Tschechien (Musikprogramm)

Fahne Tschechische Republik

Schülerinnen und Schüler berichten über ihr Auslandsjahr in Tschechien:

Allgemeines und Motivation

Durch dieses Stipendium habe ich die Möglichkeit, mich in einer neuen Familie und Kultur einzuleben, eine weitere Sprache zu lernen, neue Freundschaften zu schließen und eine zweite Heimat zu finden.

„Warum gehst du nicht weiter weg?“ Diese Frage habe ich öfter gehört, wenn meine Mitschüler und Freunde von meinem Vorhaben, ein Auslandsjahr in Tschechien zu absolvieren, erfahren haben. Dabei scheint die Antwort darauf für mich ziemlich simpel: „Warum nicht Tschechien? Es sind unsere Nachbarn und trotzdem kenne ich sie gar nicht.“

Gastfamilie

Eine meiner Sorgen war schon wenige Tage nach meiner Ankunft wie in Luft aufgelöst, da ich von meiner Gastfamilie unglaublich herzlich und freudig empfangen wurde. Dadurch hatte ich vom ersten Tag an das Gefühl, in der richtigen Familie zu leben.

Nach einem Monat in meiner neuen Familie haben wir bei einem mehrtägigen Ausflug in die Slowakei den zweiten Teil der Familie in der Heimatstadt meiner Gastmutter besucht. Die unglaubliche Herzlichkeit und Freude, mit der ich von ihnen begrüßt und in die Familie aufgenommen wurde, ist mit Worten kaum zu beschreiben.

Sie haben mir sogar nach wenigen Tagen einen eigenen Haustürschlüssel anvertraut.

Es waren meine Gastgeschwister, die mich ihren Freunden vorgestellt haben und mich mitgenommen haben, wenn sie auf Partys, Veranstaltungen und Treffen gegangen sind. Dadurch konnte ich nicht nur eine gute Bindung zu meinen Gastbrüdern aufbauen, sondern auch schnell Anschluss finden.

Land und Leute

Ich kann mir für mein Austauschjahr keine bessere Stadt vorstellen, da ich hier zahlreiche Möglichkeiten habe, meine Freizeit zu verbringen und dabei gleichzeitig viele neue, freundliche, herzliche und aufgeschlossene Menschen kennenlernen und Freunde finden kann.

Schule

Glücklicherweise sind meine Klassenkameraden von Anfang an in sehr aufgeschlossener Art und Weise auf mich zugekommen und eine Mitschülerin hat mich gleich nach Betreten des Klassenzimmers gefragt, ob ich mich neben sie setzen möchte. Sie haben sich alle sehr viel Mühe gegeben, mich zu integrieren, sodass ich mittlerweile vollkommen in die Klassengemeinschaft aufgenommen wurde.

Der Zusammenhalt unter den Schülern einer Jahrgangsstufe ist viel größer als ich es aus Deutschland gewöhnt war. An einer Schule mit 350 Schülern war deshalb schon nach kurzer Zeit bekannt, wer die Austauschschülerin ist. Daraufhin wurde ich sofort von Lehrern und Schülern vermehrt angesprochen und zu Feiern und Treffen eingeladen.

Die Lern- und Arbeitsatmosphäre empfinde ich als sehr angenehm, was hauptsächlich durch das persönliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern entsteht, denn man wird beispielsweise als Schüler häufig mit dem Spitznamen angesprochen.

Mit meiner Instrumentallehrerin kommuniziere ich auf Deutsch. Der Unterricht verläuft immer sehr gut.

Sprache

Zu Beginn klang jedes Gespräch wie ein Gewirr aus seltsamen, zischenden Lauten, doch meine Familie und Freunde helfen mir beim Erlernen der Sprache und bringen mir täglich neue Wörter und Sätze bei. Inzwischen verstehe ich bereits einige Wörter, kann leichte Sätze bilden und mich verständigen.

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