Aktion „Welcome a Rabbi“ Rabbiner leisten wertvolle Aufklärungsarbeit an bayerischen Schulen

Die Aktion „Welcome a Rabbi“ steht sinnbildlich für die vielen Initiativen zur Förderung von jüdischem Leben und Toleranz in Bayern
Die Aktion „Welcome a Rabbi“ steht sinnbildlich für die vielen Initiativen zur Förderung von jüdischem Leben und Toleranz in Bayern

Verständnis aufbauen und Vorurteile abbauen: Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt würdigen das Engagement der Rabbiner an bayerischen Schulen. 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

„Gemeinsam wollen wir Antisemitismus ganz entschieden bekämpfen und die jüdische Kultur stärken. Mit Aktionen wie ‚Welcome a Rabbi‘ an den Schulen setzen wir ein wichtiges Zeichen, dass Juden ein Teil unserer Gesellschaft sind“, lautet das Fazit des Gesprächs von Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt. Piazolo hatte sich am 31. Mai 2022 mit dem Präsidenten der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER) am Rande der Rabbinerkonferenz in München zu mehreren Themen ausgetauscht.

„Besuch der Rabbiner hat Spuren hinterlassen“

Im Rahmen der Rabbinerkonferenz besuchten elf Rabbiner jeweils eine Schule im Umfeld von München, dabei waren alle Schularten vertreten. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Aktion des Kultusministeriums und der CER. „Der Besuch der Rabbiner hat Spuren hinterlassen: Die Schülerinnen und Schüler stellten interessierte Fragen, es entstanden vielfach lebendige Diskussionen und freundliche, offene und zugewandte Rabbiner standen Rede und Antwort. Persönliche Begegnungen wie diese sind von unschätzbarem Wert“, konstatierte Piazolo. Die Gesprächspartner zeigten sich überaus begeistert von der erfolgreichen Aktion „Welcome a Rabbi“.

„Der Blick auf das Judentum bleibt oft ein Blick von außen oder ist gar antisemitisch geprägt – oftmals durch Unwissen. Man wird Antisemitismus nur wirksam bekämpfen können, wenn man an den Wurzeln dieses uralten Problems ansetzt. Das setzt nicht nur eine Bildungsoffensive bereits bei jungen Menschen voraus, sondern auch einen persönlichen Austausch, um viel mehr übereinander erfahren, voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen“, sagte Goldschmidt. „Durch Aktionen wie ‚Welcome a Rabbi‘ wollen wir bereits bei den Schülerinnen und Schülern möglichst früh für gegenseitiges Verständnis werben, um Vorurteile möglichst erst gar nicht aufkommen zu lassen“, ergänzte Piazolo. Bereits zur Eröffnung der Rabbinerkonferenz am Montag hatte Goldschmidt die Länder in Europa zum gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen.

Oberrabbiner von Sanierung der Synagoge beeindruckt

Des Weiteren wurden auch die Besuche des Erinnerungsorts des Olympia-Attentats im Olympiapark sowie der KZ-Gedenkstätte Dachau in den vergangenen Tagen angesprochen. Vor Ort hatten hier Vertreter des Kultusministeriums einer Rabbinerdelegation Details und Hintergründe erläutert. Besonders beeindruckt zeigte sich Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt von der Sanierung der Synagoge an der Münchner Reichenbachstraße. Die Synagoge wurde 1938 von den Nazis verwüstet und wird jetzt saniert – unterstützt vom Kultusministerium, sodass ihr Ursprungszustand von 1931 wiederhergestellt wird. „Die Synagoge steht eindrucksvoll für Toleranz und für ein friedliches Miteinander von Juden und Nichtjuden. Wir müssen dafür sorgen, dass der offene oder verdeckte Antisemitismus keine Chance hat“, betonte der Kultusminister.

Fakten zur Rabbinerkonferenz

Das Kultusministerium fördert die Generalversammlung der CER mit 300.000 Euro.

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