Sicherer Schulweg Erstklässler erhalten reflektierende Sicherheitsüberwürfe

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, sowie Staatsminister Dr. Florian Herrmann (hi. v. li.) gemeinsam mit Schulkindern bei der Übergabe der Sicherheitsüberwürfe im Bayerischen Landtag
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, sowie Staatsminister Dr. Florian Herrmann (hi. v. li.) gemeinsam mit Schulkindern bei der Übergabe der Sicherheitsüberwürfe im Bayerischen Landtag

Auch in der dunklen Jahreszeit sicher auf dem Schulweg unterwegs:  Um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr auch bei Dunkelheit zu gewährleisten, erhalten alle bayerischen Erstklässlerinnen und Erstklässler reflektierende Überwürfe.

Rund eine halbe Million Grundschülerinnen und Grundschüler sind in Bayern tagtäglich auf ihrem Schulweg unterwegs. Gerade unsere Jüngsten sind bei zunehmendem Verkehr und in unübersichtlichen Situationen besonders gefährdet und brauchen jede Unterstützung, denn im Straßenverkehr ist Unfallprävention lebensrettend. Um Schulkinder auf ihrem Weg zur Schule für andere Verkehrsteilnehmer sichtbarer zu machen, erhalten alle Erstklässler im Freistaat ab dem kommenden Schuljahr 2020/2021 reflektierende Sicherheitsüberwürfe. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Präsident der Landesverkehrswacht Bayern, und die Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Irmgard Stippler, stellten dazu gemeinsam im Bayerischen Landtag die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ vor. Zum Auftakt überreichten sie Schülerinnen und Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums Innsbrucker Ring sowie der Grundschule an der Sankt-Anna-Straße Sicherheitsüberwürfe.

Kultusminister Piazolo betonte als Schirmherr der Aktion: „Wenn es um die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr geht, sind alle aufgerufen, mitzuhelfen – Eltern, Schule, Schulweghelfer, Verkehrsteilnehmer und viele außerschulische Partner. Mit den Sicherheitsüberwürfen signalisieren wir nochmals deutlich: Wir geben aufeinander Acht, damit unsere Kinder sicher zur Schule und nach Hause kommen!“ Er dankte der Landesverkehrswacht Bayern und der AOK Bayern dafür, dass sie sich in ihrem gemeinsamen Kooperationsprojekt „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ für einen sicheren Schulweg der bayerischen Erstklässler einsetzen.

Dazu Staatsminister Herrmann: „Wir brauchen mehr Sicherheit auf dem Schulweg – jeder Unfall ist einer zu viel! Im letzten Jahr gab es in Bayern 707 polizeilich erfasste Schulwegunfälle. Vier Kinder kamen auf dem Schulweg ums Leben. 814 Schulkinder wurden verletzt – eine nach wie vor unerträglich hohe Anzahl von Verkehrsopfern! Zur Verbesserung dieser Situation sind alle Beteiligten aufgerufen: Verkehrsteilnehmer, Eltern, Polizei, Behörden, Lehrkräfte und letztlich alle Bürgerinnen und Bürger. Jeder kann dazu einen Beitrag leisten, durch besondere Rücksicht, durch bessere Sichtbarkeit, durch aktives Engagement, beispielsweise im Bereich der Schulwegdienste, durch Aufklärung und Training sowie durch gezieltes Vermitteln der Risiken im Straßenverkehr und durch Maßnahmen zu ihrer Vermeidung. Helfen Sie mit, den Schulweg für unsere Kleinen sicherer zu machen!“

Kultusminister Piazolo und Staatsminister Herrmann präsentieren die Überwürfe mit einer Schülerin des SFZ Innsbrucker Ring sowie einem Schüler der Sankt-Anna-Grundschule
Kultusminister Piazolo und Staatsminister Herrmann präsentieren die Überwürfe mit einer Schülerin des SFZ Innsbrucker Ring sowie einem Schüler der Sankt-Anna-Grundschule

Im laufenden Schuljahr 2019/2020 erhalten die Abc-Schützen an 225 Förderschulen in ganz Bayern die Sicherheitsüberwürfe von Landesverkehrswacht Bayern und AOK Bayern. Im nächsten Schuljahr werden die Kooperationspartner alle Erstklässler in ganz Bayern mit den reflektierenden Sicherheitsüberwürfen ausstatten. „Kinder zählen zu den Schwächsten aller Verkehrsteilnehmer, sie sind in besonderem Maße schutzbedürftig und wir wollen mit der Aktion unseren Beitrag leisten für einen sicheren und unfallfreien Schulweg“, so Vorstandsvorsitzende Stippler abschließend.

Engagement von Schulen und Organisationen für sicheren Schulweg

Verkehrserziehung hat an bayerischen Schulen einen hohen Stellenwert. Sie ist in den Fachlehrplänen der Grundschule und als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel in allen Schularten fest verankert. Kinder und Jugendliche sollen Kompetenzen erwerben, die sie für verantwortungsbewusstes und verkehrsgerechtes Verhalten im Straßenverkehr benötigen.

Einige Organisationen, die im Bereich der Verkehrssicherheit tätig sind, bieten für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen darüber hinaus gezielte Projekte zur Verminderung der Unfallgefahren auf dem Schulweg an. Die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“, die von der Landesverkehrswacht Bayern und der AOK Bayern organisiert wird, reiht sich in eine Vielzahl von Initiativen ein, die die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen in den Blick nimmt.

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