200 Jahre Verfassung in Bayern Schüler erkunden Spuren der ersten bayerischen Abgeordneten

Die Schüler des Karl-von-Closen-Gymnasiums Eggenfelden stellen das Schulprojekt zu dem Abgeordneten Karl Ferdinand Freiherr von Closen vor
Die Schüler des Karl-von-Closen-Gymnasiums Eggenfelden stellen das Schulprojekt zu dem Abgeordneten Karl Ferdinand Freiherr von Closen vor

Bayern wurde 1818 zum modernen Verfassungsstaat und verfügte seit 1819 über eine gewählte Volksvertretung. Mit Blick auf dieses 200-jährige Jubiläum haben sich 13 bayerische Schulen mit dem ersten parlamentarischen Gremium des Freistaats beschäftigt. 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo: „Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf die historische Spurensuche begeben und mit großem Engagement das Leben und Wirken einzelner Abgeordneter aus ihrer Region in den Blick genommen. Von wissenschaftlichen Arbeiten bis hin zu Filmprojekten haben sie beeindruckende Ergebnisse hervorgebracht.“ 

Im Zuge ihrer Recherche haben die jungen Menschen wichtige Literatur und Quellen ausgewertet, Archive oder Museen besucht und auch mit Fachexperten und heutigen Abgeordneten gesprochen. Dabei haben sie nicht nur erfahren, dass die Ständeversammlung von 1819 neben der Bewilligung von Steuern insbesondere bei der Gesetzgebung eine wichtige Rolle spielte. Vor diesem Hintergrund betonte Minister Piazolo: „Das Projekt ‚Die Stände-Versammlung von 1819 und ihre Abgeordneten‘ leistet einen wichtigen Beitrag, dass gerade junge Menschen nicht nur die Geschichte des bayerischen Parlaments näher kennenlernen, sondern auch mit demokratischen Prozessen vertraut werden.“ 

Landtagspräsidentin Ilse Aigner
Landtagspräsidentin Ilse Aigner

Landtagspräsidentin Ilse Aigner ergänzte: „Wenn sich junge Menschen aktiv mit der Verfassung als Grundlage unserer Gesellschaft befassen und Demokratie als lebendigen Prozess begreifen, dann ist das ein wichtiger Beitrag dazu, unsere freiheitliche Grundordnung weiter zu verankern. Die Zukunft gestalten kann nur, wer die Vergangenheit versteht – dazu ist solch ein Projekt hervorragend geeignet.“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mitte) mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Rupert Grübl (Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit), Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter gegen Antisemitismus) und Ministerialdirektor Herbert Püls (v. l.)
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mitte) mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Rupert Grübl (Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit), Dr. Ludwig Spaenle (Beauftragter gegen Antisemitismus) und Ministerialdirektor Herbert Püls (v. l.)

Die Stände-Versammlung von 1819 und ihre Abgeordneten

Im Rahmen des Projekts „Die Stände-Versammlung von 1819 und ihre Abgeordneten“ haben die teilnehmenden Schulen zu folgenden Abgeordneten recherchiert: 

  • Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf (Johann-Nepomuk Freiherr von Pelkhoven) Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden (Karl Ferdinand Freiherr von Closen)
  • Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen (Carl Ernst Freiherr von Gravenreuth)
  •  Gymnasium Kirchseeon (Anton von Hofstetten)
  • Sigmund-Loewe-Schule Staatliche Realschule Kronach (Heinrich Karl Löwel) Berufsoberschule Schönbrunn Landshut (Prof. Dr. Maurus Magold, Dr. Karl Rottmanner, Josef Ritter von Utzschneider)
  • Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz (Carl Philipp Sigismund de Paula Cajetan Freiherr von Weißenstein Notthafft)
  • Karolinen-Gymnasium Rosenheim (Dr. Georg Karl Rieder) 
  • Staatliche Realschule Schonungen (Gottfried Baumann)
  • Grundschule Sommerach (Wilhelm Joseph Behr)
  • Humboldt-Gymnasium Vaterstetten (Anton Grandauer) 
  • Luitpold-Gymnasium Wasserburg (Johann Georg Buchauer)
  • Berufsschule I Schweinfurt (Georg Christoph Stolle) 

 
Das Projekt „Die Stände-Versammlung von 1819 und ihre Abgeordneten – 200 Jahre Verfassung in Bayern“ wurde von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, dem Haus der Bayerischen Geschichte, dem Verband der bayerischen Geschichtsvereine durchgeführt und vom Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte begleitet. 

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