Olympia-Attentat 1972 Bau des Erinnerungsortes hat begonnen

Vorentwurf des Erinnerungsortes an das Olympia-Attentat 1972 von den Architekten Brückner & Brückner
Vorentwurf des Erinnerungsortes an das Olympia-Attentat 1972 von den Architekten Brückner & Brückner

Die Bauarbeiten für den Erinnerungsort für das Olympia-Attentat 1972 haben begonnen. Schweres Gerät wird im Kolehmainenweg auf dem Olympiagelände für Erdarbeiten eingesetzt, ein erstes großes Loch für das Fundament wurde bereits ausgehoben.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und der Vizegeneralkonsul des Staates Israel Jonathan Glick machten sich vor Ort ein Bild von den Bauarbeiten: „Ich freue mich, dass es jetzt mit den Bauarbeiten losgeht und wir den angepeilten Termin zur Fertigstellung im Frühjahr 2017 erreichen können. Der Erinnerungsort wird ein Ort sein, an dem das Gedenken an die zwölf Opfer des Attentats im Mittelpunkt steht. Zugleich wird hier aber auch das Geschehen in München und Fürstenfeldbruck in seinem Verlauf dargestellt und in den internationalen historischen Kontext eingeordnet werden. Der Erinnerungsort wird so eine ganz wichtige Säule im Gedenken an den Anschlag von 1972 werden.“

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Jonathan Glick, Vizegeneralkonsul des Staates Israel, informieren sich vor Ort über den Stand der Bauarbeiten am Erinnerungsort
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Jonathan Glick, Vizegeneralkonsul des Staates Israel, informieren sich vor Ort über den Stand der Bauarbeiten am Erinnerungsort

Bis zum Frühjahr 2017 soll auf dem westlichen Lindenhügel des ehemaligen Olympiageländes ein Erinnerungsort für die Opfer des terroristischen Olympia-Attentats München 1972 errichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,9 Millionen Euro. An den Kosten beteiligen sich neben dem Freistaat Bayern die Bundesrepublik Deutschland, die Landeshauptstadt München, das Internationale Olympische Komitee, der Deutsche Sportbund und die Foundation for Global Sports Development.

Die Konzeption für den Gedenkort wurde von Experten der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, des Jüdischen Museums in München und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in engem Dialog mit Angehörigen der Opfer, den zuständigen Behörden sowie dem Generalkonsulat des Staates Israel erstellt.

In einem konkurrierenden Verfahren zwischen mehreren Architektur- und Gestaltungsbüros, das das Staatliche Bauamt München II durchgeführt hatte, hatte sich durch das Votum der Jury der Entwurf des Architekturbüros Brückner & Brückner durchgesetzt. Unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen des Geländes war das Büro gebeten worden, den Entwurf „Einschnitt“ zu überarbeiten.

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