Landesschulbeirat Beratendes Gremium trifft sich zur 86. Sitzung

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle erläutert Grundzüge des Bildungspakets Bayern
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle erläutert Grundzüge des Bildungspakets Bayern

Im Bildungsministerium fand die 86. Sitzung des Landesschulbeirats statt. Wichtiges Thema war das Bildungspaket Bayern einschließlich der Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums. Weiterhin ging es etwa um die Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: "Wir tätigen mit dem Bildungspaket, das rund 2.000 Stellen zusätzlich für Bayerns Schulen beinhaltet, eine wertvolle Investition in die Bildung der jungen Menschen im Freistaat. Wir stärken unser differenziertes Bildungswesen mit seiner hohen Qualität und seiner großen Durchlässigkeit."

Zum neuen bayerischen Gymnasium erklärte Minister Spaenle: "Wir entwickeln das bayerische Gymnasium konsequent und kontinuierlich weiter. Es muss seine Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft machen. Dabei müssen wir auf neue Herausforderungen reagieren - von der Digitalisierung über die Werte- und Persönlichkeitsbildung bis hin zur zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft am Gymnasium. Für mich ist klar: Das Wohl der Kinder und Jugendlichen steht im Mittelpunkt. Deshalb wollen wir in Bayern ab dem Schuljahr 2018/19 ein neues neunjähriges Gymnasium einführen. Mehr Qualität - mehr Zeit - mehr Individualität: Mit diesem Dreiklang lässt sich lässt sich das neue bayerische Gymnasium treffend beschreiben."

Themen der 86. Sitzung des Landesschulbeirats

Bildungspaket Bayern

Zunächst wurden die Grundzüge des Bildungspakets Bayern "Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen" dargelegt:

  • Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung
  • Ausbau von Inklusion und Stärkung der Förderschulen
  • Stärkung der Grund- und Mittelschulen sowie der Realschulen
  • Zukunftsinitiative Berufliche Bildung
  • Fit für die Zukunft: Fördern und Forschen
  • Stärkung der Schulleitungen und der Schulverwaltung

Weiterhin ging es um die konzeptionellen Eckpunkte und den aktuellen Sachstand bezüglich des neuen bayerischen Gymnasiums

Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Nach der Exzellenzinitiative und dem Qualitätspakt Lehre haben der Bund und die Länder in einer weiteren Vereinbarung im Jahr 2013 auch ein gemeinsames Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beschlossen. Das Ziel ist ein wettbewerblich angelegter, nachhaltig wirkender, kapazitätsneutraler Impuls für eine qualitativ nachhaltige Verbesserung für die Lehrerbildung bis in die berufliche Einstiegsphase und Fort- bzw. Weiterbildung.

Universitäre Lehrerbildung im Bereich Inklusion und Heterogenität

Es wird angestrebt, im Rahmen eines "Basismoduls Inklusion" verschiedene Angebote an den Universitäten zu ermöglichen, die dazu dienen sollen, bei allen Lehramtsstudierenden Basiswissen im Bereich des inklusiven Unterrichts aufzubauen und eine Sensibilisierung für dieses Thema zu erreichen.

Eine pädagogische Zusatzqualifikation nach §116  LPO I „Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf“, bei der Kenntnisse und Diagnoseinstrumente zu besonderen Erscheinungsformen im Bereich Lernen, Sprache und Verhalten vermittelt werden, kann aktuell an der Universität Augsburg erworben werden. Nun ist eine Ausweitung dieser pädagogischen Qualifikation auf andere Standorte geplant.

Zu beiden Themen steht das Staatsministerium im Dialog mit den Universitäten, die in eigener Verantwortung über die Einführung der Angebote entscheiden.

Aktuelle Entwicklungen in den Berufen des Gesundheitswesens

Es wurden aktuelle Diskussionen aus diesem Bereich vorgestellt. Zudem wurden die Bedeutung und die hohe Innovationskraft dieser Berufe hervorgehoben.

Der Landesschulbeirat

Der Landesschulbeirat ist zur Beratung des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bei Fragen der Bildung und Erziehung eingerichtet und setzt sich aus Vertretern der Eltern, Lehrkräfte, Schüler und verschiedener Interessengruppen zusammen.

Die Mitglieder werden vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst berufen. Der Landesschulbeirat tagt in der Regel zweimal im Jahr. Bei wichtigen Vorhaben des Ministeriums fungiert er als ständiger Beirat.

Mitglieder des Landesschulbeirats gemäß Bayerischem Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG)

Art. 73

(3) ¹Die Mitglieder des Landesschulbeirats werden vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus berufen, und zwar

1. bis zu acht Mitglieder aus dem Kreis der Eltern,

2. acht Mitglieder aus dem Kreis der Lehrkräfte,

3. die sechs Landesschülersprecherinnen und Landesschülersprecher und die gemäß Art. 62a Abs. 2 Satz 5 gewählten Schülerinnen und Schüler,

4. je ein Mitglied auf Vorschlag
a) der Katholischen Kirche,
b) der Evangelisch-Lutherischen Kirche,
c) des Bayerischen Städtetags,
d) des Bayerischen Gemeindetags,
e) des Bayerischen Landkreistags,
f) des Verbands der Bayerischen Bezirke,
g) der Industrie- und Handelskammern,
h) der Handwerkskammern,
i) des Deutschen Gewerkschaftsbunds und des Bayerischen Beamtenbunds,
k) des Bayerischen Bauernverbands,
l) des Bayerischen Jugendrings,
m) der Hochschulen,
n) der privaten Schulen,

5. fünf Mitglieder, die unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Ergänzung des Beirats aus den Bereichen Frühpädagogik, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Kunst und Journalistik berufen werden.

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