Coronavirus aktuell Schulassistenzen unterstützen Schulen während der Pandemie

Schulassistenzen sollen Schulen und Lehrkräfte in der Pandemie bei Aufgaben wie Aufsichten und Verwaltungstätigkeiten unterstützen
Schulassistenzen sollen Schulen und Lehrkräfte in der Pandemie bei Aufgaben wie Aufsichten und Verwaltungstätigkeiten unterstützen

An den bayerischen Schulen soll der Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Um Engpässen durch die Corona-Pandemie vorzubeugen, stellt Bayern für das laufende Schuljahr ein zusätzliches Budget für sogenannte Schulassistenzen bereit. Jetzt informieren!

Wir haben hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Schulassistenzen zusammengestellt:

Welche Aufgaben übernehmen Schulassistenzen?

Schulassistenzen halten selbst keinen Unterricht. Sie unterstützen und entlasten die Lehrkräfte an Schulen inner- und außerhalb des Unterrichts bei Aufgaben, die während der Corona-Pandemie zusätzlich anfallen. Ihre Aufgaben können daher sehr vielfältig sein.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Unterstützung bei der Aufsicht über Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Unterrichts (etwa vor Schulbeginn oder in den Pausen, bei Mittagsaufsichten im Rahmen des Ganztags, ggf. auch in der Notbetreuung),
  • Unterstützung einer Lehrkraft im Rahmen der Aufsichtspflicht beim „Mitführen“
  • Unterstützung bei der Einhaltung von Hygieneregeln, etwa zu Schulbeginn und –ende und in den Pausen
  • Unterstützung im Unterricht unter Anleitung der Lehrkraft, auch beim Distanzunterricht (z. B. Ausgabe von Arbeitsmaterialien, Übernahme einzelner heilpädagogischer Tätigkeiten an Förderschulen, Begleitung einzelner Lerngruppen bzw. einzelner Schülerinnen und Schüler)
  • Unterstützung bei Pflegetätigkeiten an Förderschulen durch Hilfstätigkeiten wie Anreichen von Material
  • Unterstützung der Lehrkraft bei der Erstellung und Verwaltung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien, etwa Kopieren und Verteilen von Material bei Lehrkräften, die sich in Quarantäne befinden
  • Unterstützung bei organisatorischen Tätigkeiten und Verwaltungsaufgaben (z. B. Ausgabe/Versand von Elternbriefen, Einholen von Rücklaufbestätigungen)
  • Telefondienst, wenn das Sekretariat nicht besetzt ist

Wer kann als Schulassistenz tätig sein?

Als Schulassistenz können alle geschäftsfähigen Personen über 18 Jahre tätig sein, die

  • Freude und Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben,
  • über kommunikatives Geschick, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein für andere verfügen,
  • gerne im Team arbeiten,
  • sich rasch und flexibel auf neue Situationen einstellen können,
  • die deutsche Sprache in Wort und Schrift sicher beherrschen und
  • vor allem am Vormittag verfügbar sind.

Eine erzieherische bzw. sozialpädagogische Qualifikation bzw. Erfahrungen in der Erziehungs- und Jugendarbeit sind von Vorteil.

Grundsätzlich orientieren sich die Anforderungen an den üblichen für eine Einstellung in den öffentlichen Dienst nach dem TV-L. Hierzu gehören u. a.:

  • keine rechtskräftige Verurteilung
  • Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung; dienstliche Wahrung der weltanschaulichen, religiösen und politischen Neutralität

An welchen Schularten werden Schulassistenzen eingesetzt?

Schulassistenzen können an den staatlichen Grund-, Mittel- und Förderschulen in Bayern tätig sein.

Wie werden Schulassistenzen auf ihre Aufgaben vorbereitet?

Schulassistenzen werden vor Ort in ihre Aufgaben eingeführt (z. B. durch Schulleitung, Lehrkräfte, Verwaltungspersonal).

Die Einführung umfasst in jedem Fall die Grundlagen der schulischen Aufsichtspflicht (vgl. § 22 der Bayerischen Schulordnung), weitere Bereiche je nach Bedarf und Einsatzbereich der Schulassistenz vor Ort.

Wo kann man sich als Schulassistenz bewerben?

Bewerberinnen und Bewerber, die an einer Grundschule oder einer Mittelschule als Schulassistenz tätig werden wollen, können sich beim jeweiligen Staatlichen Schulamt erkundigen, an welchen Schulen ein Einsatz möglich wäre.

Eine Liste der Staatlichen Schulämter in Bayern findet sich auf der Homepage des Staatsministeriums, vgl. www.km.bayern.de/schulaemter.

Bewerberinnen und Bewerber, die an einer Förderschule als Schulassistenz tätig werden wollen, können sich bei einer in der Region befindlichen Förderschule und beim Sachgebiet 41 /Förderschule ihrer Bezirksregierung erkundigen, ob an der gewünschten Einsatzschule ein Einsatz möglich wäre.

Unter dem Link Informationen zu Stellen an Förderschulen finden Sie die Ansprechpartner an den Bezirksregierungen.

Die Stellen sollen über die den Staatlichen Schulämtern und Regierungen zur Verfügung stehenden Kommunikationswege ausgeschrieben werden.

Wie erfährt man, an welcher Schule man eingesetzt wird?

Die Einsatzplanung für die Schulassistenzen nehmen die zuständigen Staatlichen Schulämter (Grund-/Mittelschulen) bzw. Regierungen (Förderschulen) vor. In der Regel kommt ein Einsatz v. a. an größeren Schulen in Betracht. Gleichzeitig sollen an den Förderschulen die förderschwerpunktspezifischen Bedarfe berücksichtigt werden. Bei einem Einsatz in Vollzeit ist – je nach Situation vor Ort – auch ein Einsatz an mehreren möglichst nah beieinander liegenden Schulen im Schulaufsichtsbezirk möglich. Die Arbeitszeiten von Schulassistenzen liegen überwiegend an den Vormittagen.

Für welchen Zeitraum werden Schulassistenzen eingesetzt?

Schulassistenzen unterstützen die bayerischen Schulen während der Corona-Pandemie. Ihr Einsatz ist daher nach derzeitigem Stand auf das Schuljahr 2020/21 beschränkt.

Wie erfolgt die Bezahlung? Wie ist die wöchentliche Arbeitszeit?

Schulassistenzen werden nach dem Tarifvertrag für die Länder im öffentlichen Dienst (TV-L) eingruppiert. Die Eingruppierung orientiert sich dabei an vergleichbaren Tätigkeitsfeldern aus dem Bereich „Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben“ (z. B. Personal an offenen und gebundenen Ganztagsschulen) und liegt – je nach individueller Vorbildung – im Bereich der Entgeltgruppen E 3 bis E 5.

Der konkrete Umfang richtet sich nach dem Bedarf vor Ort und den individuellen Wünschen. Teilzeitmöglichkeiten sind gegeben und werden die Regel darstellen.  Die regelmäßige Arbeitszeit pro Woche beträgt laut TV-L in Vollzeit 40,1 Stunden an Grundschulen und Mittelschulen bzw. 38,5 Stunden an Förderschulen.

Welche Unterlagen werden für den Vertragsabschluss benötigt?

Es müsse die üblichen Unterlagen für eine Einstellung in den öffentlichen Dienst nach dem TV-L vorgelegt werden, also insbesondere:

  • Erklärung zu früheren Dienst- und Arbeitsverhältnissen im öffentlichen Dienst und zu Ermittlungs- und Strafverfahren
  • Erklärung zur Verfassungstreue inkl. Fragebögen zu extremistischen Organisationen, zur Prüfung der Verfassungstreue sowie zu Beziehungen zu Scientology
  • Belehrung gemäß § 35 Infektionsschutzgesetz
  • Kenntnisnahme des Verbots der Annahme von Belohnungen und Geschenken
  • Verpflichtung auf die Wahrung des Datengeheimnisses
  • Abgabe einer Verschwiegensheitserklärung

Voraussetzung für einen Vertragsabschluss ist in jedem Fall die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses, das nicht älter als drei Monate sein darf (vgl. Art. 60 a Abs. 3 BayEUG).

Ferner ist vor Tätigkeitsbeginn ein Masernschutznachweis vorzulegen, vgl. auch www.km.bayern.de/masernschutzgesetz

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