schularten als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel verankert, damit die Kinder und Jugendlichen alle notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten erwerben, sich im Straßenverkehr verantwortungsbewusst und umsichtig zu bewegen.“

Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Leiter der Staatskanzlei und Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, unterstreicht: „Sicherheit hat immer Vorfahrt. Wir wollen unseren Kindern zeigen, wie sie sich verantwortungsvoll und sicher im Straßenverkehr bewegen können. Die vielen Schulweghelfer und Schülerlotsen leisten dafür einen wichtigen Beitrag. Insgesamt sorgen in ganz Bayern 27.000 Ehrenamtliche für größtmögliche Sicherheit auf dem Schulweg. Jeder einzelne wird dringend gebraucht. Herzlichen Dank für dieses Engagement bei jeder Witterung!“

„Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ engagieren sich zahlreiche Partner, die das gemeinsame Ziel eint, die Schulwege für alle rund 1,64 Mio. Schülerinnen und Schüler in Bayern sicher zu gestalten“, betont Wolfgang Prestele, Geschäftsführer und Sprecher der Gemeinschaftsaktion. „Nur durch den langjährigen und vielfältigen Einsatz unserer Aktionsträger kann eine nachhaltige Verbesserung der Schulwegsicherheit gelingen.“

So stattet etwa die AOK Bayern alle Erstklässlerinnen und Erstklässler im Freistaat mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen in Warnfarben aus, um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr gerade auch bei Dunkelheit zu erhöhen und Unfälle so zu vermeiden. Bei einem Ortstermin erhielt die Grundschule an der Flurstraße in München ihre Sicherheitswesten von der Vorstandsvorsitzenden der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler. „Gerade Erstklässler brauchen in den ersten Wochen und Monaten Unterstützung, um sich an den neuen Schulweg zu gewöhnen“, so Irmgard Stippler. „Kinder achten nicht immer auf den fahrenden Verkehr und überqueren auch mal überraschend die Straße. Mit unseren reflektierenden Sicherheitsüberwürfen wollen wir den Schulweg gerade für die kleinsten und schwächsten Teilnehmer am Straßenverkehr sicherer machen und damit die Zahl der Schulwegunfälle weiter senken.“ Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen zeigte bei dem Ortstermin außerdem technische Möglichkeiten, den Schulweg sicherer zu gestalten und präsentierte einen Schulbus mit neuem Abbiegeassistenzsystem.

Dass Schulwegsicherheit ein Thema ist, das alle am Straßenverkehr Beteiligten angeht, verdeutlichte auch Peter Starnecker, Präsident der Landesverkehrswacht Bayern, mit einem Appell: „Wie sicher Kinder im Grundschulalter unterwegs sind, hängt ab von ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand. Die Kinder in der ersten Klasse sehen anders als Erwachsene, hören anders als Erwachsene und vor allem nehmen sie Gefahren im Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie erkennen eine gefährliche Situation erst, wenn sie eingetreten ist. Zeit zum Handeln bleibt kaum mehr. Wir rufen daher alle am Verkehr Teilnehmenden zum Schulbeginn auf: Achten Sie im Umfeld von Kindergärten und Schulen auf Kinder und reduzieren Sie rechtzeitig die Geschwindigkeit!“

An die ABC-Schützen richtete Kultusminister Michael Piazolo zum Unterrichtsbeginn den Appell: „Seid auf eurem Schulweg bitte immer aufmerksam und achtet auf mögliche Gefahren. Wenn ihr nicht ganz sicher seid, ob man euch gesehen hat, bleibt lieber einmal öfter stehen!“

Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler (li.), sowie Staatsminister Dr. Florian Herrmann (re.) übergeben Warnwesten an Grundschülerinnen und -schüler der Grundschule an der Flurstraße in München
Die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler (li.), sowie Staatsminister Dr. Florian Herrmann (re.) übergeben Warnwesten an Grundschülerinnen und -schüler der Grundschule an der Flurstraße in München

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