Nachwirkungen

Die Gedenktafel vor dem damaligen Quartier der israelischen Mannschaft im Münchner Olympiadorf
Die Gedenktafel vor dem damaligen Quartier der israelischen Mannschaft im Münchner Olympiadorf

Die Olympischen Spiele wurden zunächst erst nach Protesten ausgesetzt. Mit Billigung der israelischen Regierung ließ das Internationale Olympische Komitee die Spiele nach einer Gedenkstunde im Olympiastadion fortsetzen. Die Angehörigen der Opfer wurden 2002 mit rund drei Millionen Euro durch die Bundesrepublik Deutschland entschädigt.

Nach kurzer Zeit in Haft wurde die Freilassung der drei überlebenden Terroristen durch zwei arabische Luftpiraten erzwungen, die einen Lufthansaflug in ihre Gewalt brachten. Die israelische Seite verurteilte das Nachgeben der Bundesregierung und protestierte beim deutschen Botschafter in Tel Aviv. Die israelische Regierung autorisierte daraufhin den israelischen Geheimdienst Mossad die Verantwortlichen des Attentats zu liquidieren.

Die offenkundigen Schwachpunkte der beteiligten Polizeikräfte führten in Deutschland zur Einführung von Spezialeinsatzkommandos für Anti-Terror-Einsätze. Bereits Ende September 1972 wurde die Grenzschutztruppe 9 - heute bekannt unter der Abkürzung GSG 9 - als Spezialeinheit der Bundespolizei gegründet. Allgemein wurden in der Folge die Kontrollen an Grenzen und Flughäfen verschärft und unmittelbar nach dem Attentat zahlreiche Araber aus Deutschland ausgewiesen.

Foto: High Contrast - Eigenes Werk, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19948068

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