Pressekonferenz Digitalisierung voranbringen

Die genutzte Technik im Klassenzimmer soll stets der Pädagogik dienen
Die genutzte Technik im Klassenzimmer soll stets der Pädagogik dienen

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo stelltebei einer Pressekonferenz das Digitalisierungskonzept für Bayerns Schulen vor. Die vielfältigen Maßnahmen reichen von Medienkonzepten über eine Fortbildungsoffensive bis hin zu digitalen Klassenzimmern.

„Mit einer Milliarde Euro können wir einen wuchtigen Aufschlag für die Digitalisierung an den bayerischen Schulen machen“, betonte Kultusminister Michael Piazolo bei einer Pressekonferenz im Staatsministerium, bei der die Maßnahmen des Freistaats zur Digitalisierung an bayerischen Schulen präsentiert wurden. Mit dem Masterplan Bayern Digital II stehen den bayerischen Schulen Landesmittel in Höhe von 212,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderprogramme mit einer Laufzeit von 2018 bis 2020 sind im aktuellen Doppelhaushalt vollständig veranschlagt und die Kommunen können die zugesagten Mittel vollständig abrufen. Die Bundesmittel des „DigitalPakts Schule 2019-2024“ in Höhe von 778 Millionen Euro kommen hinzu. „Mit dem Masterplan Bayern Digital II und dem DigitalPakt Schule treiben wir die Digitalisierung der bayerischen Schulen dynamisch voran“ ergänzte der Minister. Bayern sei mit den vorab zur Verfügung gestellten Landesmitteln gegenüber dem Bund in Vorleistung gegangen.

Ziel des Digitalisierungskonzepts an den bayerischen Schulen sei es, die Schülerinnen und Schüler zu einem selbstbestimmten, verantwortungsvollen und kritisch-reflektierten Umgang mit den Medien zu erziehen. „Die eingesetzte Technik soll dabei stets der Pädagogik dienen“, betonte Piazolo.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo erläutert die bayerischen Maßnahmen zur digitalen Bildung
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo erläutert die bayerischen Maßnahmen zur digitalen Bildung

Medienkonzepte entwickelt

Die bayerischen Schulen haben im laufenden Schuljahr ihre Medienkonzepte entwickelt. Diese bestehen aus einem Mediencurriculum für die pädagogische Umsetzung der Medienkompetenzen im Unterricht sowie aus einem Plan für die technische Ausstattung der Klassenzimmer und die Fortbildung für die Lehrkräfte. „Ich danke allen Lehrkräften für ihr großartiges Engagement“, so der Kultusminister.

Freistaat investiert massiv in IT-Ausstattung der Schulen

Insgesamt sollen an den Schulen 50.000 digitale Klassenzimmer eingerichtet werden. Dazu gehört ein Lehrerarbeitsplatz mit einer digitalen Präsentationseinrichtung in Großbilddarstellung, ein Lehrer-PC, eine Dokumentenkamera und ein Audiosystem. „Bereits jetzt sind 11.000 digitale Klassenzimmer eingerichtet“, betonte der Minister. Mehr als die Hälfte der bayerischen Schulen sind bereits mit WLAN ausgestattet.

Fortbildungsoffensive gestartet

Allein im aktuellen Schuljahr 2018/2019 stehen den Schulen 200 zusätzliche Lehrerstellen für die Lehrfortbildung und die pädagogische Systembetreuung zur Verfügung. „Mit einer flächendeckenden Fortbildungsoffensive unterstützen wir die Lehrkräfte“, so Michael Piazolo. Dazu gehören zentrale, regionale und schulinterne Fortbildungen wie auch neu entwickelte Online-Selbstlernkurse für die Lehrkräfte.

Unterstützungsnetzwerk aufgebaut

Der Freistaat setzt insgesamt 170 Berater für digitale Bildung ein. In jeder Region und in jeder Schulart sollen sie den Schulen bei der Umsetzung der Medienkonzepte, bei der Planung der IT-Ausstattung und durch Lehrerfortbildung unterstützen. 

Wartung und Pflege der IT-Ausstattung sicherstellen

Der Freistaat hat mit den Kommunalen Spitzenverbänden einen Dialog begonnen, in dem Lösungsansätze für Konzepte zur Wartung und Pflege der IT-Infrastrukturen an den Schulen erarbeitet und umgesetzt werden sollen. Ziel ist ein zentrales, landesweit verfügbares Angebot für Wartung und Pflege, um (pädagogische) Systembetreuer und Schulleitungen von diesen zusätzlichen technischen Aufgaben zu entlasten.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo testet die Bildungsplattform mebis
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo testet die Bildungsplattform mebis

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