Bundesverdienstkreuz und Staatspreis: Verdienste für Gemeinwohl ausgezeichnet

Kultusminister Spaenle hat verdienten bayerischen Persönlichkeiten aus Lindenberg, Mettenheim, München und Königsbrunn das Bundesverdienstkreuz ausgehändigt. Gleichzeitig wurden zwei ehemalige Lehrer aus Regensburg und Würzburg mit dem Bayerischen Staatspreis für Unterricht und Kultus ausgezeichnet.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Dr. Egon Hartmann
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Dr. Egon Hartmann

Dr. Egon Hartmann aus Lindenberg i. Allgäu setzt sich seit Jahrzehnten für die Förderung des Sports ein. Seit über 30 Jahren führt er den Vorsitz des Turnvereins 1858 Lindenberg. In dieser Zeit wurde das Sportangebot des Vereins umfangreich erweitert und die Mitgliederzahl verachtfachte sich fast auf rund 1.500 Mitglieder. Neben diesem Engagement ist er Mitglied in zahlreichen weiteren Gremien wie etwa dem Verbandsbeirat des Bayerischen Landes-Sportverbandes e.V. Zudem war er als Organisator von sportlichen Veranstaltungen, Jugendtreffen und Wettkämpfen sowie von Stadtfesten aktiv.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Hermann Höllenreiner
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Hermann Höllenreiner

Hermann Höllenreiner aus Mettenheim ist Überlebender des Holocaust und unterstützt seit Jahrzehnten in Vorträgen, Interviews und Reden die Erinnerungsarbeit. Er setzt sich für die weitere politische und gesellschaftliche Gleichstellung der Sinti und Roma in Deutschland und den osteuropäischen Staaten ein. Regelmäßig nimmt er als Delegierter des Zentralrates sowie des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma an Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus teil. Besonders die Aufklärung junger Menschen und die Bekämpfung des Rechtsradikalismus sind ihm ein großes Anliegen.

Irmgard Maier aus München hat schon als Volksschullehrerin und später als Rektorin Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sowie deren Familien beim Erlernen der deutschen Sprache und im schulischen Bereich unterstützt. Sie unterrichtete Mütter von Zuwandererkindern im Rahmen des Projekts "Mama lernt Deutsch". Zusätzlich förderte sie Kinder im Einzel- und Kleingruppenunterricht, insbesondere im Fach Deutsch, um ihnen den Anschluss an das Klassenniveau zu ermöglichen. Sie weitete ihre Hilfe auch auf Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund aus, deren Eltern in schulischen Angelegenheiten nicht ausreichend Unterstützung anbieten können.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Wolfgang Scherer
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Wolfgang Scherer

Wolfgang Scherer aus Königsbrunn hat sich um die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen verdient gemacht. Seit 1984 leitet er das Kammerorchester des Gymnasiums Maria Stern. Das Orchester wirkte unter anderem bei der Bayerischen Biennale in Bamberg, der Bundesmusikwoche in Münster/Westfalen sowie bereits mehrfach bei den "Klasse Klassik"-Konzerten des Münchner Rundfunkorchesters mit. Fahrten und Tourneen organisierte Wolfgang Scherer nach Polen, Tschechien, Shanghai und Rom. Er engagiert sich zudem bei Wohltätigkeitsveranstaltungen wie etwa Benefiz-Konzerten sowie in vielen Gremien als Juror, Ausbilder und Experte für die Entwicklung junger musikalischer Talente, beispielsweise bei Jugend musiziert.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Leonhard Blaum
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Leonhard Blaum

Leonhard Blaum aus Würzburg setzte sich in mehr als 45 Dienstjahren für das Wohlergehen seiner Schülerinnen und Schüler ein, von 1991 bis zur Pensionierung in der vergangenen Woche als Schulleiter der Grundschule Würzburg-Heuchelhof. Die Schulentwicklung war ihm dabei ein besonderes Anliegen. So entwickelte sich die Grundschule Würzburg-Heuchelhof bereits vor über zwanzig Jahren nicht nur im Ganztagsbereich weiter, auch die Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, und die Umwelterziehung wurden durch Leonhard Blum vorangetrieben. Darüber hinaus ist die Schule durch seinen Einsatz zum Begegnungsort für Schülerinnen und Schüler verschiedener Kulturen und deren Eltern geworden.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Ludwig Meier
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) und Ludwig Meier

Ludwig Meier aus Regensburg war von 1994 bis zum Eintritt in den Ruhestand am Ende des vergangenen Schuljahres Ministerialbeauftragter für die Realschulen in der Oberpfalz und viele Jahre lang Sprecher der Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Bayern. Er setzte dabei wesentliche Impulse in der Weiterentwicklung der Realschulen. Er bemühte sich besonders um die Förderung der tschechischen Sprache und die Beziehungen zum Nachbarland Tschechien. So konnte eine Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium, der Universität Prag sowie der Tschechischen Republik hinsichtlich einer international anerkannten Zertifikatsprüfung in der Tschechischen Sprache unterzeichnet werden. Zudem machte er sich um die Förderung des MINT-Bereichs an den Realschulen verdient.

Bilder der Geehrten zum Herunterladen

Bundesverdienstkreuz und Staatspreis für Unterricht Kultus: Verleihung durch Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am 26. Februar 2013 in München

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