Bundesverdienstkreuz Verdiente Persönlichkeiten erhalten hohe Auszeichnung

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Andrea Gebhard
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Andrea Gebhard

Kunst- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle händigte in München verdienten Persönlichkeiten für ihren Einsatz für das Gemeinwohl das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Eine besondere Auszeichnung!

"Alle heute Ausgezeichneten haben sich in außergewöhnlichem Maß um das Allgemeinwohl verdient gemacht. Die vielen Facetten ihres persönlichen Engagements bereichern unsere Gesellschaft sehr", betonte Minister Spaenle bei der Aushändigung der Orden.

Andrea Gebhard aus München setzt sich als Mitglied und Vorsitzende in verschiedenen Gremien für Stadtentwicklung, Landschaftsarchitektur und Landschaftsökologie ein. "Landschaften zukunftsfähig zu gestalten, Regionen weiterzuentwickeln und so die Qualität der Umwelt zu steigern, waren grundlegende Ziele ihrer Arbeit", würdigte Minister Spaenle das Engagement der bis 2014 langjährigen Präsidentin des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA). Sie habe sich als Leiterin der Abteilung Grünplanung im Planungsreferat der Stadt München in den Jahren 1993 bis 2000 nachhaltige Verdienste um die Gestaltung der Münchner Freianlagen erworben, die Entwicklung der Messestadt Riem sei auf ihren Einsatz als Geschäftsführerin der BUGA 2005 GmbH von 2000 bis 2006 zurückzuführen. "Sie haben es geschafft, ein attraktives und überzeugendes Konzept für die 'Bundesgartenschau 2005 - Nachhaltige Entwicklung eines neuen Stadtteils' zu entwickeln", betonte Kultusminister Spaenle in seiner Laudatio. Dabei seien für sie die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Soziales zentral gewesen. "Dank Ihres Einsatzes erhielt München den Zuschlag", hob Minister Spaenle heraus. Im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA) 2005 habe sie gemeindeübergreifende Projekte wie den RadlRing München oder den Grünzug Würm initiiert. Darüber hinaus engagiere sie sich dafür, Städtebau und Landesplanung in Wissenschaft und Praxis zu fördern, beispielsweise im Stiftungsrat der Bundesstiftung Baukultur, im Bundeskongress zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesbauministeriums oder als Vorsitzende der Landesgruppe Bayern der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL).

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Magdalena Jetelová
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Magdalena Jetelová

Prof. Magdalena Jetelová aus München ist eine international geschätzte bildende Künstlerin. "Die Gesetze der Architektur mit Mitteln der Kunst aufzuheben, gelang Ihnen in beeindruckender Weise. Die gestaltende Kunst - die Bildhauerei, Fotografie und Zeichnung - bot Ihnen hierbei vielfältige Möglichkeiten", hob Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hervor. Sie sei u.a. mit großen Holzskulpturen von Tischen, Stühlen oder Treppen bekannt geworden. Für ihre künstlerische Leistung habe sie verschiedene Auszeichnungen erhalten, u.a. den Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1989) und den Max-Lütze-Preis, Stuttgart (1991). Dass sie in die Akademie der Künste in Berlin zugewählt wurde, zeuge von ihrem großen künstlerischen Talent. Ebenso stehe diese Mitgliedschaft für ihren Einsatz, Kunst in gemeinnütziger Weise zu fördern. Als Professorin an der Salzburger Sommerakademie sowie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und auch als Leiterin einer Klasse für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München habe sie sich in hohem Maß für den künstlerischen Nachwuchs engagiert. "Die Förderung Ihrer Studierenden war Ihnen eine Herzensangelegenheit. Weit über die Verpflichtungen des Lehrbetriebs hinaus unterstützten Sie diese dabei, in der Kunstwelt Kontakte zu knüpfen", stellte Minister Spaenle heraus.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Dr. Paul Knochel
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Dr. Paul Knochel

Prof. Dr. Paul Knochel aus München hat seit 1999 einen Lehrstuhl am Department für Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. "Sie gelten weltweit als bedeutender Chemiker. Die nach Ihnen benannten sog. "Knochel-Metallierungen" sind für den akademischen wie industriellen Bereich sehr interessant", würdigte Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle die Forschungsleistung des Chemikers. Funktionalisierte metallorganische Verbindungen werden in der chemischen Industrie eingesetzt, bspw. bei der Herstellung wichtiger Arzneistoffe oder von Pflanzenschutzmitteln. Über 500 Forschungsarbeiten und mehr als 30 Patente belegten seine wertvolle Forschertätigkeit. Dafür stehe auch seine Mitgliedschaft in bedeutenden Gremien der Wissenschaft, wie in der Académie des Sciences in Paris und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. "Sie zählen weltweit zu einem gefragten Vortragenden bei internationalen Kongressen. Ihre Forschungsarbeit ist herausragend und wird international geschätzt", betonte der Minister. Für seine Leistung habe Prof. Dr. Paul Knochel bereits zahlreiche, auch internationale Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, bspw. in den USA und Japan.

Kunst- und Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle mit Gerhard Müller-Rischart
Kunst- und Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle mit Gerhard Müller-Rischart

Gerhard Müller-Rischart aus München steht sowohl für Tradition als auch für Innovation. Als Leiter des Traditionsunternehmens "Max Rischart's Backhaus" war es ihm wichtig, seine Auszubildenden in der Lehrlingsbackstube mit dem Bäcker- und Konditorhandwerk vertraut zu machen. "Ihre Azubis gehören mit zu den Besten und sind regelmäßig bei Landes- und Bundeswettbewerben erfolgreich. Wie allen Generationen lag Ihnen der Grundsatz ‚Expansion nicht um jeden Preis, sondern Pflege einer hochwertigen Unternehmenskultur' am Herzen, wovon ich mich persönlich bei Ihnen überzeugen konnte", betonte Minister Dr. Ludwig Spaenle in seiner Laudatio. In der Bäcker-Innung habe er sich als Vorstand, Kassier und mittlerweile als Ehrenmitglied engagiert. Er habe als Präsident des Richemont-Clubs Deutschland versucht, handwerkliche Qualität sowie einen hohen ethischen Berufsstandard zu sichern und an den Nachwuchs weiterzugeben. Nicht nur die junge Bäckergeneration habe er gefördert, auch junge Künstler habe er maßgeblich unterstützt: Im Rahmen der Initiative RischArt-Kunstförderung hätten sie bspw. die Möglichkeit erhalten, ihre Werke bei öffentlichkeitswirksamen Kunstaktionen auszustellen. "Ohne Sie hätte es so manches Kunstprojekt und viele Publikationen junger Künstler nicht gegeben. Ihr Einsatz für die Kunst bereichert das kulturelle Leben in München", hob der Minister hervor.

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Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 17.11.2015 in München

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