Förderprogramm „gemeinsam.Brücken.bauen“ im Schuljahr 2021/22 Umsetzung an staatlichen Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen und Schulen für Kranke

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass viele Schülerinnen und Schüler in Bayern im Schuljahr 2020/2021 über einen längeren Zeitraum nur sehr eingeschränkt Präsenzunterricht hatten. Mit dem Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ werden die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützt, dadurch möglicherweise entstandene Lücken zu schließen.

Um den Schülerinnen und Schülern in Bayern trotz der Corona-Einschränkungen beste Bildungschancen zu gewähren, werden die Angebote zur individuellen Förderung an den bayerischen Schulen ausgebaut.

Jeder Schule wird hierfür – mit Rücksicht auf die Schülerzahl – ein Budget gewährt.

Für die Durchführung der Fördermaßnahmen stehen für staatliche Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen und Schulen für Kranke zwei Varianten zur Verfügung:

Sie können sich im Rahmen des o.g. Budgets entweder

  • für eine Einstellung von befristet angestellten Lehrkräften oder sonst geeignetem pädagogischen Personal durch die jeweilige Regierung oder
  • für die Kooperation mit freien Trägern oder kommunalen Anbietern

entscheiden.

Die Einstellung von Personal ist dabei vorrangig zu nutzen. Die Entscheidung für eine Variante erfolgt für die gesamte Schule einheitlich; eine Mischung der beiden Varianten ist nicht möglich.

Es besteht zudem die Möglichkeit, vor Ort zu kooperieren und mit umliegenden Schulen gemeinsame Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler, die dann von einem Kooperationspartner durchgeführt werden, zu beauftragen.

Das Budget kann für Maßnahmen verwendet werden, die bis einschließlich 31. Juli 2022 durchgeführt werden.

Richtlinie und Anlagen für staatliche Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen und Schulen für Kranke

Die Kooperationsverträge gemäß der nachrangig zu behandelnden zweiten Variante dürfen ausschließlich im Rahmen der nachfolgend zum Abruf bereitgestellten Richtlinie und deren Anlagen (Muster-Kooperationsvertrag und Anlage zum Muster-Kooperationsvertrag) geschlossen werden.

Potentiale entfalten und Gemeinschaft erleben

Das bayerische Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ zielt insbesondere auf eine individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung pandemiebedingter Lernrückstände. Dabei gilt das Grundprinzip: Vorhandene Förderinstrumente stärken – neue Angebote schaffen. Darüber hinaus umfasst „gemeinsam.Brücken.bauen“ als zweite, gleichberechtigte Säule den Bereich der Sozialkompetenzförderung als integrativ-pädagogisches Leitprinzip.

FAQ zur Richtlinie im Fall der Kooperation mit freien Trägern oder kommunalen Anbietern

Wer wählt die Fördermaßnahmen aus?

Die Auswahl, Organisation und inhaltliche wie zeitliche Ausgestaltung der Fördermaßnahmen nimmt jede Schulleitung im Rahmen des zugewiesenen Budgets eigenständig vor.

Welche Fördermaßnahmen sind möglich?

Die für die Behebung der Lernrückstände ausgewählten Maßnahmen

  • müssen auf Lernstandsanalysen basieren und
  • schulartspezifisch auf die Bewältigung pandemiebedingter Lernrückstände und Entwicklungsrückstände sowie die Förderung von Kernkompetenzen, insbesondere in folgenden Fächern / Lernbereichen zielen:

    • Grundschule: Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht, Lernen lernen, verkehrssicherheitspraktische Übungen, Jugendverkehrsschulausbildung in Jahrgangsstufe 4, Schwimmen

    • Mittelschule: Mathematik, Deutsch, Englisch, Berufliche Orientierung (z. B. berufsorientierende Wahlpflichtfächer, Projekt, Betriebspraktikum), Lernen lernen und Arbeits(platz)organisation

    • Förderschule: Lernbereiche Deutsch (Lesen, Schriftspracherwerb, Sprachförderung), Mathematik, Berufliche Orientierung, Lernstrategien, Lernmotivation und Arbeits(platz)organisation

 

Wer kommt als Kooperationspartner in Betracht?

Als Kooperationspartner der Schulen kommen in Betracht:

  • freie gemeinnützige Träger, also sonstige juristische Personen des privaten Rechts (z.  B. eingetragener Verein, Stiftung, gemeinnützige GmbH) oder sonstige rechtsfähige Organisationen (z.  B. aus den Bereichen Jugendarbeit, Sport, Kultur und Ehrenamt), deren Tätigkeit nicht auf Gewinnerzielung gerichtet ist,

  • freie Träger staatlich genehmigter und anerkannter Ersatzschulen in Bayern, soweit das Angebot nicht für die eigene Schule erbracht wird,

  • juristische Personen des öffentlichen Rechts, wie Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, kommunale Zweckverbände (Schulverbände), Landkreise und Bezirke, soweit ihre Tätigkeit im Rahmen der Maßnahme nicht auf Gewinnerzielung gerichtet ist.

Wer schließt den Kooperationsvertrag?

Die Regierungen schließen die Kooperationsverträge auf Vorschlag der Schulleitungen; bei Grund- und Mittelschulen ist der Vorschlag vor Zuleitung an die Regierung mit dem Staatlichen Schulamt abzustimmen.

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