Brandanschlag auf jüdisches Gemeindehaus vor 50 Jahren Die Opfer von damals sind nicht vergessen

Im Alten Rathaus in München gedachten zahlreiche Gäste der Opfer des Brandanschlags auf das jüdische Gemeindehaus in der Reichenbachstraße am 13. Februar 1970
Im Alten Rathaus in München gedachten zahlreiche Gäste der Opfer des Brandanschlags auf das jüdische Gemeindehaus in der Reichenbachstraße am 13. Februar 1970

Am 13. Februar 1970 wurde ein barbarischer Brandanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in der Reichenbachstraße in München verübt. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben. Bei einer Gedenkveranstaltung wurde nun an die Opfer erinnert.

Kultusminister Michael Piazolo warnte bei der Gedenkveranstaltung vor dem Wiedererstarken von Antisemitismus und Extremismus. In seiner Rede sprach er im Namen der Staatsregierung den Angehörigen und der jüdischen Gemeinde sein tiefes Mitgefühl aus und sicherte rückhaltlose Unterstützung zu. „Unsere Lehre aus dem Attentat ist: Wir müssen jüdische Menschen in Deutschland schützen. Wir müssen alles dafür tun, dass sie hier frei und sicher leben können. Wir stehen ein für unsere jüdischen Gemeinden!“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo bei seiner Ansprache
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo bei seiner Ansprache

Piazolo sicherte auch Unterstützung bei der Erhaltung und Sanierung der historischen Synagoge der jüdischen Gemeinde München in der Reichenbachstraße zu und betonte die Bedeutung des Bildungssystems bei der Vermittlung von Werten an künftige Generationen. „Unsere Schulen tragen hier eine besondere Verantwortung: Sie vermitteln Wissen über demokratische Prozesse und regen unsere jungen Menschen zu gesellschaftlichem Engagement an. Deshalb werden wir die politische Bildung sowie die Demokratie- und Werte-Erziehung an unseren Schulen weiter stärken“, so Piazolo.

Am 13. Februar 1970 wurde auf das damalige Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in der Reichenbachstraße ein Brandanschlag verübt. Sieben Menschen, die im Altersheim der Gemeinde lebten, wurden dabei ermordet, darunter Überlebende der Shoah.

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