Myanmar in München Museum Fünf Kontinente zeigt Ausstellung mit einzigartigen Exponaten

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Direktorin Dr. Christine Kron vor dem Foto des einzigen Brillenbuddhas der Welt
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Direktorin Dr. Christine Kron vor dem Foto des einzigen Brillenbuddhas der Welt

Vor über 100 Jahren das letzte Mal zu sehen: Das ehemalige Museum für Völkerkunde entführt die Besucher in München in eine der faszinierendsten Kulturen Südostasiens. Das goldene Land in seinen verschiedenen Facetten entdecken!

Gelungener Auftakt für das neu benannte Museum: Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hat im Museum Fünf Kontinente in München die Ausstellung „Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt einige der über 4.000 Objekte, die Lucian Scherman, der ehemalige Direktor des Museums, auf einer Forschungsreise 1910/1911 durch Ceylon, Indien und Burma gesammelt hatte und die 1912 erstmals zu sehen waren.

Der Minister sagte in seinem Grußwort: „Ich freue mich, dass nach über 100 Jahren heute wieder ein umfassender Blick auf diese einmaligen Exponate des Museums möglich ist. Diese Ausstellung wird weit über Bayern hinaus wirken und einen Anstoß des kulturellen Austauschs mit Myanmar liefern.“ Die Ausstellung ist die erste für das neu benannte „Museum Fünf Kontinente“ (ehemals Staatliches Museum für Völkerkunde). Für Minister Spaenle steht die Ausstellung stellvertretend für die Weltoffenheit des Hauses. „Der neue Name bringt auch ein neues Selbstverständnis zum Ausdruck. Heute berichten wir nicht mehr nur über andere außereuropäische Kulturen, vielmehr arbeiten wir bei einer Ausstellung mit diesen Kulturen auf Augenhöhe zusammen“, betonte der Minister. „Die Beteiligung von Menschen und Institutionen bei der Konzeption von Ausstellungen und Veranstaltungen steht dafür beispielhaft.“

Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern

Vasundhara‐Figur, Kloster Kauktein bei Kenghkam, 19. Jh. Sammlung Scherman, Foto von Marietta Weidner
Vasundhara‐Figur, Kloster Kauktein bei Kenghkam, 19. Jh. Sammlung Scherman, Foto von Marietta Weidner

Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor des Münchner Völkerkundemuseums (jetzt Museum Fünf Kontinente), zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2300 Objekte, 1200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Die schönsten und kostbarsten Stücke der Sammlung sind nun erstmals in einer herausragenden Präsentation zu sehen.

Ausgangspunkt der „Reise“ ist ein Marktplatz, wie überall in der Welt auch in Myanmar Treffpunkt für Menschen aus nah und fern, Umschlagplatz für Handelswaren aller Art und Nachrichtenbörse zugleich. Bewegten sich Schermanns seinerzeit noch „auf staubigen Straßen zu goldenen Pagoden“, so gelangen die Ausstellungsbesucher sauberen Fußes zu handverlesenen Höhepunkten. Dazu zählt ein Marionettentheater, dessen Figuren nach hundert Jahren zu neuem Leben erweckt wurden.

Auch die neuesten Veränderungen des „Goldenen Landes" werden aufgezeigt und man kann Zeuge der rasanten Entwicklungen Myanmars in den letzten Jahren werden. Inspirierende Entdeckungen erwarten die Besucher im Ausstellungsbereich, der der zeitgenössischen Kunstszene Myanmars gewidmet ist. Ein interessantes Begleitprogramm rundet die Präsentation der Sammlung Scherman ab.

Ein Zeichen für seine Weltoffenheit: Neuer Name für das Staatliche Museum für Völkerkunde in München

Klosternovize im Festschmuck bei Haarschneide ‐ Zeremonie, Foto der Ausstellung von Wolfgang Ott
Klosternovize im Festschmuck bei Haarschneide ‐ Zeremonie, Foto der Ausstellung von Wolfgang Ott

Das 1862 gegründete Museum Fünf Kontinente in München, ehemals Staatliches Museum für Völkerkunde, ist das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Es verfügt heute über 160.000 Ethnographica und Kunstwerke außereuropäischer Völker, 135.000 fotografische Dokumente und eine über 100.000 Bücher umfassende Fachbibliothek. Ausgehend von den eigenen Sammlungen zeigt das Haus Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kulturen aus Afrika, Amerika, Asien, Australien, dem Orient, der Südsee und Europa auf. Das Museum steht für Weltoffenheit, kulturellen Dialog und Respekt vor den Menschen aus der ganzen Welt. „Die Umbenennung ist das Ergebnis einer intensiven Phase der Reflexion und Neuorientierung,“ sagt Direktorin Christine Kron. „Innerhalb der vielfältigen Münchner Museumslandschaft stehen wir für einen einzigartigen Zugang zum kulturellen Reichtum der Menschheit. Unser Museum ist ein Ort des kulturellen Dialogs zwischen Menschen aller Kontinente: Hier können sie innehalten, neue Sichtweisen ausprobieren und andere Lebensweisen entdecken. Ein wunderbarer Einstieg dazu ist unsere Myanmar-Ausstellung“.

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