10-jähriges Jubiläum Programm sorgt für gelingenden Übergang zwischen Förderschule und Beruf

Durch die Arbeit im Betrieb eröffnet sich den jungen Menschen die Chance zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit
Durch die Arbeit im Betrieb eröffnet sich den jungen Menschen die Chance zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit

Über 480 junge Menschen mit geistiger Behinderung haben in den letzten zehn Jahren einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. Gelungen ist das im Rahmen der "Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule - Beruf" - einer deutschlandweit einzigartigen Kooperation zwischen Kultusministerium, Sozialministerium und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Anlässlich des Festakts zum Jubiläum des Programms im Schloss Nymphenburg erklärte Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger: „Junge Menschen mit geistiger Behinderung haben ein enormes Potential! Wir wollen ihre individuellen Talente entdecken und fördern. Deshalb stellen wir ihnen Coaches an die Seite, die Unternehmen und Schüler zusammenbringen. Das Ziel: sich gegenseitig Berührungsängste nehmen und die Fähigkeiten der jungen Leute bestmöglich am Arbeitsplatz zum Einsatz bringen.“

Ministerialdirigent Walter Gremm, der als Vertreter des Kultusministeriums an der Festveranstaltung teilnahm, betonte: „Die Jugendlichen gewinnen durch die Arbeit im Betrieb mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. So unterstützen wir mit dieser Initiative junge Menschen mit geistiger Behinderung bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Eltern, Schulen, Betriebe und Arbeitsagentur arbeiten dabei intensiv zusammen, damit die Teilnehmenden ganz individuell begleitet werden können.“

Gesprächsrunde beim Festakt zum 10-jährigen Jubiläum des Programms: (v.li.) Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger, Moderatorin Anouschka Horn, Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, und Ministerialdirigent Walter Gremm, Vertreter des Kultusministeriums
Gesprächsrunde beim Festakt zum 10-jährigen Jubiläum des Programms: (v.li.) Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger, Moderatorin Anouschka Horn, Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, und Ministerialdirigent Walter Gremm, Vertreter des Kultusministeriums

„Mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftebedarf wird es immer wichtiger, die Potenziale von Menschen mit Behinderung noch stärker zu fördern. Unser Ziel ist es, auf diese Potenziale aufmerksam zu machen und bei Bedarf individuelle Unterstützung anzubieten. Ein besonders erfolgreiches Förderinstrument ist die ‚Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule – Beruf‘ für junge Menschen. Mithilfe des Projekts haben Jugendliche mit Handicap eine realistische Chance auf eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Wenn das Potenzial am Arbeitsplatz von Unternehmen erkannt wird, dann ist auch vieles möglich“, ergänzte Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Verlängerung und Ausweitung

Bis jetzt haben schon über 1.000 Förderschülerinnen und Förderschüler mit geistiger Behinderung an dem Programm teilgenommen. Rund 47 Prozent haben einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. Die drei Partner haben die Gesamtmaßnahme wegen ihres Erfolges bereits bis zum Ende des Schuljahres 2021 verlängert und zudem ausgeweitet. Jetzt haben jedes Jahr bis zu 260 Förderschülerinnen und Förderschüler die Chance auf einen Arbeitsplatz im allgemeinen Arbeitsmarkt.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion