Regensburg Die jüdische Gemeinde Regensburg begeht feierlich die Eröffnung der neuen Synagoge

Ein Freudentag für alle Bayern: In Regensburg hat die jüdische Gemeinde nun eine neue Heimat gefunden
Ein Freudentag für alle Bayern: In Regensburg hat die jüdische Gemeinde nun eine neue Heimat gefunden

Zentrum für Frieden, Glauben, Toleranz und Tradition: In Regensburg wurde die neue Synagoge feierlich eingeweiht. Sie ist ein weiteres Symbol für das blühende jüdische Leben in Bayern​.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Kultusminister Michael Piazolo betonte in seiner Rede die „Bedeutung eines blühenden jüdischen Lebens in Bayern“. So sind für Piazolo „Synagogen Orte der Vielfalt, des Friedens und der Toleranz. Hier in Regensburg hat die jüdische Gemeinde nun wie bereits an vielen anderen Orten in Bayern eine neue Heimat gefunden.“ Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von einem „Freudentag nicht nur für die jüdische Gemeinde, sondern für uns alle in Bayern“. 

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Regensburg reicht mehr als 1000 Jahre zurück und ist eng verbunden mit der kulturellen und wirtschaftlichen Blüte der mittelalterlichen Metropole. Mit der Zerstörung des jüdischen Gotteshauses im Jahre 1938 fand diese Epoche ein ebenso tragisches wie unbarmherziges Ende. Das damit einhergehende Leid für die Juden Europas ist für Minister Piazolo „in der Geschichte der Menschheit ohne Vergleich und in seiner Grausamkeit nicht zu überbieten“.

Jüdisches Leben hat seinen festen Platz in Bayern

Der Minister ist daher „umso dankbarer, dass trotz der Barbarei und der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus, unter dem so viele Menschen unsagbar gelitten haben, Juden nach 1945 hier wieder eine Heimat gefunden haben. Nur so konnte jüdisches Leben wieder seinen festen Platz bei uns in Bayern einnehmen.“

Michael Piazolo sieht die jungen Menschen und damit auch die Schulen in der Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen: „Wir benötigen eine Kultur des Miteinanders und des Hinschauens. Für Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft kein Platz“. Der Kultusminister nutzte die Gelegenheit, den Vertretern der jüdischen Gemeinde für deren „großartiges Engagement“ zu danken: „In Regensburg ist so ein weiteres Zentrum religiösen Lebens und ein Sinnbild für ein friedliches Miteinander entstanden.“ 

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