Kulturfonds-Projekt Schüler aus Bayern und Brasilien musizieren gemeinsam

Das Abschlusskonzert im voll besetzten Audimax der Universität Regensburg war ein großer Erfolg
Das Abschlusskonzert im voll besetzten Audimax der Universität Regensburg war ein großer Erfolg

"Drei Orchester – Zwei Kontinente – Eine Sprache" - unter diesem Motto erarbeiteten Schüler aus Bayern und Brasilien gemeinsam ein buntes und ungewöhnliches Konzertprogramm. Höhepunkt des spannenden Projekts "Classic meets Samba" war das Abschlusskonzert im Audimax der Universität Regensburg.

Das Projekt „Drei Orchester – zwei Kontinente – eine Sprache“ diente dem interkulturellen Austausch von Schülerinnen und Schülern aus Bayern und Brasilien und wurde mit Mitteln aus dem bayerischen Kulturfonds unterstützt. So erhielten auch Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen die Chance, ihr künstlerisch-kreatives Potential zu entfalten.

Eine junge Cellistin beim Konzert
Eine junge Cellistin beim Konzert

Konkret verband das Musikprojekt die Clermont-Ferrand-Mittelschule Regensburg mit dem Favela Orchester der beiden brasilianischen Sozialprojekte Ação Social pela Música und Camerata Laranjeras sowie der Deutschen Schule Rio de Janeiro. 20 bayerische und 22 brasilianische Jugendliche gestalteten gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern der Münchner Symphoniker ein Konzert im Audimax der Universität Regensburg. Die Aufführung stand unter dem Motto „Classic meets Samba“ und wurde von dem renommierten portugiesischen Dirigenten Vasco Negreiros geleitet. Die brasilianischen Jugendlichen widmeten sich dabei der klassischen Musikdarbietung, die bayerischen Jugendlichen übernahmen die lateinamerikanische Percussion.

Ministerialdirektor Herbert Püls
Ministerialdirektor Herbert Püls

Ministerialdirektor Herbert Püls vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst betonte beim Abschlusskonzert: „Durch das Förderangebot des Kulturfonds Bayern werden Schulfamilien, Bildungsträger und Institutionen motiviert, vor Ort gemeinsame Aktivitäten zu planen und zu realisieren. Beispielhaft zeigt dies das Projekt ʹDrei Orchester – zwei Kontinente – eine Spracheʹ. Das Musikprojekt der Clermont-Ferrand-Mittelschule Regensburg mit dem Orchester der beiden brasilianischen Sozialprojekte Ação Social pela Música und Camerata Laranjeras sowie der Deutschen Schule Rio de Janeiro ermöglicht den interkulturellen Austausch von Schülerinnen und Schülern aus Bayern und Brasilien und verdeutlicht das kreative und vielfältige Potenzial der Schulen über den Unterricht hinaus. Das gemeinsame musikalische Engagement trägt nicht nur dazu bei, die individuelle Entwicklung der Jugendlichen zu fördern und sie in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken. Es kann Menschen zusammenbringen und verbinden. Denn Musik besitzt eine große Anziehungskraft über geographische Grenzen hinweg. Das gemeinsame Interesse an der Musik ist damit Brücke zwischen den Kulturen und schafft Raum für die persönliche Begegnung und unvergessliche Erlebnisse, die die jungen Menschen in ihrer musikalischen und persönlichen Entwicklung nachhaltig prägen."

Schlaginstrumente spielten eine zentrale Rolle bei den Darbietungen der jungen Ensembles
Schlaginstrumente spielten eine zentrale Rolle bei den Darbietungen der jungen Ensembles

Nach der Projektwoche in Regensburg mit dem Abschlusskonzert als Höhepunkt wird die Begegnung zwischen den jungen Menschen aus Bayern und Brasilien weiter vertieft werden, wenn die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Herbst 2018 zum Gegenbesuch nach Rio aufbrechen.

Kulturfonds Bayern

Der kulturelle und soziale Austausch der bayerischen und brasilianischen Jugendlichen wird maßgeblich durch den Kulturfonds Bayern unterstützt. Mit dem Kulturfonds fördert der Freistaat verschiedene Projekte im Bereich Bildung, Kultus und Kunst. Allein im Bereich Bildung und Kultus stehen für das Jahr 2017 rund 522.000 Euro zur Verfügung, um innovative Initiativen der kulturellen Bildung von Jugendorchester-Workshops über Tanz- und Theaterprojekte bis hin zum kulturellen Integrationsvorhaben zu unterstützen. Für Minister Spaenle leistet der Kulturfonds Bayern „einen wertvollen Beitrag, das vielfältige kulturelle Angebot in Bayern gerade auch für junge Menschen zu sichern und weiter auszubauen“.

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