Bildungsportal Bayern: Neues Angebot weist den Weg zur Erwachsenenbildung

Karl Heinz Eisfeld, Bayerischer Volkshochschulverband; Staatssekretär Thomas Kreuzer; Johann Fleschhut, Landrat Ostallgäu
Karl Heinz Eisfeld, Bayerischer Volkshochschulverband; Staatssekretär Thomas Kreuzer; Johann Fleschhut, Landrat Ostallgäu

Im Freistaat wird ein neues Bildungsportal Bayern aufgebaut. Der Internet-Auftritt soll Angebote der Weiterbildung und der Erwachsenen-Bildung in ganz Bayern bündeln. Ein Vorläufer besteht bereits im Ostallgäu. Das Portal wird von den Volkshochschulen betrieben.                                         

Bei der Präsentation des neuen Bildungsportals in München zitierte Staatssekretär Thomas Kreuzer den französischen Denker Rabelais: „Es ist weise, aus jeder Quelle zu lernen. Die Erwachsenenbildung hat zum Glück solide Antworten auf das Bildungsbedürfnis der Menschen parat. Der Bayerische Volkshochschulverband hat einen zeitgemäßen und verlässlichen Bildungs-Wegweiser entwickelt: Das Bildungsportal Bayern!“

Das Bildungsportal im Freistaat hat schon einen erfolgreichen regionalen Vorläufer. Seit Anfang 2010 ist das Bildungsportal Ostallgäu online, zunächst für den Landkreis Ostallgäu und die kreisfreie Stadt Kaufbeuren. Seit April 2011 ist das ganze Allgäu eingebunden. Lernende finden dort zum Beispiel regionale Bildungsanbieter – Ämter, Akademien und Arbeitsgemeinschaften. Die Angebote sind auch nach Branchen aufgelistet. Kurse und Veranstaltungen sind in chronologischer Form zusammengetragen. Staatsekretär Thomas Kreuzer lobte den „Modellcharakter“ dieses bestehenden Angebots.

Weiterbildung wird bayernweit vernetzt
Weiterbildung wird bayernweit vernetzt

Ein ähnliches Angebot soll das Portal für ganz Bayern bieten. Insgesamt 60 Landkreise sollen so vernetzt werden. Es starten zunächst 14 Modell- kommunen, im zweiten Jahr kommen dann weitere 46 Landkreise dazu, so Thomas Kreuzer. Wissbegierige können dann genau die passenden Angebote suchen, die sie zur Weiterbildung brauchen und am besten noch in ihrer Nähe. Die Angebots-Palette reicht von einer Alphabetisierungswerkstatt, Computerschulungen, Familien- bildungswochenenden über Wirtschaftsenglisch, Wiedereinstiegskurse bis zur Zentralen Studienberatung.

Die Regierung des Freistaats Bayern ist von dem Konzept überzeugt – und unterstützt es deshalb auch finanziell. Der Kulturfond bezuschusst das Projekt. Die Kommunen sollen so eine Infrastruktur der Weiterbildung und Beratung in allen Regionen Bayerns aufbauen. Die Gesamtkosten des zweijährigen Projekts betragen 315.000 Euro. Im ersten Jahr zahlt der Kulturfond 60.500 Euro, im zweiten Jahr beträgt der Zuschuss 84.400 Euro. Der Bayerische Volkshochschulverband soll die Seiten einrichten und unterhalten.

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