Coronavirus aktuell FAQ zur Einstellung des Unterrichtsbetriebs an Bayerns Schulen

Uns haben viele Anfragen bezüglich der Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen in Bayern erreicht. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen
Uns haben viele Anfragen bezüglich der Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen in Bayern erreicht. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der dynamische Prozess um COVID-19 hat die Bayerische Staatsregierung zu der Entscheidung bewogen, jegliche Schulveranstaltung und damit den Unterrichtsbetrieb an den Schulen bis einschließlich der Osterferien einzustellen. Wir haben Antworten auf „Häufig gestellte Fragen“ (FAQ) zusammengestellt. (Stand: 27.03.2020, 12:30 Uhr)

Inhaltsübersicht

Allgemeines zur Schulschließung

Welche Schulen sind von der Schulschließung betroffen? (akt. 17.03.2020, 11:00 Uhr)

Die entsprechende Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 13.03.2020 gilt für alle Schulen in Bayern, unabhängig ob es sich um staatliche, kommunale oder Schulen in privater (wie z. B. kirchlicher) Trägerschaft handelt.

An Förderschulen in Heimreinrichtungen der Eingliederungshilfe, Förderschulen mit überwiegend schwer- und mehrfachbehinderten Schülerinnen und Schülern und Schulen für Kranke können gesonderte Vorgaben gelten; setzen Sie sich für weitere Informationen bitte direkt mit der zuständigen Schule in Verbindung.

Sing- und Musikschulen, Fahrschulen, Nachhilfe-Institute, Bildungsangebote privatwirtschaftlicher Träger o. Ä. zählen nicht zu den Schulen im schulrechtlichen Sinn und liegen außerhalb der Zuständigkeit des Kultusministeriums. Sie sind daher von der Allgemeinverfügung vom 13.03.2020, auf der die Schulschließungen beruhen, zunächst nicht erfasst. Für solche Institutionen kann ggf. allerdings die Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 16.03.2020 zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen einschlägig sein. Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Wie werden die flächendeckenden Schulschließungen umgesetzt?

Von Montag, 16.3.2020, bis einschließlich Sonntag, 19.4.2020, (Ende der Osterferien) findet an den bayerischen Schulen kein Unterricht statt. Dies ergibt sich aus der Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums. Schülerinnen und Schüler müssen in dieser Zeit dem Unterricht und jeglicher sonstigen Veranstaltung fernbleiben.

Warum werden die Schulen geschlossen?

Die Lage rund um das neuartige Coronavirus hat sich den letzten Tagen deutlich zugespitzt. Die Zahl der Infektionen steigt nicht zuletzt in Bayern weiter deutlich an.

Die getroffenen Maßnahmen dienen der Verlangsamung des Infektionsgeschehens in Bayern und insbesondere zum Schutz von Menschen, die besonders gefährdet sind. Ziel der Schulschließung ist es, Kontakte an den Schulen, die zu Infektionen führen, für insgesamt fünf Wochen zu unterbinden. So soll erreicht werden, dass sich die Ausbreitung von COVID-19 verlangsamt.

Welche Regelung gilt für Sozialkontakte im außerschulischen Bereich? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Die Schließung der Schulen dient einer Eindämmung des Coronavirus. Wir bitten daher dringend um ein besonnenes Verhalten auch im Privatbereich. Beachten Sie hierfür die Bayerische Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020.

Gilt die Schulschließung auch für Schulleitungen, Lehrkräfte und sonstiges Personal? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Die Schulleiterinnen und Schulleiter (bzw. deren Stellvertreter) sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten zur Anwesenheit verpflichtet, um die Erreichbarkeit der Schule sicherzustellen. So wird auch gewährleistet, dass die Schulfamilie vor Ort (einschl. Sachaufwandsträger) über aktuelle Entwicklungen informiert wird.

Die Lehrkräfte befinden sich weiterhin im Dienst. In Absprache mit bzw. auf Anordnung der Schulleitung können Lehrkräfte während des Zeitraums der Schulschließung u. a. zu folgenden Tätigkeiten herangezogen werden:

  • Erstellen und Verteilen von Unterrichtsmaterialien an die Schülerinnen und Schüler, z.B. per E-Mail, Schulportal, etc.
  • Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der Oberstufen, die sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten müssen, bei der Bearbeitung der Unterrichtsmaterialien im Rahmen der üblichen Unterrichtszeiten via Telefon, E-Mail, etc.
  • Wahrnehmung administrativer Tätigkeiten
  • Planungen zur Nachholung des Unterrichts für die Zeit nach Aufhebung des Betretungsverbots
  • Betreuung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Notfallbetreuungsprogramms an der Schule

Bei der Verteilung der Aufgaben ist die individuelle familiäre Situation zu berücksichtigen.

Wie ist mit Fortbildungen, Konferenzen o. ä. umzugehen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Bis zum Ende der Osterferien wurden alle Präsenzveranstaltungen im Rahmen der Staatlichen Lehrerfortbildung auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene abgesagt. Weiterhin uneingeschränkt genutzt werden können sämtliche E-Learning-Fortbildungsangebote (insb. Selbstlernkurse der ALP Dillingen). Schulinterne Fortbildungen für Lehrkräfte können in Einzelfällen stattfinden, nachdem die Schulleitung sorgfältig geprüft hat, ob nicht eine Verschiebung möglich und angezeigt ist. Vorstellbar erscheinen zum jetzigen Zeitpunkt insbesondere Fortbildungen, die der Vorbereitung und Umsetzung des digitalen Unterrichtsangebots (v. a. in den Abschlussklassen) dienen. In diesem Fall soll der Personenkreis zum Schutz aller anwesenden Personen möglichst klein gehalten werden und die üblichen Sicherheitsmaßnahmen (u. a. Abstände zwischen den Personen, Befolgung der Hygieneregeln) sind einzuhalten.

Allgemein gilt jedoch, dass nicht unbedingt notwendige dienstliche Besprechungen (z. B. Teamsitzungen, Konferenzen) ausgesetzt oder über Telefon-/Videokonferenzen abgehalten werden sollten.

Gilt die Dienstpflicht auch für Lehrkräfte, die selbst Kinder zu Hause zu betreuen haben? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Für Lehrkräfte besteht weiterhin Dienstpflicht. Bei der Verteilung der Aufgaben sind die Schulleitungen jedoch angewiesen darauf zu achten, dass die anfallenden außerunterrichtlichen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der individuellen familiären Situation möglichst gleichmäßig auf alle Lehrkräfte verteilt werden. Dazu gehört auch die Rücksichtnahme auf die Lehrkräfte, die zuhause eigene Kinder aufgrund des Betretungsverbots zu betreuen haben. Kann eine Lehrkraft eine anderweitige Kinderbetreuung nicht sicherstellen (z.B. Betreuung der Kinder durch den Ehegatten; nicht erforderlich ist es, dass Personen über 60 Jahre um Übernahme der Betreuung gebeten werden), ist sie von der Anwesenheitspflicht an der Schule befreit, d. h. sie soll u. a. nicht zur Notfallbetreuung herangezogen werden und braucht nicht an sonstigen dienstlichen Veranstaltungen an der Schule teilnehmen.

Müssen Lehrkräfte und sonstiges an der Schule tätiges Personal zur Erfüllung ihrer Dienstpflicht zwingend an die Schule kommen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Welche bzw. wie viele Lehrkräfte an einer Schule zur Sicherstellung der Notfallbetreuung bzw. welche Mitarbeiter zur Erledigung von Verwaltungsaufgaben persönlich anwesend sein müssen, entscheidet die Schulleitung vor Ort.
Alle anderen Lehrkräfte sollen die Lernangebote des digitalen Unterrichts möglichst von zuhause aus betreuen.

Auf die Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020  Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung in Bayern wird verwiesen.

Welche Lehrkräfte bzw. schulischen Angestellten dürfen im Rahmen der Notfallbetreuung vor Ort eingesetzt werden bzw. für welchen Gruppen besteht ein Beschäftigungsverbot? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

In den folgenden Fällen soll nach den derzeit gültigen Vorgaben des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat ein Einsatz an der Schule vor Ort, beispielsweise im Rahmen der Notfallbetreuung, nicht stattfinden:

  • Die Person hat sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder in Österreich oder der Schweiz aufgehalten, weist jedoch keine Krankheitssymptome auf. In diesem Fall sind sonstige, in Heimarbeit mögliche Tätigkeiten zu erbringen.
  • Die Person hat sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder in Österreich oder der Schweiz aufgehalten und weist Krankheitssymptome auf. In diesem Fall gilt die Person als dienst- bzw. arbeitsunfähig, bis das Vorliegen einer Corona-Virus-Infektion abgeklärt ist.
  • Die Person zeigt unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere und hatte in den letzten vierzehn Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten. In diesem Fall gilt die Person als dienst- bzw. arbeitsunfähig, bis das Vorliegen einer Corona-Virus-Infektion abgeklärt ist.
  • Die Person hatte Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten, hat aber selbst (noch) keine Krankheitssymptome. In diesem Fall gilt die Person als dienst- bzw. arbeitsunfähig, bis das Vorliegen einer Corona-Virus-Infektion abgeklärt ist. Entscheidet das Gesundheitsamt, dass kein Test durchgeführt wird, sind sonstige, in Heimarbeit mögliche Tätigkeiten zu erbringen.
  • Für Personen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt (bspw. chronisch Erkrankte), sind ebenso wie für Schwerbehinderte in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erforderliche Maßnahmen abzustimmen, zu denen beispielsweise eine Tätigkeit ausschließlich von zuhause aus gehören kann.
  • Die Person ist schwanger oder stillt. (vgl. auch FAQ Welche besonderen Regelungen gelten für schwangere oder stillende Beschäftigte?)

Bitte setzen Sie sich zur Planung notwendiger Präsenzen im Rahmen der Notfallbetreuung und Wahrnehmung anderer administrativer Tätigkeiten mit Ihrer Schulleitung in Verbindung.

Welche besonderen Regelungen gelten für schwangere oder stillende Beschäftigte? (akt. 26.03.2020, 12:40 Uhr)

Schwangere und stillende Beschäftigte dürfen nicht zur Notfallbetreuung herangezogen werden und keine Tätigkeit an der Schule bzw. Behörde ausüben, d.h. auch nicht an dienstlichen Veranstaltungen teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ich bin als Lehrkraft für die Notfallbetreuung eingeteilt. Benötige ich während der Ausgangsbeschränkungen eine entsprechende Bestätigung meiner Schule? (akt. 24.03.2020, 14:00 Uhr)

Die Polizei ist angehalten, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Im Falle einer Kontrolle sind die triftigen Gründe für das Verlassen der Wohnung durch den Betroffenen glaubhaft zu machen. Einen „Passierschein“ o. ä. braucht es dazu nicht. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration).

Können Lehrkräfte oder Verwaltungskräfte, die Dienstgeschäfte in der Schule erledigen, ihre eigenen Kinder in die Schule mitbringen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Nein. Das Betretungsverbot gilt auch für die Kinder von Lehr- und Verwaltungskräften an Schulen, da beide Gruppen nicht im Bereich der kritischen Infrastruktur im Sinne der Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums tätig sind. Nur in besonderen Ausnahmefällen, wenn andernfalls der Dienstbetrieb nicht mehr sichergestellt werden kann, dürfen Kinder vereinzelt und vorübergehend mitgebracht werden.
Die Schulleitungen sind bei der Verteilung der Aufgaben angewiesen darauf zu achten, dass die anfallenden außerunterrichtlichen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der individuellen familiären Situation möglichst gleichmäßig auf alle Lehr- und Verwaltungskräfte verteilt werden. Dazu gehört auch die Rücksichtnahme auf all die, die zuhause eigene Kinder aufgrund des Betretungsverbots zu betreuen haben.

Dürfen Schüler in der Zeit der Schulschließung in den Urlaub fahren? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Bitte beachten Sie die Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020. Allgemein weisen wir darauf hin, dass die Schulschließungen keine Verlängerung der Osterferien sind. Die Lehrkräfte werden ein alternatives Unterrichtsangebot über digitale Medien aufrechterhalten. Schülerinnen und Schüler sollen diese Angebote nutzen.

Darf eine nichtschulische Nutzung der Schulgebäude weiterhin erfolgen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Die Entscheidung über die nichtschulische Nutzung der Gebäude fällt der Sachaufwandsträger in eigener Verantwortung. Dabei gilt die Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020.

Wie erfolgt die Schuleinschreibung für die Jahrgangsstufe 1 im kommenden Schuljahr an den Grundschulen und Förderzentren? (akt. 17.03.2020, 11:30 Uhr)

Die Schuleinschreibung steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Unterrichtsbetrieb und findet daher in dem dafür vorgesehenen Zeitraum statt. Den genauen Termin erfahren Sie von der jeweiligen Grundschule bzw. dem jeweiligen Förderzentrum.

Bei der Einschreibung gelten angesichts der derzeitigen Situation folgende Besonderheiten (vgl. KMS vom 16.03.2020):

  • Die persönliche Anmeldung des Kindes durch mindestens einen Erziehungsberechtigten ist nicht erforderlich.
  • Die Erziehungsberechtigten melden ihr Kind für das Schuljahr 2020/2021 telefonisch oder schriftlich (auch per Mail) an.
  • Die Erziehungsberechtigten übermitteln der Schule die erforderlichen Anmeldeunterlagen fristgerecht auf dem Postweg, per E-Mail oder auch persönlich. Bitte fügen Sie – sofern Sie dies möchten; eine Verpflichtung hierzu besteht nicht – auch den sog. „Übergabebogen“ („Informationen für die Grundschule“), den Sie vom Kindergarten erhalten haben, bei, da dieser der Schule wichtige Hinweise zur Schulfähigkeit des Kindes geben kann.

Hinsichtlich der pädagogischen Feststellung der Schulfähigkeit gilt:

  • Die allgemeine Pflicht zur Teilnahme des Kindes am sog. „Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit“ (wie z. B. „Schulspiel“ o. ä.) entfällt. Sollte ein solches Verfahren im begründeten Einzelfall notwendig sein, können Schule und Erziehungsberechtigte – unter Berücksichtigung der Anforderungen des Infektionsschutzes – organisatorische Lösungen dafür finden.
  • Für eine pädagogische Beratung der Erziehungsberechtigten im Vorfeld der Einschreibung stehen die Schulen weiterhin zur Verfügung. Die Beratung erfolgt telefonisch, auf Wunsch der Erziehungsberechtigten auch persönlich.
  • Auch für Erziehungsberechtigte, deren Kinder zwischen dem 1.7. und dem 30.9.2020 sechs Jahre alt werden („Einschulungskorridor“), erfolgt weiterhin eine Beratung durch die Schulen – telefonisch, per Mail oder auf Wunsch der Erziehungsberechtigten auch persönlich. Bitte beachten Sie: Sollten Sie den „Einschulungskorridor“ in Anspruch nehmen und Ihr Kind erst zum Schuljahr 2021/22 einschulen lassen wollen, müssen Sie dies der Schule spätestens bis zum 14.4.2020 in einer schriftlichen Erklärung mitteilen.

Mein Kind besucht ab Herbst eine weiterführende Schule, doch jetzt sind alle Informationsveranstaltungen der Schulen abgesagt. Wie kann ich mich informieren? (akt. 18.03.2020, 10:00 Uhr)

Die Absage der an vielen weiterführenden Schulen (wie Mittelschulen, Realschulen oder Gymnasien) für März geplanten Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern der Jahrgangsstufe 4 (wie z. B. Tag der Offenen Tür, Info-Abend, Schnuppernachmittag o. ä.) ist in der jetzigen Situation leider unvermeidlich. Bitte informieren Sie sich daher über die für Ihr Kind konkret in Frage kommenden Schulen und deren spezifisches Profil über deren Internetseiten. Über unsere Schulsuche können Sie gezielt nach weiterführenden Schulen in Ihrer Nähe suchen.

Allgemeine Informationen zu den weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 erhalten Sie unter den Rubriken „Das Bayerische Schulsystem“ und „Übertritt und Schulwechsel in Bayern“ auf der Homepage des Kultusministeriums. Dort finden Sie auch das interaktive E-Paper „Der beste Bildungsweg für mein Kind“.

Ob bzw. wann die nun abgesagten Informationsveranstaltungen nachgeholt werden können, wird zu gegebener Zeit direkt vor Ort entschieden werden.

Muss der entfallende Unterricht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden?

Nein. Aus pädagogischer Sicht ist es daher aber umso wichtiger, dass die Schülerinnen und Schüler das digitale Unterrichtsangebot (siehe hier), das die Lehrkräfte bereitstellen, nutzen.

Dürfen die Schulen betreten werden, um Unterrichtsmaterialien abzuholen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Während der Schulschließung werden Unterrichtsmaterialien in aller Regel in digitaler Form übermittelt. Bitte beachten Sie die Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 24. März 2020.

Erhalte ich das Geld für das Mittagessen zurück, wenn mein Kind wegen der Schulschließung nicht daran teilnehmen kann?

Da die Mittagverpflegung nicht zentral, sondern vor Ort organisiert wird, sind seitens des Kultusministeriums hierzu keine Aussagen möglich.

Werden für entfallende Schülerfahrten oder –austauschmaßnahmen Stornokosten erstattet? (akt. 23.03.2020, 15.50 Uhr)

Der Bayerische Landtag hat am 19. März 2020 die nötigen haushaltsrechtlichen Grundlagen geschaffen, um als Nothilfe Aufwendungen für Stornokosten für nicht angetretene Schulfahrten sowie Schüleraustauschmaßnahmen zu erstatten, die aus Gründen des Gemeinwohls zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entstanden sind.

Derzeit werden die Regelungen und Verfahrenswege zur Umsetzung erarbeitet und abgestimmt. Die Abwicklung der Auszahlungen wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Schulen und Öffentlichkeit werden zeitnah über das Verfahren zur Antragstellung informiert werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass bis auf Weiteres keine neuen Schülerfahrten vertraglich abgeschlossen werden dürfen, unabhängig davon, wann diese stattfinden sollen.

Kosten für die Absage von sonstigen Schulveranstaltungen sowie von privaten Abschlussfahrten, privaten Sprachkursen im Ausland u.ä. werden nach der eindeutigen Zweckbestimmung der Haushaltsmittel nicht erstattet.

Müssen Auszubildende weiter in ihren Ausbildungsbetrieb, wenn die Berufsschule geschlossen hat?

Dies entscheidet der jeweilige Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Staatlichen Gesundheitsamt.

Finden Schüler-, Betriebspraktika sowie die fachpraktische Ausbildung an der FOS weiterhin statt?

Nein, auch Schüler-, Betriebspraktika sowie die fachpraktische Ausbildung entfallen ab Montag, 16. März.

Informationen zur Aufrechterhaltung des Lernangebots

Den Schülern wird für die Zeit der Schulschließung ein Lernangebot zur Verfügung gestellt. Was kann man sich darunter vorstellen? (akt. 19.03.2020, 12:15 Uhr)

Die Lehrkräfte stellen ihren Schülerinnen und Schülern während der Zeit der Schulschließungen ein altersangemessenes Lernangebote zur Verfügung, v. a. in digitaler Form (vgl. FAQ "Der Unterricht soll mit digitalen Mitteln fortgesetzt werden: Wie kann man sich das konkret vorstellen?"). Dieses Lernangebot leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, den Unterrichtsausfall ein Stück weit aufzufangen, kann den regulären Unterricht jedoch nicht ersetzen. Es dient, je nach Alter der Schülerinnen und Schüler, der Vertiefung und Wiederholung des Gelernten, wo möglich auch der Umsetzung von Arbeitsaufträgen.

Was müssen Eltern zuhause beachten? (akt. 26.03.2020, 12:40 Uhr)

Eltern können – je nach Möglichkeit! – ihre Kinder vor allem dabei unterstützen, einen geregelten Tagesablauf aufrechtzuerhalten, in dem Zeiten für schulische Aufgaben und die notwendigen Pausen einen festen Platz haben. Je nach Alter können Hinweise zur Bearbeitung oder Korrektur der Aufgaben helfen bzw. motivieren; Ziel sollte jedoch eine möglichst selbständige Bearbeitung der zur Verfügung gestellten Lernmaterialien sein. Nehmen Sie bei Fragen bitte Kontakt mit der Lehrkraft Ihres Kindes auf.

Ausgangsbeschränkungen und ausschließliches Lernen zu Hause sind für alle eine neue Situation. Jedes Kind, jede bzw. jeder Jugendliche reagiert darauf anders. Hier finden Sie 11 Tipps, wie Sie Ihr Kind in der aktuellen Lage unterstützen können.

Der Unterricht soll mit digitalen Mitteln fortgesetzt werden: Wie kann man sich das konkret vorstellen? (akt. 25.03.2020, 14:45 Uhr)

Die nun verfügten Schulschließungen sind nicht mit einer Verlängerung der Osterferien gleichzusetzen. Der Einsatz digitaler Medien dient dazu, den Kontakt zwischen den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern aufrechtzuerhalten. Schülerinnen und Schüler erhalten so Gelegenheit zur Vertiefung und Wiederholung sowie zur Umsetzung von Arbeitsaufträgen.

Welche digitalen Kommunikationsmittel sich anbieten, kann nur vor Ort entschieden werden. Das Spektrum reicht von E-Mail bis hin zu virtuellen Klassenräumen auf der Lernplattform mebis– Landesmedienzentrum Bayern. Sollten alternative Angebote genutzt werden, ist darauf zu achten, dass die Datenverarbeitung im Auftrag der Schule erfolgt. Nähere Informationen zum Einsatz digitaler Medien finden Sie hier.

Informationen zum Datenschutz an Schulen, beispielsweise zum mobilen Arbeiten mit Privatgeräten zur Bewältigung der Corona-Pandemie finden Sie auf unserer Datenschutz-Seite.

Wie wird die Erreichbarkeit von mebis sichergestellt? (akt. 19.03.2020, 12:15 Uhr)

Das IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern sowie das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung arbeiten konsequent und intensiv am Ausbau und der Optimierung der Systeme von mebis. Seit Beginn der Schulschließungen wurde beispielsweise die Serverkapazität verzehnfacht, um die Erreichbarkeit des Systems signifikant zu verbessern.  Auf diese Weise kann auf die derzeit sehr hohe Nachfrage reagiert werden: Allein im Zeitraum vom 17. bis 19. März 2020 wurden 153.000 Aktivitäten und 6.700 Kurse neu in der Lernplattform angelegt.

Die Systeme wurden für einen unterrichtsbegleitenden Einsatz konzipiert und werden weiterhin der Nutzung entsprechend bedarfsgerecht ausgebaut. Ziel ist, eine noch schnellere Skalierung und Optimierung der Systeme zu ermöglichen, um der gesteigerten Benutzerlast Rechnung tragen zu können. Hieran wird derzeit mit Nachdruck gearbeitet.

Derzeit laufen alle mebis-Teilangebote stabil. Wir bitten gleichwohl um Verständnis, falls es aufgrund der hohen Nachfrage bei der Nutzung der Lernplattform zu verlängerten Wartezeiten kommen sollte.

Wie wird sichergestellt, dass jeder ein Gerät hat, um den digitalen Unterricht zu nutzen?

Wir gehen davon aus, dass die übergroße Mehrheit der Schülerinnen und Schüler bzw. ihrer Erziehungsberechtigten über entsprechende Endgeräte verfügt. Wo das nicht der Fall ist, stellen herkömmliche Kommunikationswege (Telefon, Briefversand) Alternativen dar.

Wo finde ich Links und Apps für das Lernen zuhause? (akt. 20.03.2020, 17:10 Uhr)

Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) hat im Auftrag des Kultusministeriums eine Zusammenschau über vielfältige digitale Lernangebote, Übungs- und Unterstützungsmaterialien zusammengestellt. Damit sollen die Lehrkräfte, aber auch Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte beim Auffinden geeigneter Angebote bestmöglich unterstützt werden. Die Übersicht findet sich im mebis Infoportal und kann auch auf der Internetseite des ISB heruntergeladen werden.

Informationen zur Notfallbetreuung

Wo finde ich grundlegende Informationen zur Notfallbetreuung in Schulen und Kitas? (akt. 22.03.2020, 14:15 Uhr)

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Bekanntmachung vom 13.03.2020, Az. G51-G8000-2020/122-65 mit Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie erlassen. Dort finden Sie unter Punkt 3 grundsätzliche Hinweise zur Notfallbetreuung in Schulen und Kitas, das dazugehörige Formblatt hier. Weitere Informationen zur Notfallbetreuung werden zudem auf der Homepage des Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege angeboten.

Wird die Notfallbetreuung trotz der Ausgangsbeschränkung weiter angeboten? (akt. 20.03.2020, 17:30 Uhr)

Ja. Bedingung ist weiterhin, dass die Voraussetzungen für eine Teilnahme (siehe FAQ „Für welche Schüler wird ein Betreuungsangebot eingerichtet?“) erfüllt sind.

Für welche Schüler wird ein Betreuungsangebot eingerichtet? (akt. 26.03.2020, 8:15 Uhr)

Ein flächendeckendes Betreuungsangebot würde das Ziel, das mit den Schulschließungen erreicht werden soll, unterlaufen. Bitte versuchen Sie daher, auch wenn Sie zu den Erziehungsberechtigten im Bereich der kritischen Infrastruktur (s.u.) zählen, möglichst eine private Betreuung Ihrer Kinder im persönlichen Umfeld zu organisieren.

Eine Notfallbetreuung an den Schulen wird eingerichtet für Schülerinnen und Schüler

  • der Jahrgangsstufen 1 bis 4 an Grundschulen und der Grundstufe von Förderschulen sowie
  • der Jahrgangsstufen 5 und 6 an weiterführenden Schulen und den entsprechenden Förderschulen,
  • höherer Jahrgangsstufen, deren Behinderung oder entsprechende Beeinträchtigung eine ganztägige Aufsicht und Betreuung erfordert,

sofern deren Erziehungsberechtigte im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeiten. Hierzu zählen insbesondere Einrichtungen, die

  • der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere zur Aufrechterhaltung der Notbetreuung in Schulen und Betreuungseinrichtungen),
  • der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz)
  • der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung (von der Produktion bis zum Verkauf, z. B. Verkaufspersonal in Lebensmittelgeschäften), des Personen- und Güterverkehrs (z. B. Fernverkehr, Piloten, Fluglotsen), der Medien (insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation – z. B. Journalisten in der Berichterstattung, nicht dagegen bei Freizeit-Magazinen. Als Beschäftigte im Bereich der Medien gelten nicht nur Redakteure, sondern auch andere in den oben genannten Medien tätige Personen, die für deren Funktionsfähigkeit erforderlich sind), der Banken und Sparkassen (insbesondere zur Sicherstellung der Bargeldversorgung und der Liquidität von Unternehmen) und
  • der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

Bitte beachten Sie: Die Notfallbetreuung kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn

  • ein Erziehungsberechtigter im Bereich der Gesundheitsversorgung oder der Pflege tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist oder
  • beide Erziehungsberechtigte des Kindes, im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende, in sonstigen Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung ihrer Kinder gehindert sind. Voraussetzung ist in diesem Fall, dass kein anderer Erziehungsberechtigter verfügbar ist, um die Betreuung zu übernehmen.

Weitere Voraussetzung für die Teilnahme an der Notfallbetreuung ist, dass die Kinder

  • keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • keinen Kontakt zu einer infizierten Person haben oder binnen der letzten 14 Tage hatten und
  • sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert-Koch-Institut (RKI) im Zeitpunkt des Aufenthalts als Risikogebiet ausgewiesen war oder innerhalb von 14 Tagen nach dem Aufenthalt als solches ausgewiesen worden ist. Sollten 14 Tage seit der Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sein und sie keine Krankheitssymptome aufweisen, ist eine Teilnahme möglich.

Was bedeutet „alleinerziehend“ im Sinne der Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums? (akt 19.03.2020. 09:00 Uhr)

Alleinerziehend im Sinne der Allgemeinverfügung ist ein Elternteil, wenn das Kind mit ihm oder ihr in einem Haushalt wohnt und in diesem Haushalt keine weitere volljährige Person wohnt, die als Betreuungsperson dienen kann. Die Zugehörigkeit zum Haushalt ist anzunehmen, wenn das Kind bzw. die volljährige Person in der Wohnung mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind.

Wie viele Stunden täglich umfasst die Notfallbetreuung?

Die Notfallbetreuung erstreckt sich auf den Zeitraum der regulären Unterrichtszeit der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler. In den Fällen, in denen diese regelmäßig an der offenen Ganztagsbetreuung oder der Mittagsbetreuung teilnehmen, wird diese weiterhin von der Schule sichergestellt.

Die Einteilung der Schülerinnen und Schüler in Gruppen erfolgt durch die jeweilige Schule.

Spricht etwas dagegen, wenn die Großeltern die Betreuung während der Zeit der Schulschließung übernehmen?

Nach allen vorliegenden Erkenntnissen stellen Personen über 65 Jahre eine besonders gefährdete Personengruppe dar. Großeltern sollen die Betreuung ihrer Enkelkinder daher in der jetzigen Situation nicht übernehmen.

Was sollen Eltern machen, die keine alternative Betreuungsmöglichkeit haben, aber keine Möglichkeit haben, Urlaub zu nehmen oder Heimarbeit zu leisten? Wer zahlt das Gehalt für Eltern, die aus Betreuungsgründen zuhause bleiben müssen? (akt. 19.03.2020)

Für die Eltern, die wegen der Betreuung ihres Kindes nicht zur Arbeit erscheinen können, gilt Folgendes:

Ist das Kind selbst erkrankt, kann ein Anspruch nach Krankenversicherungsrecht auf Kinderkrankengeld unter den Voraussetzungen des § 45 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch bestehen. Für die Dauer des Bezugs von Kinderkrankengeld – für jedes Kind bis zu 10 Arbeitstagen, bei Alleinerziehenden bis zu 20 Arbeitstagen im Jahr – besteht dann ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Ar-beit gegen den Arbeitgeber. Für Fragen sollten sich die Eltern an die Krankenversicherung wenden.

Ist das Kind gesund und können die Eltern nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben, muss der Arbeitgeber umgehend darüber informiert werden. Es sollte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden (Urlaub, Abbau von Überstunden, Homeoffice, vorübergehende Reduzierung der Arbeitszeit, Änderung der Arbeitszeitverteilung).

Unter Umständen könnte sich ein Anspruch auf Lohnfortzahlung aus der Vorschrift des § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ergeben. Darin ist geregelt, dass Arbeitnehmer ihren Lohn weiter beziehen, wenn sie für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch „ein in ihrer Person liegendes unverschuldetes Leistungshindernis“ ausfallen. Diese Regelung kann aber im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ausgeschlossen sein, was in der Praxis oft der Fall ist.

Deshalb ist es auf jeden Fall wichtig, dass die betroffenen Eltern das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen und gemeinsam klären, welche Lösung für alle Beteiligten am besten ist.


Für Beschäftigte des Freistaats Bayern ergehen besondere Hinweise des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, die wir u. a. hier gebündelt haben.

Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat.

Warum ist eine schriftliche Erklärung notwendig, wenn ich die schulische Notfallbetreuung für mein Kind in Anspruch nehmen will? (akt. 17.03.2020, 10:30 Uhr)

Die schulische Notfallbetreuung ist laut Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums auf Kinder beschränkt, deren Erziehungsberechtigte im Bereich der sog. „kritischen Infrastruktur“ arbeiten. Ziel ist auch hier, das Infektionsrisiko für alle Beteiligten möglichst gering zu halten. Die schriftliche Erklärung (Formular siehe hier) dient in diesem Zusammenhang der Absicherung der Schülerinnen und Schüler, die an der Notfallbetreuung teilnehmen, und der schulischen Betreuungspersonen. Bitte legen Sie das Formular spätestens ab Mittwoch, 18.3.2020, vor, wenn Ihr Kind an der Notfallbetreuung teilnehmen soll (vgl. KMS vom 16.3.2020).

Was ist bei der Gruppengröße in der Notfallbetreuung zu beachten? (akt. 17.03.2020, 10:30 Uhr)

Um eine Ausbreitung des COVID – 19 in der Notfallbetreuung zu verhindern, sind die Schulleitungen gebeten, die Gruppengröße u. a. unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten nach eigenem Ermessen entsprechend zu festzulegen.

Kann mein Kind mit dem Schulbus zur Notfallbetreuung fahren? (akt. 17.03.2020, 10:30 Uhr)

Da an den bayerischen Schulen derzeit kein Pflicht- und Wahlpflichtunterricht mehr stattfindet, haben Schülerinnen und Schüler keinen Anspruch auf Schülerbeförderung zur Notfallbetreuung an ihrer Schule.

Allerdings behalten Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr ihre Gültigkeit und können weiter genutzt werden. Unter Umständen fahren auch weiterhin Schulbusse im sog. freigestellten Schülerverkehr – d. h. außerhalb des fahrplanmäßigen, normalen Linienverkehrs. Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor Ort bei den kommunalen Aufgabenträgern der Schülerbeförderung (z. B. die Landkreise oder Gemeinden).

Findet die Notfallbetreuung auch während der Osterferien statt? (akt. 27.03.2020, 12.30 Uhr)

Die Notfallbetreuung wird im Bedarfsfall von der Schule in der ersten Ferienwoche von Montag bis Donnerstag und in der zweiten Ferienwoche von Dienstag bis Freitag aufrechterhalten. Sie erstreckt sich bedarfsgerecht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr. Ganztags- und Mittagsbetreuungsangebote stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung, die Verpflegung der Kinder ist durch die Erziehungsberechtigten sicherzustellen. Angekündigte Ferienangebote sind augenblicklich aufgrund der Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie nicht durchführbar.

Schülerinnen und Schüler, die an Unterrichtstagen eine Kindertageseinrichtung besuchen, werden auch in den Osterferien in der Notfallbetreuung dieser Kindertageseinrichtung betreut.

Informationen zu Leistungserhebungen und Staatsexamina

Wie wird mit fehlenden Leistungsnachweisen umgegangen? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Oberstes Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler an allen Schularten faire Bedingungen erhalten und niemand durch die jetzige Situation benachteiligt wird.

Etwaige Sonderregelungen zu Leistungserhebungen, die aufgrund des Unterrichtsausfalls nötig werden, werden derzeit erarbeitet.

Sobald konkrete Aussagen möglich sind, werden die Schulen durch die jeweiligen Schulabteilungen des Kultusministeriums informiert. Die Informationen werden auch auf der Homepage des Kultusministeriums eingestellt.

Können (ggf. schon länger geplante) Leistungsnachweise bis zu den Osterferien durchgeführt werden – wenigstens in den Abschlussklassen? (akt. 17.03.2020, 16:50 Uhr)

Nein. Die Schulschließung umfasst den gesamten Unterricht und jegliche sonstigen schulischen Veranstaltungen im Sinne des Art. 30 Satz 1 BayEUG. Auch im Rahmen der Notfallbetreuung oder in digitalen Formaten (bspw. über mebis) finden keine Leistungserhebungen in der Zeit der Schulschließung statt.

Welche Auswirkungen hat die Schulschließung auf den Vorbereitungsdienst für Studienreferendare bzw. Lehramtsanwärter?

Für den Vorbereitungsdienst in Bayern gilt für alle Lehrämter einheitlich:

  • Seminartage und Prüfungslehrproben sind bis Ostern gestrichen.
  • Mündliche Prüfungen und Kolloquien (bzw. Klausur) sind zulässig.
  • Fachseminar- und Seminarsitzungen (schulintern) sind zulässig.

Diese Vorgaben unterliegen der Einschränkung, dass medizinische Gründe (für Absagen, Verlegungen, etc.) immer Vorrang haben. Die einschlägigen Hygienevorgaben sind zu beachten. Für die Zeit nach Ostern werden Prüfungslehrproben nach jetzigem Planungsstand neu zu terminieren sein.

Findet die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen zum Termin Frühjahr 2020 weiter statt? (akt. 18.03.2020, 16:00 Uhr)

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus wird die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen zum Prüfungstermin Frühjahr 2020 mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Es finden ab dem 19.03.2020 vorerst keine weiteren schriftlichen, praktischen oder mündlichen Prüfungen mehr statt. 

Aufgrund der dynamischen Situation können leider im Moment noch keine neuen Prüfungstermine bekanntgegeben werden. Wir werden diese schnellstmöglich veröffentlichen, sobald sie feststehen. Für alle aktuellen Informationen sowie Hinweise für Prüfungskandidatinnen und -kandidaten beachten Sie bitte immer auch folgende Unterseite: www.km.bayern.de/ministerium/termine/1-staatspruefung-anmeldung-pruefungen.html.

Informationen zur Verlegung der Abschlussprüfungen

Finden die Abschlussprüfungen an FOS/BOS wie geplant statt? (akt. 25.03.2020, 12:00 Uhr)

Hierzu laufen derzeit noch Abstimmungen und Beratungen. Eine Entscheidung wird so rasch wie möglich nach Beendigung dieser Abstimmungsprozesse bekannt gegeben.

Warum werden die zentralen Abschlussprüfungen an Realschule, Mittelschule, Förderschule, Wirtschaftsschule und Gymnasium verschoben? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Auch die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen aller Schularten sollen faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen vorfinden. Durch die Verschiebung der Prüfungen bleibt ausreichend Zeit für eine angemessene Vorbereitung im Unterricht.

Welche Möglichkeiten haben Schüler der Abschlussklassen, um sich während der Zeit der Schulschließung auf ihre Prüfungen vorzubereiten? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

In der Zeit der Schulschließung sollen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in Abstimmung mit ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern insbesondere auf die digitalen Unterrichtsangebote zurückgreifen. 

Welcher Zeitplan ist für die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern vorgesehen?

Nach aktuellem Planungsstand ergibt sich folgender Zeitplan:

Schriftliche Prüfungen (der Ausbildungsabschnitt 12.2 verlängert sich entsprechend!)

Deutsch
20. Mai 2020 (alt: 30. April)

Mathematik
26. Mai 2020 (alt: 05. Mai)

3. Abiturprüfungsfach (mit Französisch!)
29. Mai 2020 (alt: 08. Mai bzw. Französisch am 11. Mai)

Kolloquiumsprüfungen

Erste Prüfungswoche
15.-19. Juni 2020 (alt: 18.-22. Mai)

Zweite Prüfungswoche
22.-26. Juni 2020 (alt: 25.-29. Mai)

Mündliche Zusatzprüfungen

Abschluss der Zusatzprüfungen bis 03. Juli 2020 (Abwicklung erst nach Bekanntgabe der Ergebnisse der fünf Abiturprüfungsfächer)  (alt: 19. Juni)

Die Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten findet voraussichtlich in der zweiten Juliwoche statt.

Wird es Nachholtermine für die schriftlichen Abiturprüfungen geben?

Ja. Diese sollen wie jedes Jahr so angesetzt werden, dass eine termingerechte Bewerbung für bundesweit sowie örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge möglich ist. Weitere Informationen folgen.

Wann findet das „Abitur für andere Bewerber“ statt?

Die neu festgesetzten Prüfungstermine gelten auch für die Abiturprüfung für andere, d. h. externe Bewerber. Das vierte schriftliche Prüfungsfach soll nach Möglichkeit vor den Pfingstferien terminiert werden. Die Prüfungen des zweiten Prüfungsteils finden in der Regel nach den Pfingstferien statt. Die weitere Ausgestaltung des Terminplans liegt unter Berücksichtigung der Rahmenvorgaben in der Schulordnung für die Gymnasien in Bayern (GSO) in der Verantwortung der prüfenden Schule.

Welcher Zeitplan ist für die Abschlussprüfungen an der bayerischen Realschule vorgesehen? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Nach aktuellem Planungsstand finden die Abschlussprüfungen an den Realschulen an den folgenden Terminen statt:

Sprechfertigkeitsprüfungen

Englisch (Speaking Test)
27.04.2020 - 30.04.2020 (alt: 30.03.-02.04.2020)

Spanisch
11.05.2020 - 13.05.2020 (alt: 27.04.-29.04.2020)

Französisch
22.06.2020 - 26.06.2020 (alt: 25.05.-29.05.2020)

Tschechisch
22.06.2020 - 26.06.2020 (alt: 25.05.-29.05.2020)

Schriftliche Abschlussprüfungen

Spanisch, Tschechisch
30.06.2020 (alt: 16.06.2020)

Deutsch
01.07.2020 (alt: 17.06.2020)

Französisch
02.07.2020 (alt: 18.06.2020)

Englisch, Andere Fremdsprachen
03.07.2020 (alt: 19.06.2020)

Mathematik I/II
06.07.2020 (alt: 22.06.2020)

Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen
07.07.2020 (alt: 23.06.2020)

Physik
08.07.2020 (alt: 24.06.2020)

Kunst, Ernährung und Gesundheit, Sozialwesen, Sport, Musik
09.07.2020 (alt: 25.06.2020)

Werken
10.07.2020 (alt: 26.06.2020)

Die Entlassung der Absolventinnen und Absolventen findet voraussichtlich am 24.07.2020, d. h. am letzten Tag des Schuljahres statt (alt: 17.07.2020).

Wie ist der Zeitplan für die zentralen Abschlussprüfungen für den Qualifizierenden Abschluss der Mittel- und Förderschulen? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Nach aktuellem Planungsstand finden die Schriftlichen Prüfungen für den Qualifizierenden Abschluss der Mittel- und Förderschulen an den folgenden Terminen statt:

Englisch
06.07.2020, (alt: 22.06.2020)

Deutsch und Deutsch als Zweitsprache
07.07.2020, (alt: 23.06.2020)

Mathematik
08.07.2020, (alt: 24.06.2020)

Physik/Chemie/ Biologie und Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde
09.07.2020 (alt: 25.06.2020)

Muttersprache
19.06.2020
(Termin wird nicht verschoben wegen selbständiger Vorbereitung der Prüflinge auf die Prüfung)

Die mündlichen und praktischen Prüfungen werden ebenso wie die Projektprüfungen durch die Schulen terminiert.

Die Entlassung der Absolventinnen und Absolventen finden voraussichtlich am 24.07.2020 statt, also am letzten Tag des Schuljahrs (alt: 17.07.2020).

Wie ist der Zeitplan für die zentralen Abschlussprüfungen für den Mittleren Schulabschluss der Mittel- und Förderschule? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Nach aktuellem Planungsstand finden die Schriftlichen Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss an der Mittel- und Förderschule an den folgenden Terminen statt:

Deutsch
30.06.2020, (alt: 16.06.2020)

Englisch
01.07.2020, (alt: 17.06.2020)

Mathematik
02.07.2020, (alt: 18.06.2020)

Muttersprache
17.06.2020
(Termin wird nicht verschoben wegen selbständiger Vorbereitung der Prüflinge auf die Prüfung)

Die mündlichen und die Projektprüfungen werden durch die Schulen terminiert.

Die Entlassung der Absolventinnen und Absolventen finden voraussichtlich am 24.07.2020 statt, also am letzten Tag des Schuljahrs (alt: 17.07.2020).

Wie ist der Zeitplan für die zentralen Abschlussprüfungen an der Wirtschaftsschule? (akt. 19.03.2020, 18:45 Uhr)

Nach aktuellem Planungsstand finden die Abschlussprüfungen an den Wirtschaftsschulen an den folgenden Terminen statt:

Schriftliche Prüfungen:

Hausarbeit Übungsunternehmen Abgabetermin
11.05.2020, (alt: 27.04.2020)

Deutsch
01.07.2020, (alt: 22.06.2020)

Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle
02.07.2020, (alt: 23.06.2020)

Englisch
03.07.2020, (alt: 24.06.2020)

Mathematik
06.07.2020, (alt: 25.06.2020)

Mündliche Prüfungen:

Prüfungsgespräche zur schriftlichen Hausarbeit Übungsunternehmen
15.06.2020 bis 19.06.2020, (alt: 25.05.2020 bis 29.05.2020)

Praktische Prüfung Übungsunternehmen
22.06.2020 bis 26.06.2020, (alt: 15.06.2020 bis 19.06.2020)

Englisch
15.06.2020 bis 19.06.2020, (alt: 25.05.2020 bis 29.05.2020)

Die Entlassung der Absolventinnen und Absolventen findet voraussichtlich am 24.07.2020 statt.

Informationen zum Übertrittsverfahren (akt. 25.03.2020, 17:50 Uhr)

Erhalten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 in diesem Jahr ein Übertrittszeugnis?

Ja, denn trotz Einstellung des Unterrichtsbetriebs haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 und deren Erziehungsberechtigte Anspruch auf eine verlässliche Übertrittsempfehlung. Zudem ist das Übertrittszeugnis für eine Anmeldung an Realschulen oder Gymnasien erforderlich.

Allerdings wird das Übertrittsverfahren unter Berücksichtigung der zeitlichen Rahmenbedingungen an die aktuelle Sondersituation angepasst. Ziel ist, die Beeinträchtigungen durch die Einstellung des Unterrichtsbetriebs so gering wie möglich zu halten und auch in diesem Jahr faire Rahmenbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.

Welche Änderungen ergeben sich im Übertrittsverfahren in Jahrgangsstufe 4?

  • Der Termin für das Übertrittszeugnis wird vom 4. Mai auf den 11. Mai 2020 verschoben. Damit haben Kinder und Lehrkräfte die notwendige Zeit, nach den Osterferien gemeinsam zu einem geregelten Unterrichtsbetrieb zurückzukehren.
  • Mit Rücksicht auf die Schülerinnen und Schüler werden bis zum neuen Termin für das Übertrittszeugnis keine verpflichtenden Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht mehr gefordert. Grundlage für das Übertrittszeugnis sind somit die bis zum 13. März 2020 – dem letzten Schultag vor der bayernweiten Einstellung des Unterrichtsbetriebs – erzielten Noten.
  • Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler bis zum neuen Termin für das Übertrittszeugnis noch freiwillig an bis zu drei Proben – je eine in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht – teilnehmen. Dabei entscheiden die Erziehungsberechtigten für jede einzelne Probe, ob deren Ergebnis in die Durchschnittsnote für das Übertrittszeugnis einfließt. Auf diese Weise ist eine Verbesserung des bisherigen Notenbildes, aber keine Verschlechterung möglich.
  • Die drei freiwilligen Proben können freilich nur dann stattfinden, wenn die Schulen wie geplant am 20. April 2020 öffnen.

Warum wird das Übertrittszeugnis (nur) um eine Woche verschoben?

Mit der Verschiebung des Termins für das Übertrittszeugnis um eine Woche soll den Kindern nach den Osterferien ein „Wiederankommen“ an der Schule ohne verpflichtende Proben ermöglicht und ihnen trotz der besonderen Ausnahmesituation die Chance eröffnet werden, ihr aktuelles Notenbild nochmals zu verbessern. Dazu erhalten sie das Angebot einer freiwilligen Teilnahme an jeweils einer Probearbeit in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht. Darüber hinaus entscheiden die Erziehungsberechtigten nach Bekanntgabe der Note, ob diese in die Bewertung und damit in das Übertrittszeugnis Eingang finden soll.

Eine weitere Verlängerung des Zeitraums bis zur Ausgabe des Übertrittszeugnisses hätte im Übrigen dazu geführt, dass Probearbeiten – da ein ausreichend langer Zeitraum zur Verfügung gestanden hätte – nicht auf freiwilliger Basis, sondern verpflichtend von den Schulen hätten durchgeführt werden müssen. Angesichts der Tatsache, dass das „Lernen zuhause“ besondere Anforderungen an die Kinder stellt, soll auf weitere verpflichtende Probearbeiten bis zum Übertrittszeugnis jedoch verzichtet werden. Auch dies dient dem Ziel, dass die Kinder in der derzeitigen Situation faire Übertrittsbedingungen erhalten.

Hinzu kommt, dass bei einer längeren Verschiebung des Termins für das Übertrittszeugnis die Einschreibung und der Probeunterricht an Realschulen und Gymnasien nicht mehr im Mai stattfinden könnten. Dies ist jedoch notwendig, da hiervon weitere Prozesse im Schuljahreslauf abhängen, die für einen geregelten Unterrichtsbetrieb im neuen Schuljahr erforderlich sind.

Wann finden die drei freiwilligen Proben statt, wenn der Unterricht am 20. April 2020 wieder aufgenommen wird?

  • In der ersten Woche nach den Osterferien werden keine Proben angesetzt, um den Schülerinnen und Schülern ein „Wiederankommen“ im Unterricht und eine Sicherung der Lerninhalte zu ermöglichen.
  • Die drei freiwilligen Proben finden dann in den beiden folgenden Wochen in der Zeit vom 27. April bis zum 6. Mai 2020 statt. Sie werden – wie üblich – jeweils spätestens eine Woche im Voraus angekündigt; pro Woche sollen nicht mehr als zwei Proben stattfinden. Nähere Informationen erhalten Sie zu gegebener Zeit von der Lehrkraft Ihres Kindes.

Auf welcher Grundlage treffen die Eltern die Entscheidung über die freiwillige Teilnahme an den Proben?

Die Lehrkraft des Kindes gibt den Erziehungsberechtigten vorab schriftlich Auskunft über den aktuellen Leistungsstand.

Wie sieht das Übertrittszeugnis 2020 aus?

  • Das Übertrittszeugnis wird alle für den Übertritt an die weiterführenden Schulen relevanten Informationen enthalten. Um die nach den Osterferien noch freiwillig erbrachten Proben einbeziehen und eine rechtzeitige Fertigstelllung der Zeugnisse gewährleisten zu können, wird es jedoch deutlich verschlankt.
  • Enthalten sein werden eine kurze Bemerkung über das Sozial- bzw. Lern- und Arbeitsverhalten des Kindes, die in den drei Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht erzielten Noten, die Durchschnittsnote hieraus sowie die Übertrittsempfehlung.

Hat mein Kind einen Nachteil im Übertrittsverfahren, wenn in seiner Klasse in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht weniger verpflichtende Proben geschrieben werden als ursprünglich angekündigt?

Oberstes pädagogisches Ziel in der jetzigen Ausnahmesituation und unter Berücksichtigung der zeitlichen Rahmenbedingungen ist es, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 4 auch in diesem Jahr faire Bedingungen für ihre weitere Schullaufbahn zu bieten. Zur Vermeidung von Benachteiligungen gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler nach den Osterferien behutsam in den Schulalltag zurückkehren können und sich in der Zeit bis zum Übertrittszeugnis angemessenen Anforderungen gegenübersehen.

Die oben beschriebene Ausnahmeregelung vermeidet daher übergroße Belastungen für die Schülerinnen und Schüler nach dem Wiederbeginn des Unterrichts und gibt ihnen dennoch die Gelegenheit, ihre Leistungen ggf. noch zu verbessern.

Ungeachtet dessen kann die Eignung für die Realschule oder das Gymnasium auch noch nach dem Termin für das Übertrittszeugnis über den erfolgreich bestandenen Probeunterricht (siehe FAQ „Wann findet der Probeunterricht für Realschule und Gymnasium statt?“) nachgewiesen werden.

Wann findet die Einschreibung an den weiterführenden Schulen statt?

Die Einschreibung an den weiterführenden Schulen wird ebenfalls um eine Woche nach hinten verschoben und findet nunmehr im Zeitraum vom 18. bis 22. Mai 2020 statt. Die genauen Termine an den einzelnen Schulen werden demnächst koordiniert; bitte informieren Sie sich darüber zu gegebener Zeit direkt vor Ort.

Wann findet der Probeunterricht für Realschule und Gymnasium statt?

Auch die Termine für den Probeunterricht für die Realschule und das Gymnasium wurden um eine Woche nach hinten auf den 26. bis 28. Mai 2020 verschoben. Details erfahren Sie bei der Einschreibung direkt an der jeweiligen Schule.

Allgemeine Informationen zum Probeunterricht an der Realschule finden Sie hier, zum Probeunterricht am Gymnasium hier.

In welcher Form lässt die Lehrkraft in der Woche vom 20.04. – 24.04. den Erziehungsberechtigten die schriftliche Information zum Leistungsstand in den Fächern Deutsch, Mathematik und HSU zukommen?

Hierfür kann die Lehrkraft dieses Formular verwenden, das an die Information über den Leistungsstand vom Januar angelehnt ist. Der aktuelle Leistungsstand in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht wird gerundet auf zwei Nachkommastellen angegeben. Die Eltern haben dann eine gute Grundlage für ihre Entscheidung, ob ihr Kind an den freiwilligen Probearbeiten teilnimmt.

Die Lehrkraft bietet den Eltern die Möglichkeit zum Gespräch an.

In unserer Klasse wurde in einem der übertrittsrelevanten Fächer oder in allen drei Fächern die bisher vorgesehene Richtzahl an Probearbeiten (D:12, M:5, HSU:5) bereits erreicht. Muss trotzdem noch eine weitere, freiwillige Probearbeit angeboten werden?

Ja, die Schülerinnen und Schüler erhalten dieses Angebot in jedem Fall. Übergeordnetes Ziel der Anpassungen im Übertrittsverfahren 2020 ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler faire Übertrittsbedingungen und die Möglichkeit zur Leistungsverbesserung zu geben.

Ich habe als Lehrkraft die Übertrittszeugnisse bereits geschrieben und wie üblich die Noten in allen Fächern eingetragen sowie die Lernentwicklung im jeweiligen Fach beschrieben. War diese Arbeit nun umsonst?

Das Übertrittszeugnis für das Jahr 2020 beinhaltet nur die Ziffernnoten in den übertrittsrelevanten Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht, Aussagen zum Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten, den Gesamtdurchschnitt inkl. Übertrittsempfehlung und ein Beratungsangebot für die Erziehungsberechtigten. Damit möchten wir die Lehrkräfte in dieser schwierigen Zeit auch entlasten.

Alle weiteren Informationen, die bereits vorab zusammengestellt wurden, können den Erziehungsberechtigten aber sehr gerne in geeigneter Weise, z. B. über ein formloses Beiblatt zum Übertrittszeugnis oder im Rahmen eines persönlichen Gesprächs (Sprechstunde, Telefonat) zur Verfügung gestellt werden. Diese Informationen stellen auch eine hilfreiche Grundlage für die Leistungsrückmeldung im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4 dar.

Wir empfehlen jedoch, das Vorgehen im Jahrgangsstufenteam und mit der Schulleitung zu besprechen und auf die Einzelschule bezogen einheitlich zu gestalten.

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