Bundeswettbewerb zur politischen Bildung: Zwei erste Plätze für bayerische Schulen

Der Bundestag im Reichstagsgebäude in Berlin: Zentrum der deutschen Politik
Der Bundestag im Reichstagsgebäude in Berlin: Zentrum der deutschen Politik

Eine Mittelschule und ein Gymnasium aus Bayern sind unter den zwölf Bundessiegern des Bundeswettbewerbs zur politischen Bildung. Fünf Zweitplatzierte runden den tollen Erfolg der bayerischen Schulen ab. Kultusminister Spaenle sagte: "Die Auszeichnung würdigt das Engagement und die Kreativität der Schülerinnen und Schüler."

Die Wettbewerbsbeiträge der Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d der Mittelschule Gersthofen in Schwaben sowie der Klasse 10h des Theresien-Gymnasiums aus dem mittelfränkischen Ansbach wurden beim bundesweiten Schülerwettbewerb zur politischen Bildung mit je einem ersten Preis ausgezeichnet. Damit kommen von zwölf Gewinnergruppen zwei aus Bayern, von den zwölf Zweitplazierten sind sogar fünf aus dem Freistaat. Kultusminister Spaenle unterstrich zum guten Abschneiden der bayerischen Teilnehmer: "Die Beiträge zeigen, dass sich die Schülerinnen und Schüler für wichtige politische Themen interessieren und sich kritisch und handlungsorientiert mit diesen auseinandersetzen. Die Auszeichnung würdigt dieses Engagement und die Kreativität der Schülerinnen und Schüler. Ich gratuliere den Preisträgern zu ihrem Erfolg." Für den Minister steht fest, dass die bayerischen Schulen die jungen Menschen zu Demokratie und Toleranz erziehen.

Logo des Bundeswettbewerbs zur politischen Bildung 2012/13
Logo des Bundeswettbewerbs zur politischen Bildung 2012/13

Die Gruppe der Mittelschule Gersthofen war in der Altersgruppe 5. bis 8. Klasse mit einem Beitrag zum Thema "Mitspieler gesucht - Spiele gestern und heute" erfolgreich. Die 6. Klasse organisierte einen generationenübergreifenden Spielenachmittag und führte eine Umfrage unter Mittelschülern und Gymnasiasten zu deren Freizeitverhalten durch. Der Fragebogen und die Präsentation der Ergebnisse wurden mit einem ersten Preis und einer Klassenreise nach Dresden honoriert.

Eine 10. Klasse des Theresien-Gymnasiums Ansbach widmete sich im Rahmen des Wettbewerbs dem Thema "Hoffnung Europa - Flüchtlinge aus Afrika". Die Schülerinnen und Schüler überzeugten die Jury mit ihrer Darstellung der wesentlichen Aspekte dieser Thematik. Die Präsentation ihrer Ergebnisse auf Infotafeln in der Form von Puzzleteilen weist darauf hin, dass die Problemfelder beim Thema Flüchtlinge ineinandergreifen, und wurde mit einem ersten Preis und einer Klassenreise nach Berlin belohnt.

Je einer von insgesamt zwölf zweiten Plätzen und damit verbunden bis zu 1500 Euro Preisgeld für jede Gruppe gehen nach Schwaben, Mittelfranken und Oberbayern:

  • Albert-Einstein-Volksschule Augsburg-Haunstetten, Gruppe Schülerzeitung - Thema: "Denk mal - Was soll das Denkmal?"
  • Mittelschule Friedberg, Klasse 10a/b - Thema: "Von Karrierefrauen und Quotenmännern"
  • Simpert-Kraemer-Gymnasium Krumbach, Ethikgruppe der 6. Jahrgangsstufe - Thema: "Die Geschichte des Geldes - oder: Wie sich Kaufen anfühlt"
  • Städt. Adam-Kraft-Realschule Nürnberg, Klasse 10d - Thema: "Ganz schön billig?! Wie Preis und Qualität zusammenhängen"
  • Gymnasium Raubling, Klasse 10b - Thema: "Hoffnung Europa - Flüchtlinge aus Afrika"


Der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung wird jährlich von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgeschrieben. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Die Schülerinnen und Schüler können im Klassenverband in den zwei Alterskategorien 5. 8. Jahrgangsstufe und 9. 11. Jahrgangsstufe teilnehmen. In beiden Kategorien werden jeweils fünf Aufgabenstellungen mit politischem Bezug angeboten. Zudem gibt es in jeder der beiden Kategorien die Aufgabe "Politik brandaktuell", an der sich auch Gruppen mit mindestens fünf Mitgliedern beteiligen können. Die Gewinner wurden 2012 aus insgesamt rund 2.600 Beiträgen ermittelt.

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