Staatsbesuch in Russland Kooperation zwischen Bayern und Russland wird ausgebaut

Die Beziehungen zwischen Bayern und Russland werden erweitert und vertieft
Die Beziehungen zwischen Bayern und Russland werden erweitert und vertieft

Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Russland birgt in Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie in der zeithistorischen Arbeit viele Chancen. Zahlreiche Begegnungen und Gespräche geben Gelegenheit, die bayerisch-russischen Beziehungen in diesen Bereichen weiter auszubauen.

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle besuchte Moskau bei einer dreitägigen Russlandreise in der Delegation von Ministerpräsident Horst Seehofer gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sowie mehreren Fachdelegationen. Ziel der Reise war es, die Beziehungen zwischen Bayern und Russland unter anderem in den Bereichen Wissenschaft sowie Kunst und Kultur zu verbessern und fortzuentwickeln.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle erklärte: „Beispiele für erfolgreiche aktuelle Kooperationen zwischen Bayern und Russland gibt es bereits viele. Es ist unser Ziel, die schon sehr engen bayerisch-russischen Beziehungen in Wissenschaft, Kunst und Kultur, aber auch auf dem Gebiet des gemeinsamen historischen Lernens und Erinnerns weiter zu intensivieren. Konstruktive Perspektiven und Projekte für die Zukunft bringen wir am besten im Dialog auf den Weg.“

Zahlreiche Gespräche und Begegnungen gaben Gelegenheit zum Austausch. Darunter etwa Besuche der Higher School of Economics, der Lomonossow Moscow State University, der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung, des Innovationszentrums Skolkovo sowie ein Treffen mit dem russischen Kulturminister Wladimir Medinski.

Ministerpräsident Horst Seehofer (rechts) und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) im Gespräch mit dem russischen Kulturminister Wladimir Medinski
Ministerpräsident Horst Seehofer (rechts) und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (Mitte) im Gespräch mit dem russischen Kulturminister Wladimir Medinski

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle unterzeichnete gemeinsam mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Medinski ein Memorandum über die Zusammenarbeit im Bereich Kultur, das einen viertieften Austausch anregt: von Musik und Theater, Film und bildender Kunst bis zu Museen, Ausstellungen, Bibliotheken und Kulturtourismus. „Bayerische und russische Kultureinrichtungen arbeiten bereits in herausragender und vielfältiger Weise zusammen. Mit der Vereinbarung, die wir geschlossen haben, setzen wir ein Zeichen dafür, unsere Partnerschaft weiter zu intensivieren und auszubauen", so der Minister.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und der russische Kulturminister Wladimir Medinski (links) unterzeichneten ein Memorandum zur kulturellen Zusammenarbeit
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und der russische Kulturminister Wladimir Medinski (links) unterzeichneten ein Memorandum zur kulturellen Zusammenarbeit

Beide Partner wollen sich für Ausstellungen wie „Die Pracht des russischen Zarenhofes. Die Romanovs und die Imperator-Residenz Peterhof" aus der Sammlung des Staatlichen Museums und Naturschutzparks „Peterhof" (St. Petersburg) in München sowie die Ausstellung über den klassizistischen Maler Leo von Klenze in Sankt Petersburg einsetzen. Zudem sollen die Kooperationen im Tourismus, von Filmproduktionen und anderen Kulturträgern intensiviert werden. Beide Seiten betonten, dass der illegale Kunsthandel eingedämmt werden soll. Das Memorandum hat eine Gültigkeit von drei Jahren, kann aber verlängert werden.

Darüber hinaus kam der vertieften Zusammenarbeit bayerischer und russischer Archive insbesondere für den Bereich der Erinnerungsarbeit eine wichtige Rolle zu und eine Vereinbarung zwischen dem Tschaikowsky-Konservatorium Moskau und der Hochschule für Musik und Theater München sieht eine engere Kooperation auf den Gebieten Lehre, Forschung und Konzerten vor.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle mit dem Präsidenten des Tschaikowsky-Konservatoriums, Aleksander Sokolov, und dem Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater München, Bernd Redmann (v.l.n.r.)
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle mit dem Präsidenten des Tschaikowsky-Konservatoriums, Aleksander Sokolov, und dem Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater München, Bernd Redmann (v.l.n.r.)

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion