Coronavirus SARS-CoV-2: Hygieneempfehlungen für die bayerischen Schulen

Hygienemaßnahmen sollen weiterhin einen sicheren Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen garantieren
Hygienemaßnahmen sollen weiterhin einen sicheren Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen garantieren

Die sinkenden Infektionen durch das Coronavirus SARS-CoV-2 und die – gerade bei Kindern und Jugendlichen – in aller Regel eher milden Verläufe der Omikron-Variante des Virus ermöglichen, dass die Corona-Schutzmaßnahmen an den Schulen zurückgefahren werden bzw. wegfallen können: Die Maskenpflicht ist aufgehoben, Testungen werden nach dem 1. Mai 2022 nicht mehr durchgeführt; die Teilnahme am Präsenzunterricht, an sonstigen Schulveranstaltungen sowie an der Mittagsbetreuung ist damit wieder ohne negativen Testnachweis möglich. Auch die „3G-Regel“ für Lehrkräfte, sonstige an den Schulen tätige sowie „schulfremde“ Personen entfällt ab diesem Zeitpunkt.

Umso mehr stehen in den nächsten Wochen weiterhin gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung für die Mitmenschen im Vordergrund. Es werden deshalb alle Schulen, Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler um die Einhaltung der folgenden Hygienemaßnahmen gebeten:

Hygieneempfehlungen

Basis-Hygienemaßnahmen

  • Lüften: Klassen- bzw. Unterrichtsräume sollten weiterhin mind. alle 45 Minuten, im Idealfall alle 20 Minuten über mehrere Minuten durch vollständig geöffnete Fenster gelüftet werden. Es können weiterhin auch (dezentrale) Lüftungsanlagen oder unterstützend mobile Luftreiniger eingesetzt werden.
  • Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife für mind. 20 Sekunden senkt das Infektionsrisiko für sich selbst und andere.
  • Husten- und Niesetikette: Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch sollte weiterhin selbstverständlich sein.
  • Abstandhalten: Wo immer möglich, sollte im Schulgebäude ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Masken

  • In Innenräumen wird das Tragen einer Maske allgemein empfohlen. Auch im Unterricht kann selbstverständlich freiwillig eine Maske getragen werden.
  • Ausdrücklich empfehlen wir das Tragen einer Maske vor allem auf den Begegnungsflächen der Schule (z. B. Gänge, Treppenhäuser, Pausenhalle) sowie nach einem bestätigten Infektionsfall in der Klasse für fünf Schultage auch im Unterricht.
  • Im öffentlichen Personennahverkehr gilt die dort geregelte Maskenpflicht. Im freigestellten Schülerverkehr, also in den Schulbussen, wird das Tragen einer Maske als wichtiges Element des Infektionsschutzes empfohlen. 

Umgang mit Krankheitssymptomen

  • Grundsätzlich gilt: Wer krank ist, bleibt zuhause – unabhängig davon, ob COVID-19-Verdacht besteht oder nicht.
  • Bei COVID-19 typischen Symptomen (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Bei leichten Symptomen, wie Schnupfen oder Halskratzen, empfehlen wir, vor dem Schulbesuch zu Hause einen Selbsttest durchzuführen. Alternativ kann ein Antigen-Schnelltest beim Hausarzt oder im Testzentrum Aufschluss über eine mögliche Infektion geben.
  • In der Schule finden ab Mai keine Testungen mehr statt; es können auch keine Selbsttests für zuhause ausgegeben werden.
  • Zusätzlich kann bei leichten Erkältungssymptomen das Tragen einer Maske davor schützen, dass ggfs. das SARS-CoV-2-Virus weitergegeben wird.

Für den Fall einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gelten laut Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (AV Isolation) die folgenden verbindlichen Vorgaben:

  • Eine positiv getestete Person (Nukleinsäure-/PCR-Test oder Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal) befindet sich grundsätzlich mindestens fünf Tage in Isolation und darf die Schule nicht besuchen. Positiv getestete Personen müssen sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben.
  • Die Isolation kann frühestens nach Ablauf von fünf Tagen beendet werden, wenn seit mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit besteht.
  • Liegt an Tag fünf der Isolation keine Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden vor, dauert die Isolation zunächst weiter an. Sie endet, wenn die betreffende Person seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist, spätestens aber nach 10 Tagen.
  • Eine Freitestung ist zur Beendigung der Isolation nicht erforderlich; die Schule kann somit spätestens nach 10 Tagen wieder besucht werden.
  • Für die Dauer von fünf Tagen nach dem Ende der Isolation empfiehlt das Gesundheitsministerium das Tragen einer FFP2-Maske (auch in der Schule).
  • Wird nach einem positiven Antigentestergebnis ein PCR-Test durchgeführt, endet die Isolation mit Vorliegen eines negativen PCR-Testergebnisses.

    Für die Schule ist die Information über eine positive Testung hilfreich.

FAQ

Werden ab Mai an den Schulen noch Selbsttests ausgegeben? (akt. 10.05.2022; 09:20 Uhr)

Ab Mai werden weder Tests an den Schulen durchgeführt noch können von den Schulen Selbsttests für zuhause ausgegeben werden. Lediglich Lehrkräften und sonstigen an Schulen tätigen Personen können aufgrund der bis 25.05.2022 geltenden Rechtslage 1 bis 2 Selbsttests aus den an der Schule ggf. noch vorhandenen Restbeständen zur Verfügung gestellt werden. Testungen finden im Übrigen eigenverantwortlich zuhause, beim Hausarzt oder einer Teststation statt.

Welche Regelungen gelten für die Abschlussprüfungen im Schuljahr 2021/22?

Die Abschlussprüfungen an den verschiedenen Schularten sollen 2022 an den geplanten Terminen stattfinden. Um die Prüfungssituation vor dem Hintergrund der Hygienemaßnahmen zu entzerren, wird es bei den vom Kultusministerium zentral gestellten Abschlussprüfungen einen Zeitzuschlag von jeweils 10 Minuten pro Zeitstunde, maximal 30 Minuten geben – siehe auch hier. Informationen zu den Prüfungsterminen finden Sie hier.

Was passiert mit den Daten der Schülerinnen und Schüler, die bei den PCR-Pooltestungen über die digitale Schnittstelle verarbeitet wurden?

Alle personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler sowie Ergebnisse der Pooltests und ggf. der Rückstellproben in der digitalen Schnittstelle werden fristgerecht und datenschutzkonform gelöscht.

Wie erhalte ich für mein Kind ein Genesenenzertifikat, wenn es im Rahmen der Pooltestungen positiv getestet wurde?

Bitte wenden Sie sich nach einem positiven Einzelergebnis Ihres Kindes zunächst an das für Sie zuständige Labor (aufgeführt in der Einwilligungserklärung). Dieses stellt Ihnen ein COVID-19-Genesenenzertifikat für Ihr Kind gem. § 22a Abs. 2, Abs. 6 S. 1 Nr. 1 IfSG aus. Alternativ können Sie sich an das zuständige Labor wenden und von dort einen Laborbefund zu dem positiven Einzelergebnis Ihres Kindes anfordern. Mit diesem Laborbefund Ihres Kindes können Sie sich zwecks Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikats an einen Arzt oder Apotheker wenden.

Aufgrund der Corona-Pandemie war der Präsenzunterricht im Schuljahr 2020/21 stark eingeschränkt. Wie wird darauf reagiert?

In den Lehrplänen werden weiterhin Schwerpunkte gesetzt, nicht jedes Themengebiet muss dabei gleich intensiv behandelt werden. In den Abschlussklassen ist klar unterschieden, was für die Abschlussprüfungen wichtig ist und was nicht.

Unter dem Motto „gemeinsam.Brücken.bauen“ richten die Schulen auch im kommenden Schuljahr z. B. zusätzliche „Brückenkurse“ am Nachmittag ein. Das Angebot wächst ab Herbst – je nach konkretem Bedarf und Situation vor Ort – schrittweise auf und soll auch im Schuljahr 2022/23 fortgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur darum, Lernrückstände abzubauen – die Schülerinnen und Schüler sollen auch wieder Gemeinschaft erleben und so ihre sozialen Kompetenzen stärken können.

Für individuelle Beratung und Unterstützung stehen die Beratungslehrkräfte sowie die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen vor Ort sowie an den Staatlichen Schulberatungsstellen zur Verfügung.

Müssen Schülerinnen und Schüler, die Sorge vor einer Ansteckung haben und für sich ein individuell erhöhtes Risiko sehen, zum Präsenzunterricht kommen?

Eine Beurlaubung vom Präsenzunterricht aufgrund individuell empfundener Gefährdungslage ist nicht möglich.

Schülerinnen und Schüler mit Grunderkrankungen, bei denen nach ärztlicher Einschätzung (Attest!) ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung besteht, können in begründeten Einzelfällen eine Beurlaubung vom Präsenzunterricht beantragen, vgl. § 20 Abs. 3 BaySchO.

Welche Regelungen gelten für den Einsatz der Lehrkräfte und von sonstigem an der Schule tätigen Personal?

Grundsätzlich sind alle Lehrkräfte im Präsenzunterricht tätig. Gleichwohl gilt es zu berücksichtigen, dass bestimmte Personengruppen (v. a. Schwangere und teilweise Personen mit Vorerkrankungen) zu ihrem eigenen Schutz derzeit noch nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können. Diese nehmen wie bislang ihren Dienst in häuslicher Tätigkeit wahr.

Für Schwangere besteht weiterhin ein betriebliches Beschäftigungsverbot. Dies schließt auch Schwangere ein, welche bereits vollständig geimpft oder genesen sind oder sich freiwillig zum Dienst an der Schule bereit erklären.

Lehrkräfte mit Vorerkrankungen/ besonderen Risikofaktoren, für die weiterhin eine besondere Gefährdungssituation besteht oder eine Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, müssen eine individuelle Risikofaktorenbewertung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte vornehmen lassen.

Wenn der besonderen Schutzbedürftigkeit der Lehrkraft auch mit besonderen Schutzmaßnahmen nicht ausreichend Rechnung getragen werden kann, so muss die Ärztin/der Arzt bescheinigen, dass ihr Einsatz im Präsenzunterricht und in sonstiger Präsenzform nicht vertretbar ist, weil das Risiko im Fall einer Infektion, schwer zu erkranken, weiterhin besteht. Die ärztliche Bescheinigung gilt längstens für einen Zeitraum von 3 Monaten. Für eine längere Entbindung vom Präsenzunterricht ist eine ärztliche Neubewertung und Vorlage einer neuen Bescheinigung, die wiederum längstens 3 Monate gilt, erforderlich.

Kann das Lüften in den Klassenräumen durch technische Hilfsmittel unterstützt werden? Gibt es hierfür eine Förderung?

Besteht in einem Klassenraum die Möglichkeit zur Stoß- und Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster, ist dies grundsätzlich ausreichend. Wo sog. „raumlufttechnische Anlagen“ eingebaut sind, sollen diese mit möglichst hohem Frischluftanteil betrieben werden. 

Darüber hinaus kann das Lüften auch durch nachträglich installierte technische Hilfsmittel unterstützt werden.  Der Freistaat fördert die Beschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten sowie von dezentralen Lüftungsanlagen, soweit diese nicht von der Bundesförderung „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen“ umfasst sind, für Klassen- und Fachräume. Weitere Informationen sind  hier abrufbar.

Welche Ansprechpersonen für eine Beratung stehen an den Schulen zur Verfügung?

Der gesamten bayerischen Schulgemeinschaft stehen die bewährten Ansprechpersonen der Staatlichen Schulberatung zur Verfügung, vor Ort die für die jeweilige Schule zuständige Beratungslehrkraft und die Schulpsychologin bzw. der Schulpsychologe, Kontaktdaten sind auf der Homepage der Schule zu finden.
Darüber hinaus gibt es zentrale Beratungslehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für alle Schularten an den Staatlichen Schulberatungsstellen.

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