Inklusion in Bayern Studienangebot eröffnet neue Perspektiven

Inklusion an bayerischen Schulen soll alle Kinder bestmöglich fördern. Jedes einzelne Kind hat einen anderen Förderbedarf und muss individuell unterstützt werden
Inklusion an bayerischen Schulen soll alle Kinder bestmöglich fördern. Jedes einzelne Kind hat einen anderen Förderbedarf und muss individuell unterstützt werden

Schülerinnen und Schüler mit Autismus im Blick: Das neue Studienangebot „Pädagogik bei Autismus-Spektrum-Störungen“ an der LMU München ermöglicht es Lehrkräften, Kinder und Jugendliche mit Autismus zu unterstützen. 

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz
Kultusstaatssekretärin Anna Stolz

Autismus hat viele Gesichter und stellt die Betroffenen in ihrem Alltag vor enorme Herausforderungen. „Menschen, die mit einer Autismus-Spektrums-Störung aufwachsen, leiden nicht an einer Krankheit, sondern sie nehmen schlicht anders wahr, haben eigene Denk- und Lernstile und interagieren oftmals anders als wir es gewohnt sind“, so Kultusstaatssekretärin Anna Stolz bei der Auftaktveranstaltung zum neuen Studienangebot „Pädagogik bei Autismus-Spektrum-Störungen“ am 25. Oktober 2021. Das neue Studienangebot ist Teil der Autismusstrategie der bayerischen Staatsregierung und ist mit dem Wintersemester 2021/22 an der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) gestartet. Die Staatssekretärin betonte die Notwendigkeit dieses Studiengangs: „Schule und Unterricht spielen eine herausragende Rolle, um Menschen mit Autismus so früh es geht zu begleiten und zu unterstützen. Schülerinnen und Schüler mit einer solchen Störung werden in allen Schularten in Bayern unterrichtet. Das neue Studienangebot richtet sich daher auch an die Studierenden aller Lehrämter. Es ist ein weiterer Meilenstein für die Inklusion in Bayern und ich bin sehr stolz, dass wir dieses Vorhaben in Rekordzeit umgesetzt haben.“

Der Freistaat Bayern ist das erste Bundesland, das Autismus in der Lehrkräftebildung über die Sonderpädagogik hinaus als Erweiterung für alle Lehramtsstudiengänge anbietet. Das neue Studienangebot vermittelt dabei ein breites Fachwissen zum Thema Autismus und hilft, das notwendige pädagogische Feingespür zu entwickeln. Für das erste Semester haben sich bereits knapp 70 Studentinnen und Studenten angemeldet. Für die Staatssekretärin auch ein Verdienst von Lehrstuhlinhaber Professor Dr. Reinhard Markowetz, der, wie sie betonte, „mit seinem großen Einsatz der Motor und der Initiator des neuen Fachs war und ist“.

Anna Stolz freut sich über den großen Zulauf der Studierenden: „Unsere Lehrkräfte in Bayern wollen etwas bewirken, sie sind Garanten und Wegbereiter für Bildungserfolg und auch für guten inklusiven Unterricht. Ich bin überzeugt: Mit dem neuen Studienfach stellen wir uns bei der Inklusion noch breiter auf und bieten Unterstützung dort an, wo sie benötigt wird.“

Inklusion in Bayern: Förderung durch Vielfalt

Bayern setzt bei der Inklusion auf eine Vielfalt an Förder-Orten und Förder-Konzepten und verfolgt konsequent das Ziel, alle Kinder bestmöglich zu fördern und ihnen eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Das einzelne Kind mit seinem sonderpädagogischen Förderbedarf steht dabei im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf können dabei neben den sonderpädagogischen Kompetenzzentren ebenso gemeinsam in Schulen aller Schularten unterrichtet werden. Dies ist zum Beispiel im Rahmen der Inklusion einzelner Schülerinnen und Schüler, in Formen gruppenbezogener Förderung (Kooperationsklassen, Partnerklassen oder Offene Klassen der Förderschule) oder an Schulen mit dem Schulprofil Inklusion möglich.

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