Das Bildungspaket Bayern Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen

Video: Stark machen! Das Bildungspaket.

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Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat das Konzept für ein Bildungspaket Bayern vorgestellt. Das Paket umfasst: Die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung, den Ausbau von Inklusion und Stärkung der Förderschulen, die Stärkung der Grund- und Mittelschulen sowie der Realschulen, die Zukunftsinitiative Berufliche Bildung, Fit für die Zukunft: Fördern und Forschen und eine Stärkung der Schulleitungen und der Schulverwaltung.

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle

Der Ministerrat hat das Bildungspaket "Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen“ nun beschlossen. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle erklärte: "Durch das Bildungspaket stellen wir die Weichen für die Zukunft der bayerischen Schulen. Wir tätigen mit dem Bildungspaket, das rund 2.000 Stellen zusätzlich für Bayerns Schulen beinhaltet, eine wertvolle Investition in die Bildung der jungen Menschen im Freistaat. Wir stärken unser differenziertes Bildungswesen mit seiner hohen Qualität und seiner großen Durchlässigkeit. Wir bieten ihnen hervorragende Bildungschancen und eine sehr gute Förderung. Bayern ist und bleibt das Bildungsland in Deutschland.“

Die bayerischen Schülerinnen und Schüler können sich darauf verlassen: Die bayerischen Schulen eröffnen hervorragende Bildungschancen. Für uns stehen die Kinder im Mittelpunkt: Deswegen nehmen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im bundesweiten Vergleich regelmäßig einen Spitzenplatz ein.

Wir denken Schule vom einzelnen Kind aus:

  • In Bayern ist Schule auf das einzelne Kind ausgerichtet und bietet den Kindern ein verlässliches differenziertes Bildungsangebot: Jedes Kind findet in Bayern die Schulart, um seine Talente und Begabungen bestmöglich entwickeln zu können. Bayern steht für ein differenziertes Bildungsangebot von der frühkindlichen Bildung bis zum (Hoch-) Schulabschluss, verbunden mit einem Höchstmaß an Durchlässigkeit. In Bayern ist jede Schulart wichtig. Jede Schulart bietet ein Alleinstellungsmerkmal. Das sichert die Qualität unserer Bildungslandschaft.
  • Jedes Kind ist eine unverwechselbare Persönlichkeit. Bayern unterstützt die individuelle Lernzeit des einzelnen Kindes, durch die Flexible Grundschule, die 9+2 Klassen an der Mittelschule, die Einführungsklassen am Gymnasium und die Vorklassen an der Beruflichen Oberschule. Jede Schülerin und jeder Schüler kann individuell unterschiedliche Lernzeiten in Anspruch nehmen, um den angestrebten Abschluss zu erreichen - auch am Gymnasium.
  • Wir sichern für jeden Abschluss einen Anschluss. Dies bedeutet organisierte Durchlässigkeit. So entsteht Chancengerechtigkeit.
  • Wir schaffen Bildungschancen für alle: flächendeckender und bedarfsgerechter Ausbau der Ganztagsangebote, Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund, Angebote für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, Unterstützung von besonders Begabten. Die akademische und die berufliche Bildung sind gleichwertig.
  • Wir machen Bayerns Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft: Hier stehen die Bereiche Digitalisierung/MINT, Alltagskompetenz, Studien- und Berufsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung sowie die politische Bildung besonders im Mittelpunkt.

Dafür hat der Freistaat Bayern bereits in den Jahren 2008 bis 2016 insgesamt 12.310 Stellen für zusätzliche Aufgaben in allen Schularten zur Verfügung gestellt, davon rund 7.000 neue Stellen und rund 5.300 Stellen aus der demografischen Rendite.

Wir setzen auch in Zukunft auf Bayerns bewährtes und leistungsstarkes differenziertes Bildungswesen und wollen es weiter stärken. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst schlägt daher für Kinder in Bayern das

 

                            Bildungspaket: „Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen“

 

mit folgenden Eckpunkten vor:

 

  • Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung
  • Ausbau von Inklusion und Stärkung der Förderschulen
  • Stärkung der Grund- und Mittelschulen sowie der Realschulen
  • Zukunftsinitiative Berufliche Bildung
  • Fit für die Zukunft: Fördern und Forschen
  • Stärkung der Schulleitungen und der Schulverwaltung
  • Das neue bayerische Gymnasium.

Der Ministerrat hat dieses Konzept nun beschlossen.

Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung

Eine hochwertige und moderne frühkindliche Bildung ist entscheidend für einen guten Start ins Leben. Die Eltern tragen hier eine große Verantwortung, bei der wir sie gezielt unterstützen müssen. Neben der Erziehung durch die Eltern spielt die Kinderbetreuung eine zentrale Rolle für die Förderung unserer Kinder. Dabei geht es um den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote. Es geht vor allem auch darum, stetig in die Qualität unserer Kindertageseinrichtungen und in gut ausgebildetes Personal zu investieren. Ziel ist es, dass die Kindertageseinrichtungen die Kinder bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten.

Vor dem Hintergrund ausstehender bundespolitischer Entscheidungen für die nächste Legislaturperiode wird das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ein Konzept zur Stärkung der frühkindlichen Bildung entwickeln und vorlegen.

Ausbau von Inklusion und Stärkung der Förderschulen

Der junge Mensch mit besonderen Herausforderungen erfährt in Bayern besondere Aufmerksamkeit: Die Schülerinnen und Schüler stehen mit ihrer Individualität und ihrem konkreten Förderbedarf im Mittelpunkt unseres Handelns. Auf unterschiedliche Bedürfnisse geben wir mit einer Vielfalt an Angeboten inklusiven Unterrichts Antworten. Mit einem bedarfsgerechten Instrumentarium sollen daher sowohl die Förderschulen als Lernorte und Kompetenzzentren als auch die Inklusionsmaßnahmen an Regelschulen unterstützt werden. Durch:

  • Mehr Stellen zur Stärkung der Förderschulen bzw. der Inklusion:
  • beginnend in 2018 mit 50 zusätzlichen Stellen für die Förderschulen, mit dem politischen Ziel des weiteren Ausbaus auch in den Jahren 2019 und 2020 um jeweils 100 Stellen. Der damit begonnene Weg wird darüber hinaus auf diesem Niveau ab dem Jahr 2021 fortgesetzt.
  • weiterer Ausbau der Inklusion mit Fortschreibung der jährlichen „Inklusionsstellen“ (100 Stellen pro Jahr) auch in den Jahren 2019 und 2020.
  • Neue Lehrstühle für Sonderpädagogik zur Erhöhung der Ausbildungskapazitäten (dafür 10 Stellen in 2018 für die Standorte Würzburg und München; zusätzlich wird der Standort Regensburg neu ab dem Jahr 2019 mit drei neuen Lehrstühlen eingerichtet. Damit stehen insgesamt 32,5 Stellen in den Jahren 2018 bis 2020 zur Verfügung).

Stärkung der Grund- und Mittelschulen sowie der Realschulen

Die Unterrichtsversorgung an den Grund- und Mittelschulen sowie an den Realschulen wird gestärkt: durch den Ausbau der Mobilen Reserve an den Grund- und Mittelschulen um insgesamt 50 Stellen (in 2018) und durch den Ausbau der Integrierten Lehrerreserve an den Realschulen um insgesamt 100 Stellen (50 Stellen in 2018 und weitere 50 Stellen in 2019).

Zukunftsinitiative Berufliche Bildung

Das Modell der beruflichen Bildung ist sehr erfolgreich und weltweit Vorbild für viele Länder. Die berufliche Bildung sichert qualifizierte Fachkräfte, wirtschaftlichen Wohlstand und stellt die Grundlage auch für ein gelingendes Leben dar. Im Mittelpunkt der „Zukunftsinitiative Berufliche Bildung“ sollen daher Maßnahmen stehen, die die aktuellen Anforderungen an die berufliche Bildung im 21. Jahrhundert in den Fokus nehmen und die Anerkennung der Leistungen in der beruflichen Bildung stärken. Maßnahmen für ein Gesamtkonzept sind:

  • Stärkung des Meisterbonus durch eine Erhöhung auf durchschnittlich 1.500 Euro
    (17 Mio. Euro p.a. ab 2018);
  • Investitionsförderungen in Aus- und Weiterbildungseinrichtungen
    (10 Mio. Euro in 2018);
  • Exzellenzzentren für berufliche Bildung (Industrie 4.0)
    (5 Mio. Euro in 2018);
  • Stärkung der Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen
    (50 Stellen in 2018 und weitere 50 Stellen in 2019 für die Berufsschulen und die Beruflichen Oberschulen).

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie wird in Abstimmung mit den anderen betroffenen Ressorts ein Konzept für einen „Pakt für berufliche Bildung“ entwickeln und vorlegen, mit dem der enormen Bedeutung der beruflichen Bildung auch im öffentlichen Bewusstsein ein deutliches Zeichen gesetzt werden soll.

Video: Stark machen! Das Bildungspaket erhöht den Meisterbonus

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Fit für die Zukunft: Fördern und Forschen

Gerade auch der Förderung hochbegabter und besonders leistungsfähiger junger Menschen kommt in Bayern eine Schlüsselrolle zu. Daher hat die Bayerische Staatsregierung ein umfassendes Gesamtkonzept für den Schul- und Hochschulbereich erarbeitet und die Fördermaßnahmen des Elitenetzwerks Bayern im Hochschulbereich weiter entwickelt. Ziel dieses übergreifenden Gesamtkonzepts ist es, alle Begabungspotentiale aktiv zu erschließen, unabhängig von schulischem Werdegang und sozialer Herkunft. Um diese Ziele zu erreichen, ist das Gesamtkonzept zur Begabtenförderung durch die wesentlichen Kernelemente Durchgängigkeit und Durchlässigkeit, Fördergerechtigkeit, differenzierte Förderangebote sowie die Förderung der individuellen Begabung geprägt.

Zu den bereits auf dem Weg befindlichen Maßnahmen zählen:

  • Förderangebote an allen Schularten, von der Grundschule bis zum Gymnasium (Pluskurse, Kooperation mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, Modellversuch TAFF (Talente finden und fördern an der Mittelschule), Talentklassen bzw. Talentgruppen der Realschule, Hochbegabtenklassen an den Gymnasien, schulübergreifende Schülerakademien);
  • Förderung an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule;
  • Anhebung der Stipendien des Max-Weber-Programms (von 900 Euro auf 1290 Euro pro Semester);
  • Anhebung der Forschungsstipendien (von 6300 Euro auf 8400 Euro pro Semester);
  • Einrichtung von Kompetenzzentren für Begabtenförderung.

Von zentraler Bedeutung für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Bayerns wie für die individuellen Zukunftschancen der Heranwachsenden ist die Förderung ihrer Interessen und Begabungen im MINT-Bereich (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Mit dem Programm „MINT-Regionen Bayern“ (2017 und 2018: 1,6 Mio. Euro) unterstützt die Bayerische Staatsregierung daher die Entwicklung von acht regionalen MINT-Netzwerken. Hier sollen mittelfristig weitere Schülerforschungszentren und Schülerlabore für besonders begabte und interessierte junge Leute entstehen.

Stärkung der Schulleitungen und der Schulverwaltung

Die Verwaltungsangestellten an Schulen sind vielfach erste Ansprechpartner bei Fragen und Anliegen von Schülerinnen, Schülern und Eltern. Dadurch und durch die Übernahme breit gefächerter Verwaltungstätigkeiten unterstützen sie die Schulleitungen ganz wesentlich. Die Aufgaben von Bayerns Schulleitungen und Schulverwaltungen umfassen auch neue Herausforderungen, die zusätzliche Zeit beanspruchen. Durch zusätzliche Verwaltungskräfte (150 Verwaltungsangestellte in 2018 über alle Schularten) und mehr Leitungszeit (150 Stellen in 2018 über alle Schularten – außer Gymnasium) sollen die Schulleitungen entlastet werden.

Das neue Gymnasium: So entwickelt sich das Gymnasium zeitgemäß weiter

Hier gibt´s mehr zum neuen bayerischen Gymnasium - einfach ins Bild klicken!
Hier gibt´s mehr zum neuen bayerischen Gymnasium - einfach ins Bild klicken!

Mehr Qualität, mehr Zeit, mehr Individualität: Das Konzept zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums sieht vor, ab dem Schuljahr 2018/19 ein neunjähriges Gymnasium mit der Möglichkeit zur individuellen Lernzeit einzuführen. Dabei denken wir vom Kind aus: Auch in Zukunft sollen die jungen Menschen mit hoher Qualität Studierfähigkeit, vertiefte Allgemeinbildung, Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein erwerben. Mehr hier lesen!

Video: Stark machen! Das neue bayerische Gymnasium.

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Video: Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle zum neuen Gymnasium in Bayern

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