Neuer Generaldirektor Bayerische Staatsbibliothek bleibt unverzichtbare Größe

Bayerische Staatsbibliothek in München
Bayerische Staatsbibliothek in München

Den ausgezeichneten Ruf der Bayerischen Staatsbibliothek erhalten und ihre einzigartigen Schätze und Sammlungen in die digitale Welt übertragen: Das sind zwei Herausforderungen, denen sich Dr. Klaus Ceynowa, der neue Leiter der Bayerischen Staatsbibliothek, stellen wird.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle stellte in München Dr. Klaus Ceynowa vor, der zum 1. April zum Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek ernannt wurde. Der 1959 in Paderborn gebürtige Klaus Ceynova tritt die Nachfolge von Dr. Rolf Griebel an, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten war. Rolf Griebel war von 2004 bis 2014 Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek.

„Dr. Ceynowa ist ein herausragender Experte der digitalen Services und Technologien. Er wird die Bayerische Staatsbibliothek in ihrer Rolle als Informationsdienstleister für Wissenschaft, Forschung und Bildung weiter stärken“, betonte Minister Spaenle.

Vielfältiges Aufgabenspektrum

„Vielfältige Aufgaben kommen auf unseren neuen Generaldirektor Ceynowa in der Bayerischen Staatsbibliothek und den zehn weiteren staatlichen Bibliotheken von Aschaffenburg bis Passau zu“, betonte Minister Spaenle. Eigens nannte der Minister die Weiterentwicklung der zentralen Kultureinrichtung in ihrer Funktion:

  • als digitale Bibliothek und Dienstleister für die Forschung.
  • als „Content“-Library. Sie verfügt über einen Bestand von 10 Millionen Bänden, sie hat 63.000 Zeitschriften abonniert. Darüber hinaus verfügt die Staatsbibliothek über 1,1 Millionen Digitalisate.
  • als „Bibliothek für Bayern“. Ceynowa wird für zehn staatliche Bibliotheken im Freistaat und die Bayerische Staatsbibliothek in München zuständig sein.
  • als Fachbehörde für das bayerische Bibliothekswesen und
  • als ein Schatzhaus des kulturellen Erbes Bayerns.

Hohe Erwartungen richten sich an den neuen Generaldirektor beim Ausbau von „bavarikon“ als zentraler Plattform für digitale Kultur und Kulturschätze Bayerns.

Von Münster über Göttingen nach München

Dr. Klaus Ceynowa
Dr. Klaus Ceynowa

Für die Aufgaben bringt Klaus Ceynowa herausragende Fähigkeiten mit, so der Minister. Er hatte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert und war dort mit einer Arbeit über die Ursprünge des philosophischen Pragmatismus zum Dr. phil. promoviert worden. Seine Laufbahn im Bibliothekswesen hatte Klaus Ceynowa 1995 an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster begonnen. Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender Direktor der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek. 2005 wurde er an die Bayerische Staatsbibliothek versetzt und zum Stellvertretenden Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek in München ernannt.

Klaus Ceynowa war bisher federführend für Innovationsprojekte der Bayerischen Staatsbibliothek verantwortlich. Dazu zählen z.B. 3D-Internet-Applikationen, Massendigitalisierung und digitale Langzeitarchivierung, Cloudbasierte Informationssysteme und das Kulturportal „bavarikon“. Der Geisteswissenschaftler ist Mitglied zahlreicher Gremien des Bibliotheks- und Informationswesens. „Die konsequente Transformation“, so Klaus Ceynowa, „der einzigartigen Schätze und Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek auch in die digitale Welt ist die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre.“ Er möchte die Bayerische Staatsbibliothek zu einer weiterhin unverzichtbaren Größe der Wissensgesellschaft der Zukunft entwickeln.“

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