Werte machen stark: Bayerns Schulen zeigen Ideen und Projekte zur Werteerziehung

Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (l.), MdL Reinhard Bocklet (r.) und die Wertemultiplikatoren erhalten die Handreichung zur Werteerziehung
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (l.), MdL Reinhard Bocklet (r.) und die Wertemultiplikatoren erhalten die Handreichung zur Werteerziehung

"Schule und Werteerziehung sind untrennbar miteinander verbunden“, zog Staatssekretär Bernd Sibler gemeinsam mit den Schulfamilien eine erste Bilanz der Initiative „Werte machen stark“. Seit 2007 entwickeln Schulen in Bayern Projekte, wie Werteerziehung gelingen kann. Eine neue Handreichung unterstützt die Lehrkräfte.

Nach welchen Werten richten wir unser Zusammenleben aus? Wie kann die Vermittlung von Werten in der Schule gelingen? - Im Rahmen des Festaktes "Werte bilden - Impulse zur wertebasierten Schulentwicklung" stellten Lehrer und Schüler Antworten auf diese Fragen im Gymnasium Olching vor. Kultusstaatssekretär Bernd Sibler betonte dabei: "Im täglichen Miteinander an unseren Schulen können junge Menschen erfahren, wie wichtig Werte wie Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft sind. Hier setzt unser Bildungsauftrag an: Schule und Werteerziehung sind untrennbar miteinander verbunden." Schule sei nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum. Der Festakt ist der Auftakt zu einer bayernweiten Veranstaltungsreihe, bei der gelungene Projekte der Werteerziehung an Schulen vorgestellt werden.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Olching erzählten von ihren Erfahrungen im Unterricht
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Olching erzählten von ihren Erfahrungen im Unterricht

In den vergangenen fünf Jahren hatten bayerische Schulen aller Schularten im Rahmen der Werteinitiative "Werte machen stark." Ideen gesammelt und Konzepte erprobt, wie Werte grundlegend in der Schulentwicklung und im schulischen Alltag verankert werden können. Als erste Schule stellte nun das Gymnasium Olching seine Ansätze in verschiedenen Beispielen aus dem Schulleben vor. In Olching lag beispielsweise ein Schwerpunkt auf der Vermittlung von personalen Kompetenzen. Die Schule zeigte anhand einer Unterrichtsmethode, wie jungen Menschen gezielt Eigenmotivation, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft vermittelt werden können. Gleichzeitig engagieren sich Oberstufenschüler in einem selbst entworfenen Projekt gegen Rechtsradikalismus. In eigens gestalteten Unterrichtseinheiten klären sie Siebtklässler über die Gefahren des Rechtsradikalismus auf.

Bayernweite Veranstaltungsreihe zu wertebasierter Schulentwicklung

Reger Austausch: Autoren des Handbuchs diskutieren über Schulentwicklung und Werteerziehung
Reger Austausch: Autoren des Handbuchs diskutieren über Schulentwicklung und Werteerziehung

In den kommenden Monaten werden weitere Schulen andere Aspekte der Schulentwicklung wie die wertebasierte Elternarbeit vorstellen. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe durch eine neue Handreichung für Lehrkräfte und Schulleitungen. Sie zeigt, wie eine Schule einen Wertekonsens ausbilden und wertebasierte Schulentwicklung gelingen kann. Staatssekretär Sibler übergab die Handreichung heute symbolisch an Wertemultiplikatoren aller Schularten. Insgesamt 145 Lehrkräfte hatten sich seit 2007 als Experten der Werteerziehung ausbilden lassen, um bayernweit Schulen aller Schularten zu unterstützen. "Für eine gelungene Schulentwicklung sind Werte als Grundlage unverzichtbar", so Bernd Sibler. "Denn es ist unser Ziel, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich zu fördern - Werteerziehung spielt dabei eine zentrale Rolle. Die neue Handreichung unterstützt Lehrkräfte bei diesem so wichtigen Bildungsauftrag."

Logo der Werteinitiative
Logo der Werteinitiative "Werte machen stark."

Die Initiative "Werte machen stark." wurde 2007 vom Bayerischen Kultusministerium gestartet. Grundlage ist der in Artikel 131 der bayerischen Verfassung festgeschriebene Auftrag der Werteerziehung als übergreifendes Bildungsziel. Mit der Initiative sollen vorbildliche Projekte der Werteerziehung an Schulen bekannt gemacht werden. Ihr Ziel war und ist es, zum Nachahmen und Mitmachen einzuladen. Sie wurde von Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung ebenso unterstützt wie von prominenten Persönlichkeiten wie dem Herzchirurg Prof. Bruno Reichardt, dem Fußballnationalspieler Philipp Lahm, Herzog Franz von Bayern und dem Sänger Peter Maffay.

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