Archäologische Staatssammlung München Sonderausstellung präsentiert Kykladen - Frühe Kunst der Ägäis

Aus dem Marmor der Kykladen-Inseln gefertigte
Aus dem Marmor der Kykladen-Inseln gefertigte "Kykladenidole"

Die Entstehung einer hochentwickelten Kultur um 3000 v. Chr fasziniert bis heute: Weltberühmte Botschafter dieser Kykladenkultur sind die aus dem Marmor der Inseln gefertigten "Kykladenidole". Sie sind in einer Sonderausstellung der Archäologische Staatssammlung München bis zum 7. Juli zu bewundern. Fantastische Exponate frühester europäischer Hochkultur!

Wie an einer Perlenkette aufgereiht liegen die Kykladeninseln in der blauen See der Ägäis. Ein mildes Klima mit konstanten Winden und fruchtbare Böden auf vulkanischem Gestein waren die Grundlagen für die Entstehung einer hochentwickelten Kultur am Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit um 3000 v. Chr.

Bodenschätze bildeten die Grundlage für die technische Entwicklung in der Steinbearbeitung, Metallgewinnung und Töpferei. Mit seetauglichen Langbooten trieben die Insulaner Handel von der kleinasiatischen Küste bis nach Kreta und machten ihre Inselgruppe zur Drehscheibe für Kulturkontakte im östlichen Mittelmeer.

Exponate frühester europäischer Hochkultur
Exponate frühester europäischer Hochkultur

Weltberühmte Botschafter dieser Kykladenkultur sind die aus dem Marmor der Inseln gefertigten „Kykladenidole“. Die stark stilisierten Formen dieser zumeist weiblichen Figuren entsprachen nach ihrer Entdeckung im 19. Jahrhundert zunächst nicht dem Geschmack des Publikums, wurden dann aber zu einer wichtigen Inspirationsquelle für die Kunst der Moderne.

Heute sind Kykladenidole rare und hochgeschätzte Exponate der frühesten europäischen Hochkultur.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle bei seiner Rede zur Ausstellungseröffnung
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle bei seiner Rede zur Ausstellungseröffnung

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hob bei der Ausstellungseröffnung hervor: "Die Objekte der Kykladenkultur erinnern an die moderne Kunst der letzten 100 Jahre, denn sie überraschen durch ihre abstrakten Formen. Und doch sind einige kykladische Skulpturen viereinhalbtausend Jahre alt.

Heute gehören dank der Rezeption in der Klassischen Moderne Kykladenidole zu den Superstars der Kunstgeschichte und sind hochgeschätzte und begehrte Exponate für Sammler und Museen. Den faszinierenden Kykladen-Kunstwerken wünsche ich viele Besucherinnen und Besucher, die – ebenso wie ich – beeindruckt von der Schau wieder nach Hause gehen."

Ausstellungseröffnung: Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle mit Prof. Dr. Rupert Gebhard (Archäologische Staatssammlung), Dr. Katarina Horst (Landesmuseum Karlsruhe), Generalkonsulin Sofia Grammata (Hellenistische Republik) und weiteren Besuchern
Ausstellungseröffnung: Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle mit Prof. Dr. Rupert Gebhard (Archäologische Staatssammlung), Dr. Katarina Horst (Landesmuseum Karlsruhe), Generalkonsulin Sofia Grammata (Hellenistische Republik) und weiteren Besuchern

Die Kykladenidole stehen im Zentrum der Sonderausstellung in der Archäologische Staatssammlung München, die eine vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe konzipierten Schau aufgreift. Die Figuren und die mit ihnen zusammen gefundenen Objekte aus Stein, Metall und Ton werden in die von der Forschung gewonnenen kulturellen Zusammenhänge eingeordnet. Es entsteht das Bild einer faszinierenden Inselwelt, die mit uns über einen Zeitraum von 5000 Jahre hinweg in einen Dialog tritt.

Eine reich bebilderte Begleitbroschüre, ein Vortrags - und Familienprogramm ergänzen die Ausstellung.

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