Unitag: Erfolgreiches Projekt für begabte Schüler wird ausgeweitet

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit allen Teilnehmern an der LMU München
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit allen Teilnehmern an der LMU München

Das Projekt Unitag gibt besonders begabten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die Möglichkeit, an einem Tag in der Woche eine Universität zu besuchen. Die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg hatten dazu besondere Kurse angeboten. Ab dem kommenden Semester wird das Projekt auf sieben Unis in Bayern ausgebaut.

Kultusminister Spaenle zeichnet einen Schüler des Projekts Unitag aus
Kultusminister Spaenle zeichnet einen Schüler des Projekts Unitag aus

Das Bayerische Kultusministerium verstärkt die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler in den jüngsten Jahren kontinuierlich. Zum kommenden Schuljahr wird das Projekt Unitag von derzeit zwei auf fünf weitere Universitäten ausgeweitet. Die Grund- lage für diese Entscheidung bilden die guten Erfahrungen des Modellversuchs an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

In München wurde die Pilotphase des Unitags nun mit einer Abschlussveranstaltung beendet, in Würzburg ging der erste Durchgang bereits am 15. Juli zu Ende. Im kommenden Schuljahr werden auch die Universitäten Bamberg und Bayreuth, die TU München, die Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Augsburg hochbegabten Schülerinnen und Schülern aus dem jeweiligen Regierungsbezirk spezielle Angebote unterbreiten. Außerdem hatte das Kultusministerium in den vergangenen zwei Jahren in jedem Regierungsbezirk Hochbegabtenklassen und Ferienseminare eingerichtet.

Unitage sollen künftig an sieben bayerischen Unis stattfinden
Unitage sollen künftig an sieben bayerischen Unis stattfinden

"Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler fand dieses Angebot eines studium generale im Kleinen sehr gut", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, "dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe einen Einblick in unterschiedliche Fachrichtungen. Sie können sich bei ihrer Studien- und Berufswahl daran orientieren." Die Teilnehmer lernen auch das wissenschaftliche Arbeiten kennen und können sich an der LMU sogar ihre Leistungen in einem späteren Studium anrechnen lassen.

Pro Universität nahmen in der Erprobungsphase jeweils etwa  25 sehr begabte Schülerinnen und Schüler aus mehreren Gymnasien teil. Dazu wurden sie von ihren Schulen einen Tag pro Woche vom Unterricht freigestellt. So konnten sie besondere Lehrveranstaltungen besuchen. Die Reaktion der Schülerinnen und Schüler war sehr gut. In Unterfranken hatten 93 Prozent das Angebot des Unitags als sehr gut eingestuft, 85 Prozent hatten die Betreuung durch die Hochschuldozenten als gut und sehr gut erlebt. Der Besuch der Hochschulveranstaltungen bereitete den Teilnehmern keine schulischen Probleme, die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler hielt ihn mit dem Schulalltag sogar für gut vereinbar.

Hochbegabtenklassen und besondere Ferienseminare

Eine gezielte Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler erfolgt an Gymnasien auch in speziellen "Hochbegabtenklassen" an den Standorten München, Würzburg, Nürnberg, Gauting, Augsburg, Bayreuth, Deggendorf und Weiden. In jedem Aufsichtsbezirk der Ministerialbeauftragten für Gymnasien werden jährlich eigens Ferienseminare für besonders begabte und vielseitig interessierte Schülerinnen und Schüler abgehalten.

"Es ist wichtig, dass wir spezielle Förderangebote sowohl den leistungsschwächeren wie auch den leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern zuteil werden lassen. Nur so können wir den unterschiedlichen Begabungen gerecht werden", so Kultusminister Spaenle.

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