Konflikte - Gewalt - Gewaltprävention

Vor dem Hintergrund sich häufender tragischer Gewaltsituationen, an denen Jugendliche beteiligt sind, gewinnt schulische Gewaltprävention zunehmend an Bedeutung. Daher setzt sich das Staatsministerium in Zusammenarbeit mit den anderen Ministerien und der Polizei sowohl für den verbesserten Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalttaten als auch für eine nachhaltige Prävention ein. Ein wesentlicher Bestandteil des bayerischen Gewaltpräventionskonzepts liegt darin, die Schülerinnen und Schüler durch eine Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen stark zu machen gegen aktiv angewandte und passiv erlebte Gewalt, gegen Sucht, aber auch gegen sexuellen Missbrauch.
Unterstützung der Schule durch polizeiliche Gewaltprävention
Schulverbindungsbeamte
Seit dem Jahr 2000 sind allen Schulen in Bayern sogenannte "Schulverbindungsbeamte" namentlich benannt worden. Dieser Schulverbindungsbeamte kann Ihr Ansprechpartner sein, wenn Sie zum Beispiel eine Präventionsmaßnahme an einer Schule planen, bei der auch die Polizei einen Part übernehmen könnte oder sollte.
Den für Sie zuständigen Schulverbindungsbeamten erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Polizeiinspektion. Nähere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Polizei Bayern.
Zu den Aufgaben der Schulverbindungsbeamten gehört z.B. auch der Kontakt zu den Schulleitungen und die regelmäßige Unterstützung in Sicherheitsfragen.
Der Schulverbindungsbeamte dient insbesondere als Ansprechpartner für Probleme in Schulen, die den polizeilichen Aufgabebebereich berühren. So kann er zur Durchführung von Lehrer- und Elternversammlungen beitragen, Fachvorträge halten, an Aufklärungsveranstaltungen mitwirken, über die Sicherheitssituation im regionalen Umkreis informieren und in bestimmten Fällen zu Interventions- und Erziehungsgesprächen hinzugezogen werden.
Jugendbeamte und Jugendkontaktbeamte
Jugendkontaktbeamte sind ein Angebot der Polizei für
- Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
- Erzieher, Lehrkräfte, Jugendleiter und andere Personen, die mit jungen Menschen arbeiten
Ein Team von Beamten steht rund um die Uhr zur Verfügung und
- nimmt die Sorgen von jungen Leuten ernst
- will die Akzeptanz der Polizei bei jungen Leuten erhöhen
- möchte Probleme aus der Welt schaffen, bevor sie zu handfesten Schwierigkeiten werden
In fast allen bayerischen Polizeiinspektionen werden Jugend- bzw. Jugendkontaktbeamte eingesetzt. Geeignete Polizeibeamtinnen und -beamte suchen hierbei Kontakt zu Jugendlichen, um sie von der Begehung von Straftaten abzuhalten oder einfach um als polizeilicher Ansprechpartner für Jugendliche zur Verfügung zu stehen. Neben präventiven Aufgaben (z.B. Beteiligung an Projekten gegen Gewalt) und Jugendsachbearbeitungen gehören Jugendschutzkontrollen zu den Kernaufgaben der Jugendbeamten.
Kontakt
Den zuständigen Jugendbeamten/Jugendkontaktbeamten erfahren Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.
Beispiele für die Kooperation zwischen Schule und Polizei
Die Verhaltensorientierte Prävention und die Prävention im Team (PIT) sind zwei Kooperationsmodelle zwischen den Schulen und der bayerischen Polizei.