Olympia-Attentat von 1972 Gedenkveranstaltung erinnert an die Opfer

Im gemeinsamen Gedenken wird die Erinnerung an die Sportler wachgehalten
Im gemeinsamen Gedenken wird die Erinnerung an die Sportler wachgehalten

Ein Zeichen gegen das Vergessen: Anlässlich des 50. Jahrestages des Olympia-Attentats von 1972 fand eine Gedenkveranstaltung im Münchner Olympiapark statt. Zwölf Menschen fielen dem Attentat auf die israelische Olympiamannschaft vor 50 Jahren zum Opfer. 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Unweit der Connollystraße 31 wird am Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 (dem sog. „Einschnitt“) im Olympiapark der Opfer des Attentats gedacht. Dorthin lud der bayerische Kultusminister zum gemeinsamen Innehalten und Gedenken am 5. September 2022, dem 50. Jahrestag der Geiselnahme, ein: „Die dramatischen Ereignisse aus dem Jahr 1972 machen die Menschen in Bayern und in Deutschland auch fünf Jahrzehnte später noch tief betroffen. Es ist mein großer Wunsch, dass die Sportler der israelischen Olympiamannschaft, die zum friedlichen sportlichen Wettkampf in unsere Landeshauptstadt gekommen sind und hier auf brutale Weise als Geiseln genommen und ermordet wurden, niemals vergessen werden. Das gleiche gilt für den bayerischen Polizisten Anton Fliegerbauer, der für seinen Dienst mit dem Leben bezahlen musste“, so Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo.

Es sollten heitere und fröhliche Spiele werden. München wollte stellvertretend für die Bundesrepublik Deutschland mit der Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1972 das Bild eines neuen, modernen, friedlichen und offenen Landes in die Welt senden.

Doch am 5. September 1972 drangen palästinensische Terroristen der Organisation „Schwarzer September“ in das Olympische Dorf ein und nahmen in der Unterkunft der israelischen Mannschaft in der Connollystraße 31 elf israelische Sportler als Geiseln. Zwei Sportler, die sich gegen die Terroristen zur Wehr setzten, wurden noch in der Connollystraße ermordet. Die deutschen Sicherheitsbehörden brachten Terroristen und Geiseln unter dem Vorwand, sie von dort nach Kairo ausfliegen zu lassen, an den Flughafen nach Fürstenfeldbruck. Die weiteren neun israelischen Geiseln und ein bayerischer Polizist kamen beim Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck ums Leben.

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