Vanity Flair: 1. Biennale der Künstler ist bis Oktober im Haus der Kunst zu sehen

Der von Ulla Reiter aus Schaumstoff geschnitzte große Dirigent (Five-
Headed Conductor) ist in Raum 13 der Biennale zu sehen
Der von Ulla Reiter aus Schaumstoff geschnitzte große Dirigent (Five-
Headed Conductor) ist in Raum 13 der Biennale zu sehen

Zwischen Luxus und Vergänglichkeit: Im Spannungsfeld dieser Begriffe stehen die zeitgenössischen Werke, die die 1. Biennale der Künstler im Haus der Kunst bis zum 4. Oktober 2013 zeigt. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle eröffnete die Ausstellung in München und äußerte seine Hochachtung für ihren hohen künstlerischen Anspruch.

Read headed woodpecker: Barock anmutendes Stillleben von Vera Mercer, zu sehen in Raum 11
Read headed woodpecker: Barock anmutendes Stillleben von Vera Mercer, zu sehen in Raum 11

„Die Biennale ist der künstlerische Präsentationsmodus des 21. Jahrhunderts. Sie hat deshalb auch einen Siegeszug rund um die ganze Welt angetreten – nun gibt es sie auch in München“, zeigte sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Eröffnung der 1. Biennale der Künstler im Haus der Kunst München erfreut. Das Modell der Biennale beruht auf der Idee, alle zwei Jahre eine bedeutende Kunstausstellung zu realisieren. Der Minister unterstrich in seiner Eröffnungsrede daher auch die Vorzüge eines solchen Präsentationsmodus’: „Eine Biennale schafft Platz für eine gedankliche Atempause – für die Besucher, aber auch für die Organisatoren: Denn eine Biennale erlaubt dem Ausstellungsmacher ein intensives Recherchieren nach künstlerischen Talenten. Und eine Biennale ermöglicht auch ein treffliches Auswählen der richtigen künstlerischen Protagonistinnen und Protagonisten.“

"Das Haus der Kunst als offenes, international geprägtes Ausstellungshaus"

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

„Mit der Biennale erleben wir das Haus der Kunst einmal mehr als ein offenes, international geprägtes Ausstellungshaus“, ergänzte Kultusminister Ludwig Spaenle und betonte, dass dies angesichts der Historie des Hauses sicher keine leichte Aufgabe gewesen sei: „Jeder Quadratmeter ist mit seiner NS-Vergangenheit vorbelastet und dementsprechend bedeutungsschwer aufgeladen.“ Für den Minister liegt dabei gerade darin eine Chance, dass die Ausstellung ihren Fokus besonders auf situative Arbeiten richtet: „Situatives Arbeiten heißt auch, dass sich die Künstlerinnen und Künstler mit der Vergangenheit des Hauses auf höchst sensible Art und Weise auseinandersetzen mussten.“ Minister Spaenle dankte deshalb den Organisatoren „für diesen weitblickenden Einsatz für die Kunst und gegen das Vergessen.“

Ausstellungsthema: Vanity Flair - Luxus und Vergänglichkeit

Die Biennale der Künstler im Haus der Kunst München findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Vorläufer der Biennale ist die Große Kunstausstellung, die mehr als 60 Jahren lang jährlich in München stattfand. Die Biennale wird von der Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung ausgerichtet, die auch die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ausgewählt hat. Das Thema der 1. Biennale der Künstler in München ist: Vanity Flair – Luxus und Vergänglichkeit. So vielschichtig und ambivalent wie dieser Titel sind auch die Werke der zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, die alle im Spannungsfeld der Begriffe „Luxus“ und „Vergänglichkeit“ stehen.

Saal 6 zeigt großformatige Fotos des Künstlerpaars Haubitz und Zoche mit Gebäudeverkleidungen, auf denen Abbildungen der dahinter zu sanierenden Fassaden zu sehen sind und die so an potemkinsche Dörfer erinnern
Saal 6 zeigt großformatige Fotos des Künstlerpaars Haubitz und Zoche mit Gebäudeverkleidungen, auf denen Abbildungen der dahinter zu sanierenden Fassaden zu sehen sind und die so an potemkinsche Dörfer erinnern

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